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Verkündigungsbasilika


Die Verkündigungsbasilika (hebräisch כנסיית הבשורה‎arabisch كنيسة البشارة‎griechisch Εκκλησία του Ευαγγελισμού της Θεοτόκου) ist ein katholisches Kirchengebäude in Nazaret. Die Basilika steht über jener Höhle der Stadt Nazaret, in der der römisch-katholischen Überlieferung zufolge der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschien (Verkündigung des Herrn).

Die heutige Verkündigungsbasilika ist bereits das fünfte Gotteshaus über der Verkündigungsgrotte; sie wurde von dem italienischen Architekten Giovanni Muzio erbaut und am 23. März 1969 geweiht.[1] Die dreischiffige Basilika ist 67,5 Meter hoch und 35 Meter lang; sie ist die größte Kirche im Nahen Osten und eine der größten heiligen Stätten im Mittleren Osten. Über den Ruinen der früheren wurden zwei miteinander verbundene Kirchen aus Stein errichtet, die Ober- und die Unterkirche. Die Besonderheit des Gebäudes liegt in dem zentralen Kuppelbau, der die drei Ebenen des Gebäudes miteinander verbindet. In der Unterkirche befindet sich der Ort, den die Tradition als Ort der Verkündigung ansieht. Die Oberkirche enthält viele Mosaiken, Fresken und Skulpturen. Der Kuppelbau darüber ist schlicht ausgeführt.

Geschichte

Eine Kirche wird an dieser Stelle zum ersten Mal im Jahr 570 erwähnt, wahrscheinlich bestand schon seit dem 4. Jahrhundert ein Kirchengebäude.

Der spanischen Pilgerin Egeria, die gemäß der Legende Nazareth 383 besuchte, wurde eine „große und sehr prächtige Höhle gezeigt, in der Maria gelebt hat. Ein Altar ist dort aufgestellt worden“. In byzantinischer Zeit wurde Pilgern, die nach Nazareth kamen, auch eine Höhle mit einer Quelle gezeigt, aus der Maria nach apokryphen Quellen Wasser geschöpft haben soll (möglicherweise die Quelle unter der heutigen griechisch-orthodoxen Kirche des Erzengels Gabriel). Noch der gallische Bischof Arkulf, der Nazareth auf seiner Pilgerschaft im Jahre 670 besuchte, sah zwei „sehr große Kirchen“ in Nazareth, die auf die beiden genannten Orte verweisen könnten. Zur Zeit der Kreuzfahrer waren jedoch alle christlichen Stätten in Nazaret verwüstet, nach dem Bericht des Pilgers Saewulf war die gesamte Stadt seit der Eroberung durch die Sarazenen verwüstet.

Die Kreuzfahrer errichteten eine neue Kathedrale, die jedoch bereits 1170 bei einem Erdbeben beschädigt wurde. Reparaturarbeiten konnten wegen der Niederlage der Kreuzfahrer im Kampf gegen die Araber 1187 nicht zu Ende geführt werden, doch sicherten Abkommen zunächst die christliche Pilgerschaft. Am 25. März 1251, dem Tag der Verkündigung des Herrn, nahm der französische König Ludwig IX. der Heilige an der Festtagsmesse in der Basilika teil.

Im Jahr 1263 wurde Nazaret erneut und nun endgültig von den Mameluken erobert und die Verkündigungsbasilika wie alle anderen Kirchen auf Befehl des Sultan Baibars zerstört. Pilgerbesuche wurden jedoch erst 1291 nach dem Fall von Akko und der endgültigen Vertreibung der Kreuzfahrer aus den verbliebenen fränkischen Siedlungen und den Burgen entlang der Küste eingestellt.

1620 konnten die Franziskaner die Ruinen der Kathedrale und der Grotte erwerben. 1730 wurde eine Kirche errichtet, die 1877 vergrößert und ab 1955 durch einen Neubau ersetzt wurde, der als der größte christliche Sakralraum im Nahen Osten gilt. Diese neue Verkündigungsbasilika wurde von Papst Paul VI. 1964 gesegnet und am 23. März 1969 geweiht.

Papst Johannes Paul II. hat hier auf seiner 91. Auslandsreise am 25. März 2000 eine heilige Messe gefeiert[2], Papst Benedikt XVI. am 14. Mai 2009.

Ausstattung

Die Orgel der Oberkirche wurde 2012 von der Orgelbaufirma Rieger (Österreich) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 49 Register auf drei Manualwerken und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.[3]

I Grand' Organo C–a3
Bordone

16'

Principale

8'

Flauto armon.

8'

Gamba 8'
Bordone camino

8'

Ottava 4'
Flauto 4'
Duodecima

22/3'

Decimaquinta

2'

Ripieno grave

IV

2'
Ripieno acuto
III
1'
Cornetto

V

8'
Tromba 16'
Tromba

8'

II Positivo C–a3
Principalino 8'
Bordone 8'
Ottava 4'
Flauto camino 4'
Sesquialtera

II

22/3'
Flauto 2'
Decimanona 11/3'
Piccolo 1'
Cimbalo

III-IV

1'
Cromorne 8'
Tremolo

III Recitativo C–a3
Quintatön 16'
Flauto 8'
Bordone

8'

Viola da Gamba

8'

Viola celeste 8'
Ottavina 4'
Flauto trav.

4'

Nazardo 22/3'
Flauto ottav.

2'

Terza 13/5'
Pienino

II-V

2'
Bassone

16'

Tromba 8'
Oboe 8'
Clarino 4'
Campane (g0-g2)
Tremolo

Pedale C–f1
Principale 16'
Subbasso

16'

Violon 16'
Ottava 8'
Violoncello

8'

Bordone 8'
Flauto concerto

4'

Bombarda 16'
Trombone 8'
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Die Orgel der Unterkirche wurde 2012 von der Orgelbaufirma Rieger erbaut. Das Instrument wurde hinter dem Altar, in zwei Nischen links und rechts des Chores eingefügt. Das Schleifladen-Instrument hat 17 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.[4]

I Grand' Organo C–c4
Principale 8'
Viola da Gamba 8'
Bordone 8'
Ottava 4'
Principale 2'
Ripieno III 11/3'
Tromba 8'
II Positivo express. C–c4
Principalino 8'
Copula 8'
Salicionale 8'
Flauto armon. 8'
Flauto 4'
Sesquialtera II 22/3'
Flauto 2'
Pedale C–g1
Subbasso 16'
Bordone 8'
Bassone 16'

Einzelnachweise

  1. Verkündigungsbasilika
  2. Predigt von Papst Johannes Paul II. in der Verkündigungsbasilika am 25. März 2000
  3. Informationen zur Orgel auf der Website der Orgelbaufirma
  4. Informationen zur Orgel auf der Website der Orgelbaufirma

Weblinks

 Commons: Church of the Annunciation  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Verkündigungsbasilika (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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