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Wäschenbeuren


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: GöppingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 12,95 km²
Einwohner: 3862 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 298 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73116,
73547 (Beutenmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07172
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Manfred-Wörner-Platz 1
73116 Wäschenbeuren
Webpräsenz: www.waeschenbeuren.de
Bürgermeister: Karl Vesenmaier
}

Wäschenbeuren ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Wäschenbeuren liegt etwa 10 Kilometer nördlich der Kreisstadt Göppingen am Ostrand des Schurwaldes auf einer etwas welligen Hochebene, die am Remstaleinschnitts weiter im Norden ansetzt und die im Süden bis an den Fuß des sogenannten Rehgebirges reicht, dessen Erhebung Hohenstaufen das Südosteck des Gemeindegebietes überragt. Die nordwestliche Gemeindegrenze läuft im Waldtal des oberen Marbachs, der in einem Göppinger Stadtteil der Fils zuläuft, die östliche folgt dem Beutenbach, der ebenfalls in einem Waldtal nordwärts zur Rems zieht. Im östlichen Ortbereich des Hauptorts entsteht der Krettenbach, der in flacherer Flurmulde südwestlich zum Marbach zieht.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt reihum an die Städte Lorch im Norden und Schwäbisch Gmünd kurz im Nordosten, die beide im Ostalbkreis liegen, an die Kreisstadt Göppingen im Osten und Süden sowie an die Gemeinden Birenbach im Südwesten und Börtlingen im Nordwesten, alle drei im eigenen Landkreis Göppingen.

Gemeindegliederung

Zu Wäschenbeuren gehören das Dorf Wäschenbeuren, die Weiler Krettenhof, Lindenbronn und Wäscherhof, das Gehöft Beutenmühle und die Häuser Schützenhof (auch zu Birenbach) und Ziegelhütte sowie die abgegangene Ortschaft Holzweiler.[2]

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 1.243
1907 1.469
17. Mai 1939 1.764
13. September 1950 1.988
27. Mai 1970 2.584
31. Dezember 1983 2.738
31. Dezember 2005 3.952
31. Dezember 2010 3.976

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Wäschenbeuren hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 58,1 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,8 %
30,8 %
21,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,4 %p
+2,2 %p
-4,7 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 47,8 6 45,4 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 30,8 4 28,6 3
FWV Freie Wählervereinigung 21,4 2 26,1 3
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 58,1 % 62,7 %

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In von Rot und Grün durch einen silbernen Schräglinksbalken geteiltem Schild hinter einem goldenen Tisch eine stehende, schwarzgekleidete Frau (Wäscherin) mit silberner Kopfbedeckung, mit der Linken ein über den Tisch gelegtes silbernes Leintuch und in der erhobenen Rechten einen goldenen Schlegel haltend, unten links ein ovaler, aufrecht gestellter goldener Waschzuber.

Der von König Maximilian I. am 14. September 1491 dem Schultheißen und dem Dorfgericht verliehene Wappenbrief verbrannte beim Bombenangriff am 19. April 1945; es existiert aber eine 1942 von Alois Rettenmaier aus Schwäbisch Gmünd angefertigte, wortgetreue Kopie des Textes.[4]

Trotz des Alters des redenden Wappens und der Erlaubnis, es auf Siegeln zu führen, wurde es erst auf dem 1930 eingeführten Schultheißenamtssiegel eingeführt.

Die rot-weiße Flagge wurde am 14. Februar 1958 vom Innenministerium verliehen.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Wäschenbeuren liegt an der Bundesstraße 297 GöppingenLorch. Mehrere Buslinien stellen die Verbindung zu den Nachbarstädten und Gemeinden her:

  • 11 Göppingen – Bartenbach – Rechberghausen – Birenbach – Wäschenbeuren – Schwäbisch Gmünd
  • 11 Göppingen – Bartenbach – Rechberghausen – Birenbach – Wäschenbeuren – Maitis
  • 12 Göppingen – Faurndau – Rechberghausen – Birenbach – Wäschenbeuren – Maitis – Lenglingen – Schwäbisch Gmünd

Die Busse des Omnibusverkehrs Göppingen verkehren zwischen 5 und 23 Uhr etwa einmal pro Stunde von und nach Göppingen, in der Hauptverkehrszeit öfter. Richtung Lorch und Schwäbisch Gmünd gibt es weniger Verbindungen.

Bahnanschluss findet sich am Bahnhof Göppingen an der Filstalbahn StuttgartUlm, und in Lorch oder Lorch-Waldhausen an der Remsbahn Stuttgart–Aalen. Die in Wäschenbeuren in den letzten Jahrzehnten als „Josefle“ bekannte ehemalige Hohenstaufenbahn Schwäbisch Gmünd–Göppingen wurde 1984 stillgelegt.

Bildung

In Wäschenbeuren gibt es mit der Stauferschule eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Weiter führende Schulen stehen im Umkreis zur Verfügung, Realschule in Rechberghausen sowie Gymnasien in Göppingen und Lorch, und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Sonstige Gemeindeeinrichtungen

  • In der Ortsmitte befindet sich das 2006 fertiggestellte Pflegeheim des Ortes. Träger ist die Stiftung Haus Lindenhof. Es wurde nach Kardinal Walter Kasper benannt, der in seiner Kindheit von 1938–1946 im alten Schulhaus wohnte.
  • Neben der katholischen Kirche steht das Heim der Katholischen Jugend Wäschenbeuren. Das Heim ist ein Haupttreffpunkt der örtlichen Jugend, dort finden Filmvorführungen und Feste statt.
  • Die 2002 fertiggestellte und an die Stauferschule grenzende Bürenhalle ist die Gemeindehalle des Ortes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Wäscherschloss steht im Ortsteil Wäscherhof und beherbergt eine Sammlung zum Thema Staufische Geschichte.

Bauwerke

Neben dem Wäscherschloss sind die katholische Kirche mit ihrem interessanten Kirchenschiff und das Amtshaus sowie der ehemalige Bahnhof, der heute als Kindergarten genutzt wird, sehenswert.

Auf dem „Burren“ nördlich des Ortes finden sich die Reste der Burg Burren, einer hochmittelalterlichen, vermutlich stauferschen Niederungsburg.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hartwig Zürn: Ausgrabungen auf dem „Burren“ bei Wäschenbeuren (Kr. Göppingen). Fundberichte Schwaben N. F. 15, 1959, S. 110–115
  • Heimatbuch Wäschenbeuren, Josef Kleinknecht, 1979
  • Peter Schührer: Beuremer Leaba, Wäschenbeurener Bilder- und Geschichtsbuch. 1986
  • Peter Schührer: Leut ond Häuser, Wäschenbeurener Bilder- und Geschichtsbuch. 2001

Weblinks

 Commons: Wäschenbeuren  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Wäschenbeuren in der Beschreibung des Oberamts Welzheim von 1845 – Quellen und Volltexte

Quellen

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 331–332
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Wäschenbeuren.
  4. waeschenbeuren.de , abgerufen am 21. Februar 2010
  5. Eberhard Gönner und Heinz Baruda: Wappenbuch des Landkreises Göppingen, herausgegeben vom Landkreis Göppingen und der Archivdirektion Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1966
  6. Gemeindeseite

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wäschenbeuren (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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