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Vöhrenbach


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 797 m ü. NHN
Fläche: 70,47 km²
Einwohner: 3813 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78147
Vorwahl: 07727
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 068
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedrichstraße 8
78147 Vöhrenbach
Webpräsenz: www.voehrenbach.de
Bürgermeister: Robert Strumberger
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Vöhrenbach ist eine kleine Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt Vöhrenbach liegt im Tal der Breg im mittleren Schwarzwald zwischen Furtwangen und der Kreisstadt Villingen-Schwenningen. Der Waldanteil an der Gesamtfläche liegt bei 77 %.

Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden an die Stadt St. Georgen im Schwarzwald, im Osten an Villingen-Schwenningen, Unterkirnach und Donaueschingen, im Süden an Bräunlingen und Eisenbach (Hochschwarzwald), im äußersten Südwesten an Titisee-Neustadt und im Westen an die Stadt Furtwangen. Bis auf Eisenbach und Titisee-Neustadt (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) gehören die Nachbargemeinden zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Stadtgliederung

Vöhrenbach besteht aus der Stadt Vöhrenbach (in den Grenzen von 1970) und den drei Stadtteilen Hammereisenbach-Bregenbach, Langenbach und Urach sowie 89 weiteren Dörfern, Weilern, Zinken, Höfen und Häusern.[2][3]

→ Siehe auch: Liste der Orte im Schwarzwald-Baar-Kreis

Die offizielle Benennung der Stadtteile erfolgt durch den vorangestellten Namen der Stadt und durch Komma getrennt das Wort „Stadtteil“ und der Name des jeweiligen Stadtteils. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit der früher selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die Kernstadt und die drei Stadtteile bilden Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung und in den drei Stadtteilen sind jeweils kommunalrechtliche Ortschaften mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Im Stadtteil Hammereisenbach-Bregenbach liegt die abgegangene Burg Neufürstenberg.

Geschichte

Vöhrenbach erhielt im Jahre 1244 von den Grafen von Urach als Konkurrenz zu Villingen das Stadtrecht. Die Stadt konnte jedoch nie auch nur annähernd die Bedeutung Villingens erreichen. 1806 kam die Stadt zum neu gegründeten Großherzogtum Baden.

Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform wurden am 1. Juli 1971 Hammereisenbach-Bregenbach und am 1. Dezember 1971 Langenbach sowie Urach eingemeindet.

Siehe auch: Krumpenschloss

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Vöhrenbach hat 14 Mitglieder. Die Unechte Teilortswahl und damit die Gliederung des Stadtgebiets in vier Wohnbezirke wurde bereits zur Gemeinderatswahl 2009 aufgehoben. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,1 % (2009: 52,4 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

CDU 9 Sitze 66,9 % (2009: 40,4 %, 6 Sitze)
Bürger- und Wählervereinigung (BWV) 5 Sitze 33,1 % (2009: 25,0 %, 3 Sitze)
SPD 0 Sitze 0,0 % (2009: 34,6 %, 5 Sitze)

Bürgermeister

Nach der Sage der „Sieben Jungfrauen“ soll es in Vöhrenbach nicht möglich sein, einen Bürgermeister in seinem Amt zu bestätigen. Die Herren Sorg, Neininger und Wolf wurden nach der ersten Amtsperiode abgewählt. Erst Karl-Heinz Schneider gelang es 1981, wiedergewählt zu werden. Als sich Karl-Heinz Schneider 1997 für eine vierte Amtsperiode bewarb, gewann sein Herausforderer Robert Strumberger.[4] Und auch Robert Strumberger wurde bereits zweimal wiedergewählt.

  • 1918−1931: Karl Kraut
  • 1939−1941: Paul Siedle
  • 1941−1945: Fritz Dold
  • 1945: Karl Faller
  • 1946: Bernhard Wiedemann
  • 1946: Egon Hettich
  • 1946–1957: Ernst Sorg
  • 1957−1964: Johann Neininger (1957–1971 Bürgermeister in Langenbach, 1971–1977 Ortsvorsteher in Langenbach)
  • 1964−1972: Heinrich Wolff
  • 1972−1997: Karl-Heinz Schneider
  • Seit 1997: Robert Strumberger

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau ein goldener Wellenschrägbalken, darin eine aufwärtsschwimmende rote Forelle.“

Wappen der Ortsteile

Partnerschaften

Vöhrenbach unterhält seit 1973 partnerschaftliche Beziehungen zu der französischen Gemeinde Morteau in der Franche-Comté.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Ort liegt an der Deutschen Uhrenstraße.

Bauwerke

  • Ein besonderes Baukulturdenkmal ist die Linachtalsperre. Dieses jahrelang stillgelegte Wasserkraftwerk wurde ab 16. März 2007 neu aufgestaut und reaktiviert. 1,2 Millionen Kilowattstunden soll das Erneuerbare-Energie-Kraftwerk erbringen. Nebenher soll der Linachstausee künftig zur Touristenattraktion werden.[5]
  • Die katholische Pfarrkirche Allerheiligen im Ortsteil Urach stammt aus dem 11. bis 18. Jahrhundert und enthält Kunstwerke von Matthias Faller.
  • Das Uhrmacherhäusle aus dem Jahre 1726 wurde kürzlich saniert.
  • Bruderkirchle oder Michaelskapelle: Die Kapelle an der Steige der alten Straße von Vöhrenbach über Herzogenweiler nach Villingen wurde um 1580 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Sport

Der seit 1997 jährlich veranstaltete Schwarzwald-Bike-Marathon führt auch durch Vöhrenbach.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft der Stadt ist geprägt von mittelständischer Industrie, Handwerk und Gewerbe sowie Tourismus. In den Ortschaften spielt die Landwirtschaft eine größere Rolle. Wirtschaftlich ist Vöhrenbach stark verbunden mit der Nachbarstadt Furtwangen.

Verkehr

Die Verbindungen nach Furtwangen und Villingen sind über die L 173 sichergestellt. Die L 172 bietet eine Verbindung nach Titisee-Neustadt sowie via L 180 nach Donaueschingen. Die östlich von Villingen-Schwenningen verlaufende A 81 ist die am Nächsten gelegene Autobahn.

Bis 1972 war Vöhrenbach auch durch die Bregtalbahn (DonaueschingenFurtwangen) erschlossen. Der westliche Streckenabschnitt von Bräunlingen nach Furtwangen wurde jedoch nach der Stilllegung in einen Radweg umgewandelt.

Bildung

In Vöhrenbach gab es mit der Josef-Hebting-Schule eine Grund- und Hauptschule. Mit der Neuorganisation der Schullandschaft schloss man sich über die Kreisgrenze hinweg mit den Hauptschulen in Unterkirnach und Eisenbach (Hochschwarzwald) zusammen. Die Josef-Hebting-Schule ist damit jetzt eine Grund- mit Werkrealschule mit Außenstellen in Unterkirnach und Eisenbach [1] . Der Gemeinderat Eisenbach beschloss am 8. Mai 2014, diese Vereinbarung spätestens zum Sommer 2016 zu kündigen.[6] Alle weiterführenden Schulen befinden sich in Furtwangen Für die jüngsten Einwohner gibt es zwei römisch-katholische Kindergärten im Ort.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten

  • August Ganther, Schwarzwälder Heimatdichter, lebte und starb in Vöhrenbach

Weblinks

 Commons: Vöhrenbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 606–609
  3. Hauptsatzung der Stadt Vöhrenbach vom 12. Dezember 2007
  4. Warum werden Bürgermeister abgewählt? Seite 109f.
  5. Wasserkraftwerk wiederbelebt (taz vom 16. März 2007, S. 8, 74 Z. BERNWARD JANZING)
  6. Amts- und Mitteilungsblatt , 15. Mai 2014

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Vöhrenbach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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