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Vinzenz Ferrerius von Bianchi


Vinzenz Ferrerius Friedrich Freiherr von Bianchi (* 20. Februar 1768 in Wien; † 21. August 1855 in Sauerbrunn, heute Rogaška Slatina), Herzog von Casalanza, österreichischer Feldmarschallleutnant, Vater von Friedrich von Bianchi (1812–1865).

Leben

Friedrich von Bianchi wurde auf der Ingenieurakademie ausgebildet und machte schon 1788 als Ingenieuroffizier den türkischen Feldzug mit. Nachdem er sich in den Feldzügen von 1792 bis 1797, namentlich in den Niederlanden und in Italien, ausgezeichnet, wurde er als Major dem Erzherzog Ferdinand d’Este attachiert und 1804 Oberst und Regiments-Kommandant

1805 fungierte er als Generaladjutant des Erzherzogs Ferdinand, wurde 1807 Generalmajor und leistete im Krieg von 1809 an der Spitze einer Brigade in der Schlacht bei Aspern und bei der Verteidigung des Pressburger Brückenkopfes ausgezeichnete Dienste, wofür er den Maria-Theresia-Orden erhielt. Zum Feldmarschallleutnant befördert, machte er unter Schwarzenberg den russischen Feldzug mit, zeichnete sich in den Befreiungskriegen 1813 als Befehlshaber einer Division bei Dresden, der Schlacht bei Kulm und der Völkerschlacht bei Leipzig aus und führte 1814 im südlichen Frankreich den rechten Flügel der österreichischen Südarmee.

Während der Herrschaft der Hundert Tage 1815 gegen Murat nach Italien entsandt, schlug er diesen 1. Mai 1815 in der Schlacht von Tolentino entscheidend, zersprengte das neapolitanische Heer vollends und zog am 22. Mai in Neapel ein. Von König Ferdinand IV. von Neapel zum Herzog von Casalanza erhoben, wurde er nach dem zweiten Pariser Frieden in den Hofkriegsrat berufen. 1824 pensioniert, lebte er auf seinem Landgut Mogliano bei Treviso, als die mailändische Revolution von 1848 ausbrach.

Obwohl er sich völlig neutral verhielt, wurde er doch auf Befehl der provisorischen Regierung nach Treviso gebracht und erst zwei Monate später durch die Ankunft der Österreicher wieder befreit. Er starb am 21. August 1855 in Sauerbrunn bei Rohitsch.

Rezeption

Durch die kaiserliche Entschließung von Franz Joseph I. vom 28. Februar 1863 wurde Vinzenz Ferrerius von Bianchi in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen, zu deren Ehren und Andenken auch eine lebensgroße Statue in der Feldherrenhalle des damals neu errichteten k.k. Hofwaffenmuseums (heute: Heeresgeschichtliches Museum Wien) errichtet wurde. Die Statue wurde 1867 vom Bildhauer Thomas Seidan (1830–1890) aus Carrara-Marmor geschaffen, gewidmet wurde sie von den Nachkommen der Familie Bianchi.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume. Kiesel Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7023-0113-5, S. 36


Kategorien: Träger des Militär-Maria-Theresien-Ordens (Ritter) | Person in den Koalitionskriegen (Österreich) | Freiherr | Geboren 1768 | Gestorben 1855 | Militärperson (österreichische Habsburger) | Militärperson (Kaisertum Österreich) | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Vinzenz Ferrerius von Bianchi (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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