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Verband kommunaler Unternehmen


Verband kommunaler Unternehmen e.V.
(VKU)
Zweck: Interessenvertretung der kommunalen Wirtschaft in Deutschland
Vorsitz: Michael Ebling, Präsident und Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin
Gründungsdatum: 1949
Mitgliederzahl: 1.428[1]
Mitarbeiterzahl: ca. 120
Sitz: Berlin
Website: www.vku.de

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt die Interessen von kommunalen Unternehmen gegenüber Gesetzgebungsorganen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene und gilt deshalb als Lobbyverein. Die VKU-Mitgliedsunternehmen kommen aus den Bereichen der Energie- und Wasserversorgung, Abwasserentsorgung sowie Abfallwirtschaft und Stadtreinigung.

Geschichte

Gegründet wurde der VKU 1949 in Rüdesheim am Rhein. Nach dem Zweiten Weltkrieg garantierte der VKU eine effiziente Interessenvertretung und stärkte gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der kommunalen Unternehmen. Nach dem Zusammenbruch der DDR 1989 unterstützte der VKU viele Städte und Gemeinden in Ostdeutschland dabei, kommunale Unternehmen zur Energie- und Wasserversorgung aufzubauen. Seit 2011 gehört der ehemals eigenständige Verband kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS als Abteilung zum VKU.

Der VKU heute

Bundesweit sind über 1.400 Mitgliedsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 110 Milliarden Euro und 245.000 Beschäftigten im VKU organisiert (Quelle: VKU, Stand: 2012). Die Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 46 Prozent in der Strom-, 59 Prozent in der Erdgas-, 80 Prozent in der Trinkwasser-, 65 Prozent in der Wärmeversorgung und 26 Prozent in der Abwasserentsorgung. Sie entsorgen zudem jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 65 Prozent die höchste Recyclingquote unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erreicht.

Der Verband organisiert die fachliche und politische Arbeit in den Sparten Energie, Wasser und Abwasser sowie Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Er nimmt Stellung bei der Vorbereitung von Gesetzen und Verordnungen und formuliert die gemeinsamen politischen Positionen der VKU-Mitglieder und erläutert sie gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit.

2007 hat der Verband seinen Sitz von Köln nach Berlin verlagert. In Brüssel ist der VKU mit einem Büro vertreten, auf Ebene der Bundesländer mit Landesgeschäftsstellen. Präsident des VKU ist seit Januar 2016 der Oberbürgermeister von Mainz, Michael Ebling [2]. Seit September 2015 ist Katherina Reiche Hauptgeschäftsführerin des Verbandes.

Leitung

Präsidenten

Hauptgeschäftsführer/Geschäftsführende Präsidialmitglieder

Statistik

Wirtschaftliche Kennzahlen der 1.400 Mitgliedsunternehmen:

Umsatzerlöse: rund 95 Mrd. €
Anzahl der Beschäftigten: 235.000
Investitionen jährlich: 8.1 Mrd. €

(Stand 2010)

Beitrag der VKU-Mitgliedsunternehmen zur Energie- und Wasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung

Strom/
Mio. kWh
Gas/
Mio. kWh
Wärme/
Mio. kWh
Wasser/
Mio. m³
Abwasser/
Mio. m³
Abgabe der VKU-Unternehmen 234.936 557.922 58.914 3.531 1.663
Deutschland insgesamt 478.5171 955.1141 98.1692 4.5713 10.0713
davon VKU (v. H.) 49,1 58,4 60,0 77,2 16,5

1 Quelle: StatBA, Stand 2009
2 Quelle: AGFW, Stand 2009
3 Quelle: StatBA, Stand 2007

Unterorganisationen

Dem VKU gehören folgende zwei Unterorganisationen an:

Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS

ASEW

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW) ist Teil des VKU. Sie wurde 1989 gegründet und in ihr sind über 270 Stadtwerke und Versorgungsunternehmen, mit dem Ziel den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz zu fördern, zusammengeschlossen (Stand Januar 2013). Nach eigenen Angaben ist die ASEW damit das größte Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in Deutschland.[3]

Die Arbeitsgemeinschaft mit Sitz in Köln organisiert für ihre Mitglieder etwa 40 Veranstaltungen im Jahr, auf denen sie Entscheider und Experten aus der Energiewirtschaft zusammenbringt. Die Schwerpunkte der Veranstaltungen liegen dabei auf Erfahrungsaustausch und Weiterbildung. Zudem fungiert die ASEW als Interessensvertretung der Stadtwerke und als deren Dienstleister, wenn es darum geht, neue Produkte zu entwickeln.[3]

Die ASEW ist im Ökoenergiesektor sehr breit aufgestellt und bietet dort verschiedene Marken an, die von den Mitgliedsunternehmen vertrieben werden:

  • Mit der Marke energreen wird bereits seit 1999 ein auf einem Aufpreismodell basierendes Ökostromprodukt angeboten, welches vor Ort durch den zweckgebundenen Aufpreis für den Ausbau von Erneuerbaren Energien sorgt. Die Marke wird dabei durch die TÜV Nord Gruppe zertifiziert.[4]
  • Ebenfalls ein Ökostromprodukt ist die seit dem Jahr 2006 angebotene Marke watergreen. Im Gegensatz zu energreen handelt es sich hierbei um ein Händlermodell mit RECS-Herkunftsnachweisen, welche teilweise bei Verbraucherschützern umstritten sind. Um u. a. auf diese Kritik zu reagieren, wurde im Jahr 2012 die Marke watergreen+ eingeführt, welche durch das ok-power-Label zertifiziert ist.[5]
  • Seit dem Jahr 2010 bietet die ASEW ihren Mitgliedsunternehmen unter der Marke gasgreen ein Biogasprodukt mit zehnprozentiger Biogasbeimischung an. Die Zertifizierung erfolgt durch die TÜV Nord Gruppe.[6]
  • Anfang 2013 wurde zuletzt die Marke ASEW BLUE in den Markt gebracht, welche ein klimaneutrales Erdgas beinhaltet. Um dieses Ziel zu erreichen, werden durch Gasverbrauch entstehende Emissionen über internationale Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Zertifizierer ist hier der TÜV Rheinland.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Über Uns - www.vku.de , abgerufen am 14. Januar 2016
  2. 2,0 2,1 Carsten Wagner; Stefan Luig: Pressemitteilung 94/2015 . In: vku.de. Verband kommunaler Unternehmen e.V.. 10. November 2015. Archiviert vom Original am 5. Februar 2015. Abgerufen am 14. Januar 2016.
  3. 3,0 3,1 ASEW – Was wir tun Website der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung. Abgerufen am 7. Januar 2013.
  4. energreen-Homepage Abgerufen am 7. Januar 2013.
  5. watergreen-Homepage Abgerufen am 7. Januar 2013.
  6. gasgreen-Homepage Abgerufen am 7. Januar 2013.
  7. ASEW-Website Abgerufen am 7. Januar 2013.

Weblinks


Kategorien: Stadt- oder Gemeindewerke | Verein (Köln) | Kommunalpolitik (Deutschland) | Energiewirtschaftsverband (Deutschland) | Verein (Hessen) | Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland | Rüdesheim am Rhein | Gegründet 1949 | Verein (Berlin)

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