Verbandsgemeinde Wittlich-Land (1968–2014) - LinkFang.de





Verbandsgemeinde Wittlich-Land (1968–2014)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten (Stand 2014)
Bestandszeitraum: 1968–2014
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 235,38 km²
Einwohner: 21.481 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 2 31 5008
Verbandsgliederung: 24 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.vg-wittlich-land.de
Bürgermeister: Christoph Holkenbrink (CDU)
}
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land war eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten 24 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der Stadt Wittlich, die aber der Verbandsgemeinde nicht angehörte.

Zum 1. Juli 2014 wurde die Verbandsgemeinde mit der Verbandsgemeinde Manderscheid zu einer neuen und größeren Verbandsgemeinde Wittlich-Land zusammengelegt.

Geographie

Die Höhenlage des Wittlicher Landes reicht von 125 m bei Platten im Liesertal bis auf 448 m auf dem Kellerberg bei Dierscheid, der höchsten Erhebung der Südeifel, zu deren Landschaft der größere Teil des Verbandsgemeindegebietes gehört, während der kleinere Teil landschaftlich dem Moseltal zuzuordnen ist. Durch die Ausläufer der Eifelberge fließen die zwei Nebenflüsse der Mosel, Salm und Lieser.

Verbandsangehörige Gemeinden

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Altrich 16,25 1.617
Arenrath 6,77 347
Bergweiler 13,24 848
Binsfeld 9,97 1.144
Bruch 8,63 468
Dierscheid 2,42 165
Dodenburg 3,84 97
Dreis 11,26 1.348
Esch 2,29 409
Gladbach 3,60 353
Heckenmünster 4,88 146
Heidweiler 10,29 173
Hetzerath 13,87 2.173
Hupperath 4,11 571
Klausen 9,22 1.392
Landscheid 30,20 2.068
Minderlittgen 8,19 681
Niersbach 12,82 685
Osann-Monzel 16,58 1.612
Platten 6,63 870
Plein 7,22 624
Rivenich 7,78 711
Salmtal 14,09 2.365
Sehlem 11,25 907
Verbandsgemeinde Wittlich-Land 235,38 29.454

(Einwohner am 31. Dezember 2014 )[1]

Geschichte

Der größte Teil der Ortschaften des Wittlicher Landes stammt aus der fränkischen Siedlungsperiode des 6. bis 8. Jahrhunderts. Um die Jahrtausendwende findet man einzelne Orte im Besitz verschiedener Klöster und kleinerer Lehnsherrschaften. Im Bereich des Wittlicher Landes überschnitten sich die Herrschaftsbereiche des Erzbistums Trier und der Grafschaft Luxemburg, zwischen denen es wegen gegenseitiger Gebietsansprüche häufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Im Jahre 1146 fiel die Entscheidung, die den Bestand der Grenzen bis zum Ende des alten Reiches sicherte. Der Erzbischof baute die Burgen Obermanderscheid und Neuerburg bei Wittlich als Landesburgen aus, die ihm als Grenzsicherung gegen Luxemburg dienten. Nachdem die Erzbischöfe von Trier zu Anfang des 14. Jahrhunderts die Würde eines Kurfürsten erlangt hatten, fiel das Wittlicher Land in den Bereich von vier kurfürstlichen Ämtern: Wittlich, Manderscheid, Pfalzel und Bernkastel. Das Dorf Dreis gehörte der Abtei Echternach.

Der westliche Teil des Wittlicher Landes mit der Herrschaft Bruch gehörte zum Herzogtum Luxemburg. Dieser Bereich umfasste die Gemeinden Bruch, Dierscheid, Gladbach, Greverath, Heidweiler, Heckenmünster und Niersbach. Die Gemeinde Dodenburg zählte zur Herrschaft Scharfbillig.

Während der Zeit der französischen Annexion von 1794 bis 1814 gehörte das Wittlicher Land mit seinem größten Teil zum Département de la Sarre, im übrigen zum Département des Forêts. Unter preußischer Verwaltung bildete Wittlich im Regierungsbezirk Trier der Rheinprovinz einen eigenen Landkreis mit mehreren Bürgermeistereien.

1970 wurde die vergrößerte Verbandsgemeinde im Zuge einer Verwaltungsreform aus Teilen der ehemaligen Verbandsgemeinde Wittlich-Land, der Verbandsgemeinde Binsfeld sowie der Verbandsgemeinde Hetzerath gebildet.

Verbandsgemeinderat

Der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land bestand aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[2]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2009 8 16 4 8 36 Sitze
2004 8 18 2 8 36 Sitze
1999 10 20 6 36 Sitze

Wirtschaft

Die wirtschaftliche Struktur der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, früher geprägt durch Land- und Forstwirtschaft sowie den Weinbau, hat sich seit den 1960er Jahren Schritt für Schritt in Richtung auf verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verändert.

Durch die Flächennutzungsplanung der Verbandsgemeinde und entsprechende Bebauungspläne der Ortsgemeinden werden Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen und erschlossen. Dies geschieht schwerpunktmäßig in den im Regionalen Raumordnungsplan mit der besonderen Funktion „Gewerbe“ ausgewiesenen Ortsgemeinden Binsfeld, Hetzerath, Landscheid und Salmtal, im „Industriepark Region Trier“ sowie in den Ortsgemeinden Dreis, Klausen, Osann-Monzel und Sehlem im Rahmen der Eigenentwicklung.

Verkehr

Durch die Eifelautobahn (A 1/48) Koblenz - Trier ist Wittlich-Land aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz, dem angrenzenden Köln-Bonner Raum und dem Ruhrgebiet zu erreichen. Seit dem Jahr 2003 stellt die weitergebaute A 60 eine Verbindung über Bitburg nach Lüttich und Brüssel dar. Ein Netz von Landes- und Kreisstraßen sorgt für die Naherschließung. Die Bahnstrecke Koblenz-Trier hat Stationen in Wittlich, Salmtal, Sehlem und Hetzerath. Linienbusse im Verkehrsverbund Region Trier vervollständigen das öffentliche Personen-Nahverkehrs-Netz von der Kreisstadt Wittlich aus.

Tourismus

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land wird touristisch auch als „Moseleifel“ bezeichnet.

Der Maare-Mosel-Radweg entstand auf der ehemaligen Bahntrasse Daun - Lieser mit der Fortführung nach Bernkastel-Kues. Der Radweg Wittlicher Senke verläuft zwischen Wittlich und Schweich durch das Gebiet der Verbandsgemeinde und der Salm-Radweg verläuft entlang der Salm zwischen Dreis und Klüsserath/Mosel. An das überregionale Wanderwegenetz ist die Verbandsgemeinde durch den Eifelsteig angebunden. Dieser Premiumwanderweg führt von Himmerod kommend durch das Salmtal bis Bruch und dann durch das Heckenland über Greverath bis nach Kordel an der Kyll.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Verbandsgemeinderat

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Verbandsgemeinde Wittlich-Land (1968–2014) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.