Verviers - LinkFang.de





Verviers


Verviers
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Verviers
 :
Fläche: 33,07 km²
Einwohner: 55.177 (1. Jan. 2016)
Bevölkerungsdichte: 1.668 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4800–4802
Vorwahl: 087
Bürgermeister: Claude Desama (PS)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration
place du Marché 55
4800 Verviers
Website: www.verviers.be
Lageplan
Lageplanbeschreibung
lblelslh

Verviers (deutsch veraltet Velwisch) ist eine Stadt im Osten Belgiens und liegt im Tal der Weser (frz.: Vesdre) in den nördlichen Ausläufern der Ardennen. Sie gehört zur Provinz Lüttich in der Wallonischen Region. Die deutsche Grenze ist nicht weit entfernt, bis Aachen sind es ca. 30 km. Verviers ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks, zu dem 29 Gemeinden gehören.

Geschichte

Verviers war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein weltweit bekannt als Zentrum des Wollhandels und der Textilindustrie. Ausgangspunkt der Textilindustrie war das weiche (d. h. fast kalkfreie) Wasser der Weser, das sich hervorragend zum Waschen von Wolle und anderen Textilien eignete. Der geringe Kalkgehalt des Wassers der Weser erklärt sich dadurch, dass die Weser und ihre Zuflüsse sich aus den Mooren des Hohen Venns speisen. Heute erinnert ein Museum an die Zeit der Textilindustrie. Die Gegenwart hat mit einer Produktionsstätte für Solarmodule Einzug gehalten.

Stadtgliederung

Die Stadt Verviers umfasst seit der Gemeindefusion von 1977 zusätzlich die ehemaligen Gemeinden Ensival, Heusy, Lambermont, Petit-Rechain und Stembert. Die Stadt Dison bildet mit Verviers eine geschlossene urbane Zone.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind die zahlreichen aus der Gründerzeit stammenden Bürgerhäuser, die ganze Straßenzüge prägen. Seit Beginn der 1990er Jahre wurden vermehrt Anstrengungen unternommen, das Stadtbild attraktiver zu gestalten. Verviers nennt sich „Wallonische Hauptstadt des Wassers“, zahlreiche neu angelegte Brunnen, Wasserspiele und ein „Musée de l’eau“ verdeutlichen dies. An die Geschichte der Textilindustrie erinnert das „Centre Touristique de la Laine et de la Mode“, in dem wechselnde Ausstellungen und Seminare stattfinden.

Sakralbauten sind die Kirche Saint-Remacle aus dem Jahr 1838 und die 1650 fertiggestellte Kirche Notre-Dame des Récollets. Das ehemalige Postgebäude (1909) mit Stilelementen aus Gotik und Renaissance steht in direkter Nachbarschaft zur Fontaine Ortmans (1895). Das neoklassizistische Theater aus der Gründerzeit, der Justizpalast und das Rathaus aus dem späten 18. Jahrhundert sind weitere Sehenswürdigkeiten.

Der zwischen 1925 und 1930 erbaute Vervierser Hauptbahnhof besitzt ein im Jugendstil gehaltenes Empfangsgebäude. Er ist einer der seltenen quer über den Gleisen angelegten Reiterbahnhöfe.

Unweit von Verviers liegt die Gileppe-Talsperre, die seit 1878 die Wasserversorgung der Stadt und Industrie gewährleistet.

Die Assahaba-Moschee ist die größte Moschee in Wallonien.[1]

Verkehr

Verviers liegt an der Bahnstrecke Aachen–LüttichBrüssel (Wesertalstrecke). Am Hauptbahnhof Verviers Central halten im Stundentakt IC-Züge der Linie Eupen–Brüssel–Ostende. Aachen Hbf ist im Stundentakt mit dem euregioAIXpress erreichbar.

Des Weiteren besitzt die Strecke nach Spa-Géronstère im Bahnhof ihren Ausgangspunkt. An dieser Strecke liegt zusätzlich der Haltepunkt Verviers-Palais, der nur vom oben genannten Nahverkehrszug der Verbindung Aachen Hbf–Spa-Géronstère bedient wird. Montags bis freitags hält außerdem ein InterCity-Zug von Welkenraedt nach Herstal.

Die Autobahn A 27 / E 42 durchquert die Stadt auf kurvenreicher Streckenführung.

Städtepartnerschaften

Die drei letztgenannten Städte sind als „Textilstädte“ mit Verviers und untereinander durch Partnerschaften verbunden.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

 Commons: Verviers  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. RTBF: Verviers, évoqué il y a quelques jours dans des mesures de protection policières , Meldung vom 15. Januar 2015.

Kategorien: Gemeinde in der Provinz Lüttich | Ort in der Provinz Lüttich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Verviers (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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