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Vaucluse (Doubs)


Vaucluse
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Montbéliard
Kanton Valdahon
Koordinaten
Höhe 416–704 m
Fläche 5,01 km²
Einwohner 118 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km²
Postleitzahl 25380
INSEE-Code

Vaucluse ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie

Vaucluse liegt auf 500 m , acht Kilometer westlich von Maîche und etwa 29 km südlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, abgeschieden in einem Talkessel des Ruisseau de Vaucluse, der sich einzig nach Osten zum Tal des Dessoubre öffnet, unterhalb der Hochfläche von Belleherbe.

Die Fläche des 5,01 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der zentrale Teil des Gebietes wird vom Talkessel von Vaucluse eingenommen, der an der Oberkante einen Durchmesser von ungefähr 1 bis 1.5 Kilometer aufweist. Im Süden, Westen und Norden wird dieser Talkessel von fast 200 m hohen Steilhängen flankiert, die an der Oberkante an verschiedenen Orten von den Felsen einer widerstandsfähigen Kalksteinschicht gekrönt werden. Die Gemeindegrenze verläuft meist entlang dieser Oberkante. Mit 704 m wird auf der Hochfläche von Belleherbe die höchste Erhebung von Vaucluse erreicht.

Entwässert wird der Talkessel von Vaucluse durch den Ruisseau de Vaucluse, der sich unterhalb des Dorfes schluchtartig in das Gelände eintieft, bevor er in den Dessoubre mündet. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal entlang dem Dessoubre, welcher stets die östliche Grenze bildet. Es umfasst den westlichen Talhang mit der Geländeterrasse von Frémondans.

Zu Vaucluse gehört der Weiler Frémondans (570 m ) auf einer Geländeterrasse am linken Talhang des Dessoubre. Nachbargemeinden von Vaucluse sind Belleherbe im Norden, Cour-Saint-Maurice und Battenans-Varin im Osten, Rosureux im Süden sowie Charmoille im Westen.

Geschichte

Das Gemeindegebiet von Vaucluse war bereits sehr früh besiedelt, was anhand von archäologischen Fundstücken (Knochen, Silexsteine) aus dem Paläolithikum in der Höhle von Vaucluse bestätigt werden konnte.

Im frühen 6. Jahrhundert gründeten Mönche aus dem Kloster Saint-Maurice im Schweizer Kanton Wallis im Talkessel von Vaucluse ein Benediktinerpriorat. Die hier siedelnden Mönche sorgten für die Rodung und Urbarmachung der Gegend. Neben dem Kloster entstand im Lauf der Zeit die Ortschaft Vaucluse. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten

Die heutige Gestalt und Bausubstanz des ehemaligen Klosters von Vaucluse stammt zur Hauptsache aus dem 17. Jahrhundert. Heute sind die Konventsgebäude Sitz eines Medizinisch-Pädagogischen Zentrums. Im Ortskern sind verschiedene Bauernhäuser im traditionellen Stil der Franche-Comté aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 119
1968 87
1975 93
1982 71
1990 70
1999 69
2006 100

Mit 118 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013 ) gehört Vaucluse zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1911 wurden noch 307 Personen gezählt), wurde in den letzten Jahren wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Vaucluse war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Viehzucht und Milchwirtschaft, Acker- und Obstbau) geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Gemeinde liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen. Die Hauptzufahrt erfolgt von Cour-Saint-Maurice an der Departementsstraße D464, die von Maîche nach Sancey-le-Grand führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Charmoille und Rosureux.


Kategorien: Gemeinde im Département Doubs | Ort in der Franche-Comté

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Vaucluse (Doubs) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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