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VfR Mannheim


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VfR Mannheim
Voller Name Verein für Rasenspiele
Mannheim 1896 e. V.
Ort Mannheim
Gegründet 1. August 1896
Vereinsfarben blau-weiß-rot
Stadion Rhein-Neckar-Stadion
Plätze 8.000
Präsident Ralf Auer
Vorstand Ralf Auer
Friedrich Lutterkort
Trainer Hakan Atik/Boris Scheuermann (Teammanager)/Sven Wolf (Geschäftsführer)
Homepage www.vfr-mannheim.de
Liga Verbandsliga Baden
2015/16 3. Platz
Heim
Auswärts

Der Verein für Rasenspiele Mannheim 1896 ist ein traditionsreicher Sportverein aus Mannheim mit rund 730 Mitgliedern, der 1949 Deutscher Fußballmeister wurde. Neben Fußball hat der Verein Abteilungen für Lacrosse, Tennis und Boule.

Geschichte

Der VfR Mannheim ging 1911 aus einer Fusion der Vereine Mannheimer Fußball Gesellschaft 1896, Mannheimer VfB Union (bis 1908 Fussball Gesellschaft Union 1897) und Mannheimer Fussball Club Viktoria 1897 hervor. Bekannt ist der VfR vor allem durch seine Fußballabteilung, doch früher gab es u. a. auch Abteilungen für Feldhandball und Baseball. Die Vereinsfarben sind die Farben der Stadt Mannheim Blau-Weiß-Rot.

Die drei Vorgängervereine des VfR zählten zu den Fußballpionieren in Süddeutschland. Die Mannheimer FG 1896 nahm bereits um die Jahrhundertwende an den Meisterschaften des Verbands Süddeutscher Fußball-Vereine teil. Bis zum Ersten Weltkrieg konnten die Mannschaften aus der Quadratestadt allerdings überregional noch keine Erfolge erzielen, auch dann nicht, nachdem man am 2. November 1911 die Kräfte bündelte und sich zum Verein für Rasenspiele zusammengeschlossen hatte. In den 1920er Jahren kämpften der VfR, der SV Waldhof und Phönix Mannheim um die lokale Vorherrschaft. Als ab 1933 die sog. Gauligen die oberste Spielklasse bildeten, setzte sich auch auf badischer Ebene der Konkurrenzkampf zwischen VfR und dem SVW fort: In der Gauliga Baden gewannen beide Vereine jeweils fünf Mal die Meisterschaft. Deutschlandweit konnte sich aber keiner der beiden entscheidend durchsetzen.

Der größte Erfolg des VfR ist der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1949. Im Finale – die „Hitzeschlacht“ von Stuttgart – am 10. Juli 1949 wurde im Stuttgarter Neckarstadion Borussia Dortmund vor 92.000 Zuschauern mit 3:2 n. V. besiegt.

Folgende elf Spieler bildeten die siegreiche Mannschaft, die von „Bumbes“ Schmidt trainiert wurde: Hermann JöckelEugen Rößling, Philipp HenningerJakob Müller, Kurt Keuerleber, Rudi MaierFritz Bolleyer, Ernst Langlotz, Ernst Löttke, Kurt Stiefvater, Rudolf de la Vigne. Fünf von ihnen (Henninger, Jöckel, Langlotz, Müller und de la Vigne) waren während des Zweiten Weltkriegs im selben kanadischen Kriegsgefangenenlager interniert, weshalb sie beim VfR den Beinamen „die Kanadier“ bekamen.

Die Tore für den VfR schossen zweimal Löttke und Langlotz, für Dortmund traf zweimal Erdmann. Der VfR Mannheim erhielt als erster Verein die neue Meisterschale des DFB.

Meistens stand der VfR jedoch im Schatten des Lokalrivalen Waldhof Mannheim, der zwar sportlich nicht immer überlegen war, jedoch weitaus mehr Zuschauer für sich gewinnen konnte.

Nach einem kurzen Gastspiel in der zweiten Liga in der Saison 1974/75, spielte der VfR von 1975 bis 2002 in der höchsten Amateurklasse (bis 1978 Verbandsliga Nordbaden, bis 1993 Oberliga Baden-Württemberg, schließlich Regionalliga Süd), bis der Verein 2002 die Lizenz für die Regionalliga aus finanziellen Gründen zurückgeben musste.

Es gab oft Diskussionen über eine Fusion von VfR und SV Waldhof, doch immer wieder scheiterten diese Bestrebungen an den unterschiedlichen Vereinskulturen und letztlich auch an wechselseitigen Animositäten, zuletzt im Jahr 2002.

Der VfR hatte im Jahr 2004 800 Mitglieder in den Abteilungen Fußball und Tennis. Zum Ende der Saison 2008/2009 belegte der VfR den 16. Platz in der Oberliga Baden-Württemberg und stieg somit in die sechsklassige Verbandsliga Baden ab. Nachdem die Relegationsspiele gegen den FV Ravensburg gewonnen wurden, stieg der VfR im Jahr 2011 erneut in die Oberliga Baden-Württemberg auf. 2015 stieg der VfR, besonders bedingt durch eine katastrophale Hinserie mit nur zwei Punkten, wieder in die Verbandsliga ab.[1]

Der VfR Mannheim ist der einzige Fußballverein Deutschlands auf dem Gebiet der alten Bundesländer, der nach dem Zweiten Weltkrieg Deutscher Meister wurde, aber nie in der Bundesliga spielte, die 1963 gegründet wurde.

Spielstätten

Die traditionelle Spielstätte des VfR Mannheim war das Stadion an den Brauereien an der Käfertaler Straße im Stadtteil Wohlgelegen.Referenzfehler: Ungültige Verwendung von <ref>: Der Parameter „ref“ ohne Namen muss einen Inhalt haben. Dort hatte bereits die Mannheimer FG 1896, einer der Vorgängervereine des VfR, ihre Spielstätte. 1959 musste diese Sportanlage der Erweiterung der Eichbaum-Brauereien weichen. Seither ist der VfR im Stadtteil Oststadt beheimatet, wo er seit 1971 im Rhein-Neckar-Stadion spielt.

Logohistorie

Bekannte ehemalige Fußballspieler

Erfolge

Baseball

Fußball

Handball

Literatur

  • Das Werden und das Wirken – das Wagen und das Wollen: 75 Jahre Verein für Rasenspiele Mannheim 1896–1971. Mannheim 1971.
  • Bernhard Heck: 1896–1986 90 Jahre VfR Mannheim. Mannheim 1986.
  • Boris Scheuermann: 100 Jahre VfR Mannheim 1896–1996: Ein Traditionsverein auf neuen Wegen. Speyer 1996.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.vfr-mannheim.de/aktuell_action_show_newsid_1133

Kategorien: Fußballverein aus Mannheim | Gegründet 1896 | Tennisverein aus Baden-Württemberg | VfR Mannheim | Verein im Badischen Fußballverband

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/VfR Mannheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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