Verkehrsverbund Rhein-Sieg - LinkFang.de





Verkehrsverbund Rhein-Sieg


Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1. September 1987
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag, Dr. Norbert Reinkober
Branche ÖPNV
Website www.vrsinfo.de

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) wurde am 1. September 1987 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, von den kreisfreien Städten Bonn, Köln und Leverkusen sowie der Stadt Monheim am Rhein im Kreis Mettmann und von den kommunalen Verkehrsunternehmen sowie der Deutschen Bundesbahn gegründet.

Der VRS grenzt im Norden an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, im Norden und Westen an den Aachener Verkehrsverbund, im Osten an die Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd und die Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe, sowie im Süden an den Verkehrsverbund Rhein-Mosel und den Verkehrsverbund Region Trier.

Strukturentwicklung und Aufgaben

1996 wurde im Zuge der Bahnreform die Struktur verändert. Die Verbundgesellschaft wurde um eine Aufgabenträgerschaft im Kooperationsraum 2 (Rhein-Sieg) erweitert. Seit dem 1. Januar 2004 ist sie eine 100%ige Tochter des Zweckverbandes. Alleiniger Eigentümer ist seitdem also der Zweckverband VRS (ZV VRS).

Aufgaben

Wesentliche Aufgabe des Zweckverbandes ist es, den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in der Region Rhein-Sieg zu planen, zu organisieren und auszugestalten. Siehe auch: Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde

Insbesondere gehören dazu

  • Ausschreibungen von SPNV-Leistungen
  • Mobilitätsmanagement
  • Koordination regionaler und lokaler Verkehrsangebote sowie
  • Planung, Ausgestaltung und Kontrolle des SPNV.

Die Verbundgesellschaft koordiniert alle unternehmensübergreifenden Aktivitäten im Verbundraum. Eines der zentralen Gestaltungselemente ist der dabei der Verbundtarif. Für die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen der Region übernimmt die VRS GmbH eine Vielzahl von Planungs-, Koordinierungs- und Serviceaufgaben.

Insbesondere gehören dazu

  • Verbundtarif
  • Vertrieb
  • Marketing
  • Kommunikation und
  • Einnahmeaufteilung.

Geschäftsführung

Geschäftsführer des Verkehrsverbund Rhein-Sieg sind zurzeit Wilhelm Schmidt-Freitag und Norbert Reinkober.[1]

Daten zum VRS

Verkehrsgebiet

Das Verkehrsgebiet umfasst eine Fläche von 5.111 km² mit 3,3 Millionen Einwohnern.[2]

Beförderungszahlen

Während 1990 312 Millionen Fahrgäste befördert wurden, stieg die Zahl im Jahre 2000 auf 400 Millionen, 2009 auf 494 Millionen[3] und liegt nun (Stand 2012) bei 523 Millionen Fahrgästen einschließlich diverser Sonderverkehre.[4]

Die VRS-Statistik weist für die Jahre 2000 bis 2012[5] (bereinigt um NRW-Tickets (Plus-Anteile), CityTicket/BC 100, WJT 2005, WM 2006 und DEKT 2007) folgende Werte aus:

Jahr Fahrten in Mio.
2000 400
2001 410
2002 424
2003 439
2004 451
2005 464
2006 470
2007 480
2008 488
2009 492
2010 499
2011 507
2012 515

Betriebsdaten

Einige Linien verkehren in angrenzenden Städten und Gemeinden der Landkreise Altenkirchen (Westerwald), Neuwied, Vulkaneifel sowie der Kreise Düren, Märkischer Kreis und Olpe.

Verkehrsunternehmen

Städte und Gemeinden (Auswahl)

1 Ort liegt außerhalb des Verbundraumes. VRS-Fahrausweise gelten hier im Übergang nur auf bestimmten Linien.

Übergangstarife

Der VRS hat Übergangstarife zu etlichen der umliegenden Verkehrsverbünde bzw. Verkehrsgesellschaften, das heißt, in den jeweiligen Grenzbereichen werden durchgehende Fahrscheine angeboten.

Eine Sonderform der Übergangstarife ist der so genannte Tarifkragen: In bestimmten Bereichen oder auf bestimmten Strecken außerhalb des VRS-Verbundgebietes gilt für grenzüberschreitende Fahrten der VRS-Tarif, während für Fahrten innerhalb eines Kragenbereiches dessen Tarif gilt. Insbesondere gelten alle Gesamtnetzfahrkarten des VRS auch in allen Tarifkragen. Tarifkragen sind:

Den umgekehrten Fall, einen Tarifkragen in das VRS-Gebiet hinein, gibt es in den Gemeinden Bedburg, Elsdorf, Zülpich, Euskirchen und Schleiden. Dort gilt für Fahrten aus dem Kreis Düren oder der Städteregion Aachen auch der AVV-Tarif auf den örtlichen Buslinien.[6]

Seit dem 15. Juni 2008 kann außerdem aus dem VRS-Netz mit regulären VRS-Fahrscheinen das Tarifgebiet des Landkreises Ahrweiler befahren werden[7] (unter anderem die Ahrtalbahn sowie die linksrheinische DB-Rheinstrecke von Bonn-Mehlem über Remagen/Sinzig hinaus bis nach Brohl). Dies gilt nur für VRS-ein- und ausbrechenden Verkehr (siehe oben). VRS-Jobtickets, Semestertickets, Schülertickets oder XXL-Tickets werden im Kreis Ahrweiler jedoch nicht anerkannt (eine Ausnahme existiert für Semesterticket-Inhaber mit Wohnsitz im Kreis Ahrweiler). VRS-Jobticket-Inhaber aus dem Kreis Ahrweiler können eine kostenpflichtige Zusatzberechtigung für das Kreisgebiet erwerben. Dies war bisher nur für den VRS/Ahr-Übergangsbereich möglich. Bis zum 15. Juni 2008 behielt jedoch noch der VRS/Ahr-Übergangstarif Geltung.

Seit 1. Januar 2015 wird für alle Fahrten zwischen AVV und VRS mit einigen Ausnahmen einheitlich der VRS‐Tarif angewendet.[8] Für Fahrten innerhalb des AVV bzw. innerhalb des VRS gilt weiterhin der jeweilige Verbundtarif.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Verkehrsverbund Rhein-Sieg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.vrsinfo.de/der-vrs/vrs-team.html
  2. vrsinfo.de: Strukturdaten (Abgerufen am 20. August 2010)
  3. Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW: Mobilität in Nordrhein-Westfalen. Daten und Fakten 2010
  4. siehe VRS-Verbundbericht 2013, Seite 56
  5. siehe VRS-Verbundbericht 2013, Seite 59
  6. http://www.avv.de/fileadmin/sites/avv/download_FTP/Tarif_Ticket_Flyer/kragentarif_vrs.pdf
  7. http://www.vrsinfo.de/3_11_3.php
  8. http://www.vrsinfo.de/tickets/tickets-zu-nachbarverbuenden/fahrten-zwischen-vrs-und-avv.html

Kategorien: Verkehrsverbund Rhein-Sieg | Verkehrsverbund (Deutschland)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsverbund Rhein-Sieg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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