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Verbandsgemeinde Brohltal


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: AhrweilerVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Fläche: 138,45 km²
Einwohner: 18.192 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 1 31 5004
Verbandsgliederung: 17 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Webpräsenz: www.brohltal.de
Bürgermeister: Johannes Bell
}
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Verbandsgemeinde Brohltal ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Der Verwaltungssitz befindet sich in der Ortsgemeinde Niederzissen. Die Verbandsgemeinde wurde 1970 gebildet.

Charakteristisch ist für das Brohltal der ihr den Namen gebende Brohlbach. Touristisch interessant sind der Laacher See mit der Abtei Maria Laach, die Burg Olbrück und der Vulkan-Expreß, eine historische Schmalspurbahn.

Geographie

Die Verbandsgemeinde Brohltal bildet zusammen mit den Verbandsgemeinden Vordereifel, Mendig und Pellenz die Vulkanische Osteifel, eine von drei Teilregionen in die sich die Vulkaneifel gliedert.

Verbandsangehörige Gemeinden

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Brenk 3,08 174
Burgbrohl 10,62 3.133
Dedenbach 7,63 448
Galenberg 2,28 204
Glees 11,45 615
Hohenleimbach 10,17 348
Kempenich 11,91 1.863
Königsfeld 7,20 653
Niederdürenbach 6,82 943
Niederzissen 11,95 2.691
Oberdürenbach 6,94 623
Oberzissen 2,73 1.088
Schalkenbach 10,29 813
Spessart 8,72 747
Wassenach 6,16 1.173
Wehr 9,93 1.167
Weibern 10,56 1.509
Verbandsgemeinde Brohltal 138,45 18.192

(Einwohner am 31. Dezember 2014 )[1]

Geschichte

Verbandsgemeinde

Im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz, die in der Zeit zwischen 1965 und 1975 erfolgte, wurden bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal, zunächst mit Wirkung vom Oktober 1968 die bisherigen Ämter Burgbrohl und Kempenich im Landkreis Mayen und das Amt Niederzissen im Landkreis Ahrweiler in Verbandsgemeinden umgewandelt.[2]

Die Verbandsgemeinde Brohltal wurde im Rahmen des Achten Verwaltungsvereinfachungsgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz (8. VwVeinfG) vom 28. Juli 1970 mit Wirkung vom 7. November 1970 neu gebildet. Sie entstand aus Teilen des aufgelösten Landkreises Mayen mit den Gemeinden

  • Brenk, Burgbrohl, Galenberg, Glees, Wassenach und Wehr (Verbandsgemeinde Burgbrohl),
  • Engeln, Hohenleimbach, Kempenich, Spessart und Weibern (Verbandsgemeinde Kempenich),

sowie aus den zuvor schon zum Landkreis Ahrweiler gehörenden Gemeinden

  • Dedenbach, Königsfeld, Niederdürenbach, Niederzissen, Oberdürenbach, Oberzissen und Schalkenbach (Verbandsgemeinde Niederzissen).

Die vorläufigen Verbandsgemeinden Niederzissen, Burgbrohl und Kempenich wurden gleichzeitig aufgelöst.[3][4]

In einer ersten Phase war am 7. Juni 1969 die Gemeine Burgbrohl aus den aufgelösten Gemeinden Burgbrohl, Niederoberweiler und Oberlützingen neu gebildet worden.

Kommunale Gebietsveränderungen

Nach der Bildung der Verbandsgemeinde wurden:[3]

  • Die Gemeinde Ramersbach wurde am 16. März 1974 in Bad Neuenahr-Ahrweiler eingemeindet
  • Die Gemeinde Engeln wurde am 10. Juni 1979 in die Gemeinde Kempenich eingemeindet

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][5]

Jahr Einwohner
1815 6.243
1835 8.225
1871 8.953
1905 10.911
1939 11.633
1950 12.766
Jahr Einwohner
1961 13.322
1970 14.863
1987 15.938
1997 17.955
2005 18.606
2014 18.192

Religion

Die überwiegend katholische Bevölkerung gehört zum Bistum Trier, die evangelischen Christen gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland.[5]

Politik

Verbandsgemeinderat

Der Verbandsgemeinderat Brohltal besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 8 14 1 10 32 Sitze
2009 8 12 2 10 32 Sitze
2004 7 17 0 8 32 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde Brohltal e.V.

Bürgermeister

Bei der Wahl zum Bürgermeister wurde 2007 Johannes Bell (FWG) gewählt.

Wahlkreise

Die Gemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde gehören zum Wahlkreis Remagen/Sinzig bei den Landtagswahlen und zum Wahlkreis Ahrweiler bei den Bundestagswahlen.

Infrastruktur

Gemäß Landesplanung sind Burgbrohl und Niederzissen als Grundzentrum ausgewiesen.[5]

Behörden

Die zuständigen Gerichte sind das Oberlandesgericht und das Landgericht in Koblenz sowie das Amtsgericht Sinzig. Die Gemeinden sind der Polizeiinspektion Remagen und Adenau (Kempenich, Weibern, Spessart) zugeordnet. Die Verbandsgemeinde liegt im Finanzamtsbezirk Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die zuständige Industrie- und Handelskammer hat ihren Sitz in Koblenz.[5]

In Niederzissen ist eine KFZ-Zulassungsstelle des Landkreises Ahrweiler als Außenstelle eingerichtet.

Bildung

In der Verbandsgemeinde stehen sieben Grundschulen in Burgbrohl, Kempenich, Niederdürenbach, Schalkenbach, Wassenach, Wehr und Weibern, eine Realschule plus in Niederzissen sowie eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Burgbrohl zur Verfügung. Weiterhin gibt es sechs katholische und drei kommunale Kindergärten.[7]

Fremdenverkehr

Die Verbandsgemeinde liegt im Fremdenverkehrsgebiet Eifel/Ahr. Mit dem Prädikat Erholungsort sind die Gemeinden Kempenich und Wassenach versehen, die Gemeinden Burgbrohl, Glees und Niederzissen sind als Fremdenverkehrsorte ausgewiesen.[5]

Weinbau

Burgbrohl und Niederdürenbach gehören zum Weinbaubereich Walporzheim im Weinbaugebiet Ahr.[5]

Literatur

  • Matthias Röcke: Burgen und Schlösser zwischen Ahr und Brohlbach - Berühmte und unbekannte Anlagen im Kreis Ahrweiler. (Mit Photos von Karl Heinz Thurz und mit Übersichtskarte und Markierung der einzelnen Objekte und der wichtigsten Städte. Sehr zahlreiche Literaturnachweise). Köln: J. P. Bachem 1984, 119 S, Abb.
  • Werner D´hein: Natur- und Kulturführer Vulkanland Eifel. Mit 26 Stationen der „Deutschen Vulkanstraße“. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3-935873-15-8.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Dietz: Kommunale Gebiets- und Verwaltungsreform am Beispiel der Verbandsgemeinde Brohltal, Heimatjahrbuch 1996 Kreis Ahrweiler (Online-Ausgabe )
  3. 3,0 3,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seiten 158, 170, 173, 181
  4. Heinz Korbach: Verwaltungsreform im Landkreis Ahrweiler, Heimatjahrbuch 1972 Kreis Ahrweiler (Online-Ausgabe )
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Eckdaten einzelner Schulen nach Schulstandort

Kategorien: Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz | Landkreis Ahrweiler

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Verbandsgemeinde Brohltal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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