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Videofilm


Ein Videofilm (lat. video = ich sehe) stellt ebenso wie eine Fernsehsendung oder ein Kinofilm ein multimediales Gesamtkunstwerk dar. Ein Videofilm umfasst nicht nur das Medium Bewegtbild, sondern auch die Medien Ton, Text und Bild. Beim Medium Ton kann zwischen dem gesprochenen Wort im On bzw. Off, Geräuschen/Atmo und Musik unterschieden werden. Das Medium Text dient in Videofilmen als Titel im Vorspann, als erläuternder Untertitel oder als informierender Abspann. Das Medium Bild findet nicht nur in Form von Infografiken zur Visualisierung bestimmter Informationen Einsatz, sondern auch bei der Einblendung von Fotografien.

Die Herstellung eines hochwertigen Videofilms ist eine relativ anspruchsvolle Aufgabe. Um bei einer Videofilmproduktion das Qualitätsniveau von Fernsehsendungen erreichen zu können, muss jeder Videofilmproduzent zahlreiche verschiedenartige Fertigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen Technik und Gestaltung besitzen. Aufgrund der Vielzahl und Vielfalt der durchzuführenden Arbeiten ist in der Regel Teamwork erforderlich. Professionelle Videoaufnahmeteams setzen sich je nach Projekt aus zwei bis vier Personen zusammen. Zweierteams bestehen aus Kameramann und Tonassistent. Bei Viererteams kommen Beleuchter und Autor hinzu. Aus Kostengründen wird jedoch seit einigen Jahren versucht, die Zahl der beteiligten Personen zu reduzieren. Auch wenn eine engagierte Einzelperson (z. B. ein Videojournalist) zu beachtlichen Produktionsergebnissen kommen kann, ist dies durch zum Teil gravierende Kompromisse (insbesondere bei der Tonqualität) während der Videoaufnahmephase erkauft. In der Postproduktionsphase erfolgt der nichtlineare Videoschnitt durch einen Filmeditor mit Hilfe einer Videoschnittsoftware. Die abschließenden Arbeitsschritte der Tongestaltung und Tonmischung führt ein Toningenieur durch.

Obwohl ein hohes Videofilm-Qualitätsniveau nur durch den arbeitsteiligen Einsatz der genannten Fachleute erreicht werden kann, fand in den letzten Jahren eine gewisse Entwertung der beruflichen Qualifikation dieser Personengruppe statt. Durch die rasante technische Entwicklung und den Preisverfall bei Camcordern, Personal Computer sowie Videoschnitt-Software sind inzwischen selbst Laien in der Lage, relativ gute Videofilme herzustellen. Camcorder benötigen dank verbesserter Objektive und leistungsfähigerer CCD- und CMOS-Bildsensoren kaum noch zusätzliches Licht, so dass der Einsatz von Scheinwerfern minimiert werden kann. Dank der Verwendung von Mikrocontrollern in den Camcordern sind Automatikfunktionen für Bildschärfe, Blendeneinstellung und Belichtungszeit möglich, die ein einfaches Draufhalten des Camcorders in Richtung Motiv erlauben. Die Entwicklung hocheffizienter Videokompressionsverfahren und die gesunkenen Chipspeicherkosten bei gleichzeitiger enormer Steigerung der Speicherkapazität digitaler Speicherkarten ermöglichen inzwischen die Produktion preiswerter Camcorder, deren Leistungsdaten vor wenigen Jahren selbst von extrem teuren professionellen Geräten nicht erreicht wurden.

Da Laien inzwischen leichten Zugang zu hochwertiger technischer Videofilmausstattung haben, fehlen zum guten Videofilm "nur noch" interessante filmische Inhalte, eine gelungene Bildgestaltung und eine überzeugende Filmdramaturgie. Wie viele Video-Clips auf YouTube zeigen, stellt das Finden interessanter filmischer Inhalte kein sonderlich großes Problem dar. Vielmehr ist es die mangelhafte Bildgestaltung, die zum Beispiel durch falsche Kadrierungen oder die Wahl ungünstiger Einstellungsgrößen die Qualität des Videofilms mindert. Auch den filmdramaturgischen Aspekten wird von Laien meist wenig Bedeutung beigemessen, obwohl beispielsweise die Verwendung eines überraschenden Handlungs-Wendepunktes (Plot Point) dazu führen würde, dass der Videofilm im Gedächtnis der Zuschauer/-innen haften bliebe.

Siehe auch

Literatur

  • Robert Klaßen: Grundkurs Digitales Video. Schritt für Schritt zum perfekten Film. Galileo Press, Bonn 2012, ISBN 978-3-8362-1819-1. (Buch und DVD mit Beispielmaterialien und Vordrucken)
  • Thomas Petrasch; Joachim Zinke: Videofilm. 2., überarb. u. erw. Auflage. München: Hanser 2012, ISBN 978-3-446-42757-0
  • Ulrich Schmidt: Professionelle Videotechnik. 5., aktualis. u. erw. Auflage. Berlin: Springer 2009, ISBN 978-3-642-02506-8

Kategorien: Filmgestaltung | Video | Videotechnik | Bildende Kunst | Filmtechnik

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Videofilm (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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