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Veitshöchheim


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: WürzburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 10,76 km²
Einwohner: 9673 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 899 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97209
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 202
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erwin-Vornberger-Platz
97209 Veitshöchheim
Webpräsenz: www.veitshoechheim.de
Bürgermeister: Jürgen Götz (CSU)
}

Veitshöchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und liegt am Main.

Geografie

Gemeindegliederung

Veitshöchheim gliedert sich in zwei Ortsteile:[2]

Nachbargemeinden

Im Norden liegen die Gemeinden Erlabrunn, Thüngersheim und Güntersleben; die östlichen Nachbargemeinden sind Rimpar und Estenfeld. Im Süden grenzt Veitshöchheim direkt an Würzburg, ebenfalls im Süden liegt Zell am Main. Im Westen auf der gegenüberliegenden Mainseite liegt die Gemeinde Margetshöchheim.

Name

Etymologie

Der ursprüngliche Name Hochheim besteht aus dem althochdeutschen Adjektiv hôch und dem althochdeutschen Wort heim. Später wurde der Name des Kirchenpatrons St. Vitus/ St. Veit als Namenszusatz hinzugefügt, um den Ort von Margetshöchheim, auf der gegenüberliegenden Mainseite zu unterscheiden.[3]

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1097 Hocheim
  • 1250 Hochheim
  • 1301 Hoecheim ad sanctum Vitum
  • 1350 Sant Veits Hocheim
  • 1362 Sant Veytz Hoecheim
  • 1376 Vitshoecheym
  • 1554 Veitshocheim
  • 1575 Veitshöcheim
  • 1579 Veitshöchheim

Geschichte

Veitshöchheim wurde im Jahr 779 erstmals erwähnt. Im Jahr 1246 fand im Ort die Wahl zum deutschen König statt, Heinrich Raspe ging als Sieger hervor. Ein eigenes Ortswappen für Veitshöchheim wurde auf Bitten der Gemeindevorsteher im Jahre 1563 durch Fürstbischof Friedrich von Wirsberg gewährt.

Das Schloss Veitshöchheim wurde in den Jahren 1680–1682 unter dem Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach erbaut und 1749–1753 durch Balthasar Neumann erweitert. Mit der Anlage des Hofgartens, der zum Schloss gehört, begann man 1702. Die heute noch erhaltene Pfarrkirche St. Vitus wurde 1691 eingeweiht, die Veitshöchheimer Synagoge in den Jahren 1727–1730 erbaut.

Im Jahr 1814 fiel der Ort endgültig an das Land Bayern, nachdem er nur neun Jahre zuvor zum Großherzogtum Würzburg kam. Die Gemeinde wurde in ihrer heutigen Form im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen 1818 gebildet. Der Bahnhof Veitshöchheim mit Königspavillon wurde 1853–1854 unter Maximilian II. von Bayern erbaut.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberdürrbach aufgelöst. Ihr Hauptteil wurde in die Stadt Würzburg umgegliedert. Der Weiler Gadheim kam zu Veitshöchheim.[4]

Politik

Kommunalwahl 2014

Gemeinderatswahl

Wahlbeteiligung: 62,46 % (4711/7542)[5]

Bürgermeisterwahl

Wahlbeteiligung: 60,28 % (4751/7881)[6]

  • Götz, Jürgen (CSU/ VM): 64,63 %
  • Schnapp, Ute (SPD): 20,12 %
  • Knötgen, Winfried (UWG): 15,24 %

Somit wird Jürgen Götz 1. Bürgermeister der Gemeinde Veitshöchheim. Er löst Rainer Kinzkofer (SPD) ab, der nicht zur Wiederwahl antrat. Rainer Kinzkofer war für 5 Legislaturperioden seit dem 10. September 1986 ununterbrochen im Amt.[7]

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein aus einem dreikugelfüßigen, zweihenkligen, goldenen Kessel herausragender, unbekleideter, golden nimbierter Mann in natürlichen Farben mit vor der Brust gefalteten Händen, begleitet oben rechts und links von je einem sechszackigen golden Stern. In den Aussparungen (Speerruhen) des Tartschenschildes ist links die schwarze Zahl „15“ und rechts die schwarze Zahl „63“ angebracht.“

Wappenerklärung: Das Wappen zeigt das Martyrium des Heiligen Vitus (St. Vitus) im Kessel, des Ortspatrons von Veitshöchheim. Die Zahlen in den Speerruhen des Doppeltartschenschildes formen die Jahreszahl „1563“, die auf das Jahr der Wappengewährung an die Gemeinde am 26. Juli 1563 durch Fürstbischof Friedrich von Wirsberg hinweist.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Bauwerke

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das Altortfest war ein alljährlich im Sommer stattfindendes Fest mit kulinarischen Spezialitäten, wird aber nicht mehr veranstaltet.[8]
  • Fastnacht in Franken, die Prunksitzung des FVF, die jährlich vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird, macht den Ort auch überregional bekannt.
  • Tag der offenen Tür der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, jedes Jahr am ersten Sonntag im Juli
  • Letzte Fuhre, ein Weinfest

Besonderes

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Altort ist eine verkehrsberuhigte Zone. Der gesamte Ort ist so gelegen, dass nur Einwohner und Touristen in den Altort fahren. Die meistbefahrene Straße Veitshöchheims ist die Kreisstraße WÜ 3, die von der B 27 durch den Ortbereich über Güntersleben nach Rimpar führt.

Straße

Veitshöchheim liegt direkt an der B 27 von Würzburg nach Fulda. Die Entfernung zu Würzburg beträgt etwa 6 km. In der Nähe befinden sich die Autobahnen A 3 und A 7.

Bus und Bahn

Veitshöchheim ist durch Busse und Bahnen an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden. Aus Würzburg führen zwei Buslinien nach Veitshöchheim (Linie 11 und 19). Außerdem besitzt der Ort einen Bahnhof an der Main-Spessart-Bahn, der von der Regionalbahn stündlich bedient wird. Die Maintalbrücke Veitshöchheim der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg führt in unmittelbarer Nähe am Hofgarten vorbei.

Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Freizeit- und Sportanlagen

  • Geisbergbad (Freibad) Renovierung im Winter 06/07
  • Freisportanlage mit Dreifachturnhalle, Lehrschwimmbecken und Beachvolleyball-Anlage
  • Tennisplätze
  • Skaterplatz
  • Minigolfanlage
  • vier Fußballplätze

Behörden – Bundeswehr

In der Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim sind unter anderem der Stab der 10. Panzerdivision (10.PzDiv), einer der größten Divisionen des Heeres, samt der Stabs- & Fernmeldekompanie der 10.Panzerdivision und dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim stationiert. Darüber hinaus ist die 5./Feldjägerregiment 3 in der Kaserne beheimatet. Die Kaserne war ehemals Standort der 12. Panzerdivision, der Stabskompanie des Logistikbataillons 12 und des Kraftfahrausbildungszentrum Veitshöchheim. Außerdem ist das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Veitshöchheim als Ortsbehörde der territorialen Wehrverwaltung vorzufinden. An der ebenfalls der territorialen Wehrverwaltung zugehörigen Bundeswehrfachschule Würzburg können ausscheidende Soldaten auf Zeit in den letzten Jahren ihrer aktiven Dienstzeit höherwertige Schulabschlüsse (Mittlere Reife und Fachhochschulreife) erwerben.

Gastronomie

Im Ort existieren heute mehr als 25 Gaststätten und Cafés.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Veitshöchheim verbunden

Weblinks

 Commons: Veitshöchheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Veitshöchheim. auf der Webseite Bayerische Landesbibliothek Online
  3. 3,0 3,1 Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 229 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 755.
  5. Ergebnis Gemeinderatswahl Veitshöchheim 2014.
  6. Ergebnis Bürgermeisterwahl Veitshöchheim 2014.
  7. 21 Jahre Bürgermeister Rainer Kinzkofer. (PDF; 18,5 MB)
  8. Veitshöchheim: Altortfest abgesagt. In: Mainpost. 12. Juni 2009.
  9. Guinness Buch der Rekorde. Ullstein-Verlag, 1990, S. 189.
  10. K. Flügel: Der Bau der Maintalbrücke Veitshöchheim – ein neuer Weltrekord im Taktschieben.
  11. Nobelpreisträger in Würzburg. (PDF; 253 kB) Sparkassen Stiftung Würzburg.

Literatur

  • Thomas Struchholz: Veitshöchheim. Eine Chronik aus Franken. Struchholz Kunst GbR, Veitshöchheim 2012, ISBN 978-3-9812318-4-7.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Veitshöchheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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