Vollständige Konkurrenz - LinkFang.de





Vollständige Konkurrenz


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Unter vollständiger Konkurrenz, vollkommener Konkurrenz oder einem vollkommenen Wettbewerb (auch: Polypol auf dem vollkommenen Markt, engl. perfect competition) versteht man ein theoretisches Modell der Volkswirtschaftslehre, insbesondere der Mikroökonomik.

Annahmen

Das Modell basiert auf folgenden Annahmen:

  • Es gibt viele kleine Anbieter, die vielen Nachfragern gegenüberstehen. (Polypol)
  • Der Markt ist vollkommen transparent und jeder Nachfrager kennt alle Anbieter; die gehandelten Güter sind homogen (vollkommener Markt)
  • Die Preiselastizität der Nachfrage ist vollkommen elastisch. Wenn ein Anbieter seinen Preis erhöht, werden die Nachfrager nicht mehr bei ihm kaufen, sondern zu anderen Anbietern gehen. Die Anbieter stehen somit einer horizontalen Preis-Absatz-Funktion gegenüber.
  • Der Marktpreis ist ein Datum für die Anbieter und ist konstant.
  • Jeder Anbieter kann im Rahmen seiner Kapazität bestimmen, welche Menge er bei gegebenem Preis herstellt und am Markt absetzt. (Mengenanpasser)
  • Die Anbieter haben steigende Grenzkosten.

Marktgleichgewicht

Das Marktgleichgewicht ist erreicht, wenn sich Angebots- und Nachfragekurve in einem Preis-Mengen-Diagramm schneiden. Bei der vollständigen Konkurrenz ist der Marktpreis konstant und damit bereits gegeben. Die gleichgewichtige Menge ist dort, wo die Grenzkosten des Anbieters die Preis-Absatz-Funktion schneiden.

Grenzkosten-Preis-Regel

Der Marktpreis ist zunächst für jeden einzelnen Anbieter vorgegeben. Bei Veränderungen der Marktnachfrage kann sich dieser Preis jedoch verändern. In diesem Fall muss eine neue gewinnmaximale Produktionsmenge seitens der Anbieter gefunden werden. Auch hier muss also der Marktpreis mit den Grenzkosten übereinstimmen ([math]p = GK[/math]). Die Grenzkostenkurve bildet damit die Angebotskurve des Polypolisten auf dem vollkommenen Markt.

Steuern und ihre Wirkung bei vollständiger Konkurrenz

Werden bei vollständiger Konkurrenz Steuern erhoben, kommt es zu einem Wohlfahrtsverlust, da die Steuereinnahmen den kumulierten Verlust von Konsumenten- und Produzentenrente nicht kompensieren können. (Die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt entspricht der Summe aus Produzenten- und Konsumentenrente sowie den Steuereinnahmen.) Man spricht hier von einem sogenannten deadweight loss, auf deutsch Nettowohlfahrtsverlust genannt.


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