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Vals (Tirol)


Vals
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Hauptort: St. Jodok
Fläche: 48,71 km²
 :
Höhe: 1129 m ü. A.
Einwohner: 537 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6154
Vorwahl: 05279
Gemeindekennziffer: 7 03 62
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schmiedanger 1
6154 Vals
Website: www.vals.at
Politik
Bürgermeister: Klaus Ungerank (Alternative Vals-St. Jodok)
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)
5 Alternative Vals-St. Jodok, Bgm. Klaus Ungerank,
4 Bauern - Allgemeine Liste,
2 Heimatliste Vals-St. Jodok
Lage der Gemeinde Vals im Bezirk Innsbruck-Land
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Vals ist eine Gemeinde mit 537 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie

Lage

Vals umfasst das gesamte sechs Kilometer lange Valsertal, das sich bei St. Jodok mit dem Schmirntal vereint und bei Stafflach in das Wipptal mündet. Ebenfalls zu Vals zählt Padaun.

Das Gemeindegebiet reicht dabei bis zum Tuxer Hauptkamm auf eine Höhe von über 3000 m. Im Südosten bildet die Gemeinde zugleich die Grenze nach Südtirol (Italien).

Das Tal wird vom Valser Bach durchflossen, der in St. Jodok den Schmirnbach aufnimmt und bei Stafflach in die Sill mündet.

Hauptort ist St. Jodok, dessen gleichnamige nördliche Hälfte allerdings zur Gemeinde Schmirn gehört. Bei St. Jodok gewinnt die Brennerbahn mit einer Schleife an Höhe.

Nachbargemeinden

Drei der fünf Nachbargemeinden liegen im Bezirk Innsbruck Land, je eine im Bezirk Schwaz bzw. in Südtirol.

Steinach am Brenner Schmirn
Gries am Brenner Finkenberg (Bezirk Schwaz)
Gries am Brenner Pfitsch (Südtirol) Italien

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1313 als „Valles“.[1] Der Name leitet sich von vallis (lat. für Tal) ab, da das Gebiet einst von romanisch sprechenden Bauern des Wipptals als Almgebiet genutzt wurde.

Im Mittelalter wurde im Valser Tal Marmor abgebaut, unter anderem stammen die Böden der Hofburg in Innsbruck und des Innsbrucker Doms von hier.[1]

1809 war Vals Kampfgebiet im Zuge der Schlacht am Bergisel.[1]

1942 wurde das gesamte Tal unter Naturschutz gestellt, 2001 erfolgte eine Neuverordnung von 35,19 km² des hinteren Valsertales[2] als Natura 2000-Gebiet.[3]

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Vals Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter für den geplanten Abbau von Molybdän bis auf 2950 m Seehöhe nahe der Alpeiner Scharte eingesetzt und viele starben dabei. Dazu wurden dort Zwangsarbeiterlager errichtet. Der Abbau von Molybdän gelang nicht.[4]

Politik

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.[5]

Klaus Ungerank (Alternative Vals-St. Jodok) wurde zum Bürgermeister und Josef Mair (Bauern - Allgemeine Liste) zum Vizebürgermeister gewählt.

Gemeinderat Vals nach der Wahl 2016
Partei Stimmenanteil Stimmen Sitze
Alternative Vals-St. Jodok,
Bgm. Klaus Ungerank
44,99 % 166 5
Bauern - Allgemeine Liste 39,02 % 144 4
Heimatliste Vals-St. Jodok 15,99 % 59 2

Wappen

Blasonierung:

„In Rot eine gestürzte halbe schwarze Spitze mit einer goldenen Krone.“

Das Wappen besteht aus einem stilisiertem V, das die Struktur des Tales symbolisiert, sowie der Krone des heiligen Jodok.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Vals

Weblinks

 Commons: Vals  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 www.geschichte-tirol.com: Vals
  2. tiris: Karte des Naturschutzgebiets
  3. Naturschutzgebiet Valsertal (Land Tirol)
  4. Republikanischer Klub Neues Österreich Matthias Breit: Das Molybdänbergwerk Vals–Alpeinerscharte 1941–1945: Fotos und Dokumente, Vortrag, Programm März April 2009
  5. [1] tirol Unser Land


Kategorien: Ort im Bezirk Innsbruck Land | Vals (Tirol) | Gemeinde in Tirol

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Vals (Tirol) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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