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Verein Naturschutzpark


Der Verein Naturschutzpark e.V. (kurz: VNP) wurde 1909 in München mit dem Ziel gegründet, großflächig Naturschutz zu betreiben.

Geschichte

Nach dem Vorbild der amerikanischen Nationalparks wollte der Verein in Mitteleuropa in den wichtigen und repräsentativen Naturräumen – Hochgebirge, Mittelgebirge und Tiefland – Gebiete von jeweils mindestens 20.000 Hektar unter Schutz stellen.

Im Hochgebirge hat der Verein maßgeblich dazu beigetragen, dass der erste Nationalpark in Österreich im heutigen Nationalpark Hohe Tauern entstand. Die hier teilweise bereits seit 1913 im Eigentum des Vereins befindlichen Flächen (rund 3200 Hektar) liegen im Sonderschutzgebiet und im Kerngebiet dieses Nationalparks.

Im Mittelgebirge konnte der Verein zur Zeit seiner Gründung zunächst keine Flächen erwerben. Die ins Auge gefassten Gebiete (z.B. Bayerischer Wald) wurden nicht verkauft. Im Jahr 1956 initiierte der damalige Vorsitzende des VNP, Alfred Toepfer aus Hamburg, ein Programm zur Gründung von Naturparken. Dies hatte auch die Ausweisung großräumiger und schutzwürdiger Mittelgebirgslandschaften zur Folge. Heute gibt es über 100 Naturparke in der Bundesrepublik Deutschland, die unter dem Verband Deutscher Naturparke (VDN) organisiert sind.

Im Tiefland von Norddeutschland wurde der private Verein bereits 1910 – ein Jahr nach seiner Gründung – mit dem Ankauf des „Wilseder Berges“ aktiv. Heute besitzt der VNP mit seiner im Jahr 2002 gegründeten Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide rund 8500 Hektar Eigentumsfläche im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, weitere knapp 1200 Hektar konnten langfristig gepachtet werden. Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide wäre ohne den VNP nicht entstanden.

Bedeutung der Lüneburger Heide

Die Bedeutung dieses Naturschutzgebietes ist international anerkannt. Bereits im Jahr 1967 wurde ihm - als erstem in Deutschland – vom Europarat in Straßburg das Europa-Diplom zugesprochen. Die damit verbundenen Auflagen werden in einem fünfjährlichen Turnus überprüft. Bisher wurde die Auszeichnung bei jeder Überprüfung neu bestätigt. Die Heideflächen im Naturschutzgebiet sind die größten zusammenhängenden Reste binnenländischer Zwergstrauchheiden Mitteleuropas. Sie haben deshalb für eine spezielle Tier- und Pflanzenwelt eine überlebenswichtige Bedeutung. Heute befinden sich fast alle Heideflächen des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide im Besitz der zum Verein gehörenden Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide.

Der hohe Waldanteil von knapp 60 Prozent macht das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide gleichzeitig zu einem der größten Waldschutzgebiete Deutschlands. Zusammen mit den vielen hier vorhandenen Moortypen und den Bachläufen stellt dieses Naturschutzgebiet somit eine verkleinerte Abbildung der zum Teil seit Jahrtausenden existierenden Lebensräume im nordwestdeutschen Tiefland dar.

Aufgaben

Seine Aufgabe sieht der Verein gemeinsam mit seiner Stiftung in der Pflege und Bewahrung der Gesamtgefilde der historischen Kulturlandschaft der Lüneburger Heide. Die Lebensräume der historischen Kulturlandschaft sind durch den Menschen geschaffen worden und werden vom VNP und seiner Stiftung mit einer Vielzahl von Pflegemaßnahmen erhalten. Dazu gehört die Beweidung von Heide- und Offenlandflächen mit sechs eigenen Herden der Grauen Gehörnten Heidschnucke. Das Plaggen und Schoppern von vergrasten Heideflächen wird ebenso durchgeführt wie das Mähen oder Abbrennen veralteter Heide. Ferner müssen die Heiden im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide entkusselt, d.h. von aufkommenden Gehölzen befreit werden, da sie sich ansonsten zu Wald entwickeln würden. Dazu gehören kulturhistorische Landnutzungsformen wie die Nutzung von Hutewald, die Erhaltung der Dreesch-Wirtschaft oder der Schutz von Bau- und Bodendenkmälern. Verein und Stiftung finanzieren sich durch Beiträge der rund 3200 Mitglieder, durch Spenden, durch Einnahmen aus Verpachtungen und durch öffentliche Zuschüsse.

Die Landwirtschaft im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide erhält durch den VNP-Landschaftspflegehof Tütsberg (anerkannter Bioland-Betrieb) neue Impulse. Hier werden Methoden entwickelt, die landwirtschaftliche Nutzung mit Ansprüchen des Naturschutzes in Einklang bringen.

Vorsitzende

  • 1909 bis 1927: Erwin Bubeck (Gutsbesitzer aus Eschenau / Heilbronn)
  • 1927 bis 1940: Heinrich Wilckens (Landgerichtsdirektor aus Bremen)
  • 1940 bis 1941: Friedrich Roselius (Kaufmann aus Bremen)
  • 1941 bis 1942: Hofrat Walther Keller (Stuttgart)
  • 1943 bis 1953: Hans Domizlaff (Egestorf)
  • 1954 bis 1984: Alfred Toepfer (Hamburg)
  • 1985 bis 1993: Fritz Kellinghusen (Hamburg)
  • 1993 bis 2008: Hans Joachim Röhrs (Oberkreisdirektor a.D. des Landkreises Harburg)
  • seit 2008: Wilfried Holtmann (Vögelsen)

Weblinks


Kategorien: Umwelt- und Naturschutz (München) | Naturschutzorganisation (Deutschland) | Gegründet 1909

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