Vila do Conde - LinkFang.de





Vila do Conde


Dieser Artikel behandelt die Stadt in Portugal. Zur brasilianischen Gemeinde siehe Vila do Conde (Pará).
Vila do Conde
Wappen Karte
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Grande Porto
Distrikt: Porto
Concelho: Vila do Conde
Koordinaten:
Einwohner: 28.581 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 6,72 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 4253  Einwohner pro km²
Postleitzahl: 4480
Kreis Vila do Conde
Flagge Karte
Einwohner: 79.390 (Stand: 30. Juni 2011)[4]
Fläche: 148,97 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 533  Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 21
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Vila do Conde
Rua da Igreja
4480-754 Vila do Conde
Präsident der Câmara Municipal: Mário Almeida (PS)[3]
Webpräsenz: www.cm-viladoconde.pt

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Vila do Conde ist eine Stadt im Nordwesten Portugals, 32 Straßenkilometer nördlich von Porto an der Mündung des Flusses Ave.

Die Stadt

Geschichte

Bereits die Römer gründeten hoch auf einem Hügel über dem Fluss ein Kastell. Die Gegend wurde später von den Kelten besiedelt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt als Villa de Comite („Stadt des Grafen“ = Vila do Conde) im Jahre 953. Dom Sancho schenkte sie im Jahre 1209 seiner königlichen Geliebten Ribeirinha (Dona Maria Paes Ribeira).

Im 15. und 16. Jahrhundert hatte sich der Hafen der Stadt zu einem der bedeutendsten des Landes entwickelt. Demgemäß wurde 1487 in Vila do Conde ein königliches Zollamt (Alfândega Régia) eingerichtet. Der rege Schiffsverkehr führte dazu, dass nahe der Mündung des Rio Ave zahlreiche Werften entstanden.

Um 1500 wurde Vila do Conde durch König Manuel I. zur Vila (Kleinstadt) erhoben; im Jahre 1988 wurde Vila do Conde der Status einer Stadt (Cidade) verliehen.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

An der Stelle des ehemaligen römischen Kastells und vermutlich der späteren gräflichen Burg steht heute das 1318 gestiftete Mosteiro de Santa Clara, ein ehemaliges Karmelitinnenkloster. An der Apsis des Klosters endet das 7 km lange, auf 999 Bögen von 1705 bis 1714 errichtete Aquädukt, das von Terroso in den Bergen bei Póvoa de Varzim hierher führt und auf weiten Strecken noch sehr gut erhalten ist.

In der Stadtmitte, am Markt, steht die Pfarrkirche Igreja Matriz de São João Baptista (St. Johannes der Täufer). Über einem kreuzförmigem Grundriss mit Seitenapsiden und Zinnenkranz wurde die Kirche ab 1500/1514 errichtet. Das linke Seitenschiff wird flankiert von einem mächtigen, breiten Glockenturm.

Vor der Kirche steht ein Pelourinho (Schandpfahl) mit gedrehtem Säulenschaft und kündet mit dem Arm der Gerechtigkeit an der Spitze der Säule von der Macht des Staates.

Ganz in der Nähe ist eine kleine Kapelle mit fliesengeschmückter Fassade zu besichtigen. Etwa sechs Kilometer östlich von Vila do Conde, bei der Siedlung Vila Fria, liegen die Einsiedlerhöhlen von Sabariz.

Seit 1993 findet hier das jährliche Kurzfilmfestival Curtas Vila do Conde statt, das inzwischen zu einem Musik-, Kunst- und Kulturfestival angewachsen ist.

Das vom Architekten Álvaro Siza Vieira entworfene Gebäude der Banco Borges e Irmão (BBI) erhielt 1988 den Mies van der Rohe Award for European Architecture.

Sport

Vila do Conde ist die Heimatstadt des Fußballvereins Rio Ave FC, der in der höchsten portugiesischen Liga spielt.

Galerie

Verwaltung

Der Kreis

Vila do Conde ist Sitz des gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Póvoa de Varzim, Vila Nova de Famalicão, Trofa, Maia, Matosinhos. Im Westen liegt der Atlantische Ozean.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 30 auf 21 verringerte.[5]

Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Vila do Conde:

Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerzahl im Kreis Vila do Conde (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
3623 17.781 27.366 34.116 48.806 64.402 64.836 74.391 79.390

Kommunaler Feiertag

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Vila do Conde verbunden

  • Gomes Eanes de Azurara (* um 1410–1474), Historiker, geboren in Azurara, der südlich des Rio Ave gelegenen Vorstadt von Vila do Conde, erhielt an einer Klosterschule in Vila do Conde seine erste Ausbildung.
  • Antero de Quental (1842–1891), Dichter und Sozialreformer, verbrachte das letzte Jahrzehnt seines Lebens, von 1881 an, in Vila do Conde.
  • Robert Delaunay und Sonia Delaunay-Terk (1885–1979) lebten von 1915 bis 1917 in Vila do Conde.[7]
  • José Mourinho (* 1963), Fußballspieler und Fußballtrainer, spielte von 1980 bis 1982 für den Rio Ave FC.

Weblinks

 Commons: Vila do Conde  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. 2,0 2,1 Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. http://www.publico.pt/Pol%C3%ADtica/socialista-mario-almeida-e-recandidato-a-vila-do-conde-para-um-ultimo-mandato_1386458
  4. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  5. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
  6. www.anmp.pt , abgerufen am 3. Februar 2013
  7. Ellen W. Sapega: Portugal. In: Pericles Lewis (Hg.): The Cambridge Companion to European Modernism. Cambridge University Press, Cambridge 2011. ISBN 978-0-521-19941-4. S. 139–150, hier S. 144.
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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Vila do Conde (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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