Vatikanische Grotten - LinkFang.de





Vatikanische Grotten


Die Vatikanischen Grotten unterhalb des Petersdoms in der Vatikanstadt sind eine große Krypta mit Papstgräbern und bestehen aus mehreren großen Räumen. Sie liegen zusammen mit der Confessio und Palliennische, unter der sich das Petrusgrab mit dem „Tropaion des Apostels“ aus dem Jahr 160 befindet, sowie der Capella Clementina in etwa auf dem Fußbodenniveau der ersten konstantinischen Petersbasilika aus dem Jahr 324. Eine enge Treppe im vorderen rechten Pfeiler der Vierung unter der Kuppel des Petersdoms führt in die Grotten hinab. Sie werden jährlich von Millionen Gläubigen und Touristen aus aller Welt besucht. Die Vatikanischen Grotten sind nicht mit der Vatikanischen Nekropole zu verwechseln. Letztere befindet sich unterhalb der Vatikanischen Grotten und ist ein antikes Gräberfeld.

23 von 264 verstorbenen Päpsten sind hier bestattet, darunter der aus Deutschland stammende Gregor V. († 999). Auch der deutsche Kaiser Otto II. († 983) fand hier seine letzte Ruhestätte. Als dritter Deutscher ist der Theologe und Politiker der Deutschen Zentrumspartei, Ludwig Kaas († 1952) in den vatikanischen Grotten bestattet. Sein Leichnam wurde 1957 auf Wunsch Papst Pius XII. vom Campo Santo Teutonico hierhin umgebettet, da unter Kaas' Leitung der Ausbau der Grotten in der heutigen Form im Zusammenhang mit den Ausgrabungen unter St. Peter in den 1940er Jahren erfolgte. Anlass für die Ausgrabungen und damit auch Erweiterung der Grotten war die Ausschachtung des Grabes für Papst Pius XI. im März 1939, das den Gläubigen zugänglich gemacht werden sollte und bei der man die antike römische Nekropole unterhalb der heutigen Grotten von St. Peter entdeckte.

Seit Papst Pius X. († 1914), dessen Gebeine allerdings seit der Heiligsprechung 1954 in einem Glassarg im Petersdom aufgebahrt sind, wurden alle nachfolgenden Päpste hier begraben. Papst Pius XII., der die Ausgrabungen angeordnet hatte, wurde 1958 in der Mittelachse der Ringkrypta hinter der Capella Clementina beigesetzt. Die letzte Bestattung war die von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2005 im früheren Grab von Johannes XXIII. († 1963), dessen Reliquien nach seiner Seligsprechung im Jahr 2000 ebenfalls in einen gläsernen Schrein in den Petersdom überführt wurden.

Auch die zur katholischen Kirche konvertierte Königin Christina von Schweden († 1689) hat ihre letzte Ruhestätte in den Vatikanischen Grotten gefunden, ebenso wie die aus Polen gebürtige englische Titularkönigin Maria Clementina Stuart († 1735).

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Grotte vaticane  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Krypta | Petersdom | Archäologischer Fundplatz in Latium | Bauwerk in der Vatikanstadt

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische Grotten (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.