Uruguayische Fußballnationalmannschaft - LinkFang.de





Uruguayische Fußballnationalmannschaft


Dieser Artikel behandelt die Fußballnationalmannschaft der Männer. Zur U-20-Mannschaft siehe Uruguayische Fußballnationalmannschaft (U-20-Männer).
Republik Östlich des Uruguay
República Oriental del Uruguay
Spitzname(n) La celeste („Die Himmelblaue“), Charrúas
Verband Asociación Uruguaya de Fútbol
Konföderation CONMEBOL
Technischer Sponsor Puma
Trainer Uruguay Óscar Washington Tabárez
Kapitän Diego Lugano
Rekordtorschütze Luis Suárez (44)
Rekordspieler Maxi Pereira (114)
Heimstadion Estadio Centenario
FIFA-Code URU
FIFA-Rang 12. (1130 Punkte)
(Stand: 14. Juli 2016)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Uruguay Uruguay 0:6 Argentinien Argentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Höchster Sieg
Uruguay Uruguay 9:0 Bolivien Bolivien
(Lima, Peru; 9. November 1927)
Höchste Niederlage
Uruguay Uruguay 0:6 Argentinien Argentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 11 (Erste: 1930)
Beste Ergebnisse Weltmeister 1930, 1950
Südamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 41 (Erste: 1916)
Beste Ergebnisse Sieger 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926, 1935, 1942, 1956, 1959 (II), 1967, 1983, 1987, 1995, 2011
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 1997)
Beste Ergebnisse 4. Platz (1997, 2013)
Olympische Spiele
Gold 1924
Gold 1928
(Stand: 13. Juni 2016)

Die uruguayische Fußballnationalmannschaft repräsentiert Uruguay bei Fußballspielen auf internationaler Ebene. Sie war besonders in den frühen Tagen des professionellen Fußballs eine der weltweit stärksten Nationalmannschaften und ist es nach einigen weniger erfolgreichen Jahrzehnten heute wieder. Sie ist die Fußballnationalmannschaft mit den meisten internationalen Titeln.

Von 1924 bis 1930 gewann sie fünf große Titel in nur sechs Jahren: die olympischen Fußballturniere in Paris und Amsterdam, 1930 die erste Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte im eigenen Land sowie 1924 und 1926 die Copa América. 1950 gewann sie in Brasilien ein zweites Mal die WM. 1954 und 1970 wurde sie jeweils WM-Vierter, konnte sich dann aber mehrmals nicht für die WM qualifizieren oder kam nicht mehr über das WM-Achtelfinale hinaus. Erst 2010 gelang es wieder, ins WM-Halbfinale einzuziehen und am Ende erneut WM-Vierter zu werden. Jedoch konnte in den zurückliegenden Jahrzehnten mehrfach (1942, 1956, 1959, 1967, 1983, 1987, 1995, 2011) der Gewinn der Copa América durch die uruguayische Fußballnationalmannschaft als Erfolg verbucht werden. Mit insgesamt 15 Titeln ist Uruguay seit 2011 Rekordsieger der Copa. Im Juni 2012 kletterte Uruguay auf Rang 2 der FIFA-Weltrangliste. Diese Platzierung war die bislang beste des Landes, musste jedoch schon im Juli 2012 an Deutschland abgegeben werden.

Geschichte

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Von den Anfängen bis 1930

Englische Arbeiter brachten das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts nach Uruguay und bald entwickelte sich der Fußball zum Nationalsport. Den Uruguayern ist es maßgeblich zu verdanken, dass der englische Kick-and-rush-Stil zu Gunsten eines modernen Kombinations- und Dribbelspiels in den Hintergrund zu treten begann.

Das Team aus dem kleinen Uruguay gewann 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926 und 1935 die Copa América. 1919, 1922, 1927 belegte es den zweiten Platz. Bereits hier zeigte sich die Klasse des Fußballlandes Uruguay.

1924 führte der uruguayische Stil auch auf der Weltbühne zum überwältigenden Erfolg über die kontinentaleuropäischen Nationen: Die aus Metzgern, Schuhputzern und Gemüseverkäufern zusammengestellte Mannschaft reiste in der 3. Klasse zu den Olympischen Spielen nach Frankreich. Die Fahrt wurde durch Hypotheken und spontan angesetzte Freundschaftsspiele finanziert. Im ersten Spiel einer südamerikanischen Mannschaft in Europa vor ca. 3000 Zuschauern bezwangen die „Urus“ Jugoslawien mit 7:0, zum zweiten Spiel gegen die USA (3:0) kamen schon 10.455 Zuschauer und zum Viertelfinalspiel (5:1) gegen Gastgeber Frankreich 30.868 Zuschauer. Den 3:0-Erfolg im Finale gegen die Schweiz sahen schließlich 40.522 Zuschauer.

Wie überlegen der südamerikanische dem europäischen Stil war, zeigte sich wieder vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam: Das Finale fand zwischen Uruguay und Argentinien statt. Erst im Wiederholungsspiel bezwang Uruguay nach einem Tor von Hector Scarone zum 2:1-Endstand die Nachbarn.

Die Rivalen vom Río de la Plata trafen auch zwei Jahre später im Finale der ersten Weltmeisterschaft aufeinander. Im Estadio Centenario in Montevideo sahen 93.000 Zuschauer das 4:2 für den Gastgeber. Der Tag des Sieges wurde kurzerhand zum Nationalfeiertag erklärt.

Uruguay: Ballesteros; Mascheroni, Nasazzi; J. L. Andrade, Fernandez, Gestido; Dorado, Scarone, Castro, Cea, Iriarte. Argentinien: Botasso; Della Torre, Paternoster; J. Evaristo, Monti, Juarez; Peucelle, Varallo, Stabile, Ferreira, M. Evaristo. SR Langenus (Belgien). – Tore: 12. Dorado 1:0. 20. Peucelle 1:1. 22. Stabile 1:2. 57. Cea 2:2. 68. Iriarte 3:2. 89. Castro 4:2

Überragende Spieler dieser goldenen Periode des uruguayischen Fußballs war der charismatische José Nasazzi. Der Steinmetz war Spielführer und Spielmacher des Teams. Die „schwarze Perle“ José Leandro Andrade, der große Star des Turniers 1924, war sein kongenialer Partner im Mittelfeld. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Stürmer Hector Scarone und Castro, der trotz des Verlustes seiner rechten Hand weiterhin Tore für Uruguay erzielte.

Fußball-Weltmeisterschaften

Bilanz

Mit zwei Titeln und dreimal Platz 4 rangiert Uruguay unter den zehn besten Nationalmannschaften bei Fußball-Weltmeisterschaften.[2]

1930 in Uruguay Weltmeister
1934 in Italien nicht teilgenommen
1938 in Frankreich nicht teilgenommen
1950 in Brasilien Weltmeister
1954 in der Schweiz 4. Platz
1958 in Schweden nicht qualifiziert
1962 in Chile Vorrunde
1966 in England Viertelfinale
1970 in Mexiko 4. Platz
1974 in Deutschland Vorrunde
1978 in Argentinien nicht qualifiziert
1982 in Spanien nicht qualifiziert
1986 in Mexiko Achtelfinale
1990 in Italien Achtelfinale
1994 in den USA nicht qualifiziert
1998 in Frankreich nicht qualifiziert
2002 in Südkorea/Japan Vorrunde
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika 4. Platz
2014 in Brasilien Achtelfinale

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen

1908 in London nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1920 in Antwerpen nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1924 in Paris Olympiasieger
1928 in Amsterdam Olympiasieger
1936 in Berlin nicht teilgenommen
1948 in London nicht teilgenommen
1952 in Helsinki nicht teilgenommen

Die Amateur-, Olympia- bzw. U-20-Mannschaften konnten sich zwischen 1956 und 2008 entweder nicht qualifizieren oder nahmen nicht teil. Erst für die Olympischen Spiele in London konnte sich wieder eine uruguayische Mannschaft qualifizieren, die als U-23 antrat, in der sieben A-Nationalspieler standen, u. a. der derzeitige Rekordtorschütze Luis Suárez als Mannschaftskapitän und Edinson Cavani. Die Mannschaft schied aber in der Vorrunde aus, wobei Uruguay am 29. Juli 2012 gegen den Senegal erstmals ein Spiel bei einem olympischen Fußballturnier verlor.

1924 und 1928 trat Uruguay in den drei Finalspielen mit folgenden Spielern an:

  • Tor: Mazzali
  • Verteidiger: Arispe, Nasazzi
  • Läufer: Andrade, Fernández (nur 1928 im 1. Finale), Gestido (nur 1928), Ghierra (nur 1924), Plirz (nur 1928 im 2. Finale), Vidal (nur 1924)
  • Sturm: Arremún (nur 1928 im 2. Finale), Borjas (nur 1928 im 2. Finale), Campolo (nur 1928 im 1. Finale), Castro (nur 1928 im 1. Finale), Cea, Figueroa (nur 1928 im 2. Finale), Petrone (1928 nur im 1. Finale), Romano (nur 1924), Scarone (1928 nur im 2. Finale), Urdinarán (1928 nur im 1. Finale)
(Fett gedruckte Spieler standen 1930 auch im WM-Finale)

Bilanz bei der Copa América

  • 2011: Sieger
  • 2015: Viertelfinale
  • 2016: Vorrunde (Copa América Centenario)

Teilnahme am Konföderationen-Pokal

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis[K 1] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1992 Saudi-Arabien nicht qualifiziert
1995 Saudi-Arabien nicht qualifiziert
1997 Saudi-Arabien Spiel um Platz 3 Tschechien Vierter Púa, Víctor Víctor Púa Halbfinalniederlage gegen Australien durch Golden Goal
1999 Mexiko nicht qualifiziert
2001 Südkorea/Japan nicht qualifiziert
2003 Frankreich nicht qualifiziert
2005 Deutschland nicht qualifiziert
2009 Südafrika nicht qualifiziert
2013 Brasilien Spiel um Platz 3 Italien Vierter Óscar Tabárez Beim 8:0 im letzten Gruppenspiel gegen Tahiti steigert Uruguay die eigene Bestmarke für südamerikanische Mannschaften gegen ozeanische Mannschaft um ein Tor
Niederlage im Spiel um Platz 3 im Elfmeterschießen
  1. Laut All-time Ranking 1992–2009 [1] (PDF; 1,8 MB)

Weitere Erfolge

Junioren

U-20

U-17

U-15

Rekordspieler

Rekordinternationale

Noch aktive Spieler sind fett gedruckt.

Stand: 13. Juni 2016: [5][6]
# Name Zeitraum Spiele Tore
1 Maxi Pereira 2005–aktiv 114 3
2 Diego Forlán 2002–2014 112 36
3 Diego Godín 2005–aktiv 100 8
4 Diego Lugano 2003–aktiv 95 9
5 Cristian Rodríguez 2003–aktiv 91 9
6 Diego Pérez 2001–aktiv 89 2
7 Edinson Cavani 2008–aktiv 84 32
Luis Suárez 2007–aktiv 84 44
9 Fernando Muslera 2009–aktiv 82 0
10 Egidio Arévalo 2006–aktiv 81 0
11 Alvaro Pereira 2008–aktiv 80 7
12 Rodolfo Rodríguez 1976–1986 78 0
13 Fabián Carini 1999–2009 74 0
14 Enzo Francescoli 1982–1997 73 17

Rekordtorschützen

# Spieler Zeitraum Tore Spiele Schnitt
1 Luis Suárez 2007– 44 84 0,52
2 Diego Forlán 2002–2014 36 112 0,32
3 Edinson Cavani 2008– 32 84 0,38
4 Héctor Scarone 1917–1930 31 52 0,60
5 Ángel Romano 1911–1927 28 69 0,41
6 Omar Oscar Míguez 1950–1958 27 39 0,69
7 Sebastián Abreu 1996– 26 70 0,37
8 Pedro Petrone 1923–1930 24 29 0,83
9 Carlos Aguilera 1982–1997 22 64 0,34
Fernando Morena 1971–1983 22 53 0,42

(Stand: 13. Juni 2016)

Erweiterter Kader

(Stand: 8. September 2014; Quelle: www.transfermarkt.de und weltfussball.de)

Siehe auch: Akuteller Kader

Name Verein Geburtsdatum Länderspiele Tore Letzter Einsatz
Tor
Castillo, Juan Guillermo Juan Guillermo Castillo Kolumbien Deportivo Pasto 17.04.1978 13 0 25.03.2011
Muñoz, Rodrigo Rodrigo Muñoz Paraguay Club Libertad 22.01.1982 0 0 n.n.
Muslera, Fernando Fernando Muslera Turkei Galatasaray Istanbul 16.06.1986 63 0 05.09.2014
Silva, Martín Martín Silva Brasilien Vasco da Gama 25.03.1983 5 0 08.09.2014
Abwehr
Cáceres, Martín Martín Cáceres Italien Juventus Turin 07.04.1987 63 1 08.09.2014
Coates, Sebastián Sebastián Coates England AFC Sunderland 07.10.1990 16 0 19.06.2014
Corujo, Mathías Mathías Corujo Chile CF Universidad de Chile 08.05.1986 2 0 08.09.2014
Fucile, Jorge Jorge Fucile Uruguay Nacional Montevideo 19.11.1984 43 0 19.06.2014
Giménez, José María José María Giménez Spanien Atlético Madrid 20.01.1995 11 1 08.09.2014
Godín, Diego Diego Godín Spanien Atlético Madrid 16.02.1986 83 4 08.09.2014
Lugano, Diego Diego Lugano (C) England West Bromwich Albion 02.11.1980 95 9 14.06.2014
Pereira, Álvaro Álvaro Pereira Brasilien FC São Paulo 28.11.1985 62 6 08.09.2014
Pereira, Maxi Maxi Pereira Portugal Benfica Lissabon 08.06.1984 95 3 08.09.2014
Alejandro Silva Uruguay Club Atlético Peñarol 04.09.1989 2 0 11.10.2013
Silva, Gastón Gastón Silva Italien FC Turin 05.03.1994 0 0 n.n.
Mittelfeld
Aguirregaray, Matías Matías Aguirregaray Argentinien Estudiantes de la Plata 01.04.1989 5 0 05.09.2014
De Arrascaeta, Giorgian Giorgian De Arrascaeta Uruguay Defensor Sporting Club 01.06.1994 1 0 08.09.2014
Chori Castro Spanien Real Sociedad 14.09.1984 5 0 06.02.2013
Eguren, Sebastián Sebastián Eguren Brasilien SE Palmeiras 08.01.1981 54 7 14.08.2013
Fernández, Álvaro Álvaro Fernández Argentinien Gimnasia y Esgrima La Plata 11.10.1985 12 0 16.10.2012
Gargano, Walter Walter Gargano Italien FC Parma 23.07.1984 64 1 14.06.2014
González, Álvaro Álvaro González Italien Lazio Rom 29.10.1984 48 2 05.09.2014
Lodeiro, Nicolás Nicolás Lodeiro Brasilien Botafogo FR 21.03.1989 31 3 08.09.2014
Mayada, Camilo Camilo Mayada Uruguay Danubio FC 08.01.1991 2 0 08.09.2014
Ramírez, Gastón Gastón Ramírez England FC Southampton 02.12.1990 31 0 28.06.2014
Arévalo Ríos, Egidio Egidio Arévalo Ríos Mexiko UANL Tigres 01.01.1982 61 0 08.09.2014
Cristian Rodríguez Spanien Atlético Madrid 30.09.1985 79 8 08.09.2014
Angriff
Cavani, Edinson Edinson Cavani Frankreich Paris Saint-Germain 14.02.1987 68 23 08.09.2014
Fernández, Sebastián Sebastián Fernández Uruguay Nacional Montevideo 23.05.1985 14 3 15.08.2012
Hernández, Abel Abel Hernández Italien US Palermo 08.08.1990 16 8 08.09.2014
Rolán, Diego Diego Rolán Frankreich Girondins Bordeaux 24.03.1993 2 0 08.09.2014
Stuani, Christian Christian Stuani Spanien Espanyol Barcelona 12.10.1986 16 4 08.09.2014
Suárez, Luis Luis Suárez Spanien FC Barcelona 24.01.1987 79 41 24.06.2014

Weitere berühmte Spieler

Trainergeschichte

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft Anlass
1. 09.06.1924 Paris (Frankreich) Uruguay Uruguay 3:0 Schweiz Schweiz Olympia Finale
2. 03.06.1928 Amsterdam (Niederlande) Uruguay Uruguay 4:1 Deutsches Reich Deutsches Reich Olympia Viertelfinale
3. 23.05.1954 Lausanne Schweiz Schweiz 3:3 Uruguay Uruguay
4. 05.06.1954 Saarbrücken Saarland 1947 Saarland 1:7 Uruguay Uruguay
5. 03.07.1954 Zürich (Schweiz) Osterreich Österreich 3:1 Uruguay Uruguay WM Spiel um Platz 3
6. 11.04.1962 Hamburg Deutschland Bundesrepublik BRD 3:0 Uruguay Uruguay
7. 14.05.1964 Wien Osterreich Österreich 0:2 Uruguay Uruguay
8. 02.01.1965 Montevideo Uruguay Uruguay 0:2 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
9. 23.07.1966 Sheffield (England) Uruguay Uruguay 0:4 Deutschland Bundesrepublik BRD WM-Viertelfinale
10. 20.06.1970 Mexiko-Stadt (Mexiko) Deutschland Bundesrepublik BRD 1:0 Uruguay Uruguay WM Spiel um Platz 3
11. 10.02.1971 Montevideo Uruguay Uruguay 0:3 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
12. 15.02.1971 Montevideo Uruguay Uruguay 1:1 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
13. 27.05.1972 Leipzig Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR 1:0 Uruguay Uruguay
14. 31.05.1972 Rostock Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR 0:0 Uruguay Uruguay
15. 08.06.1977 Montevideo Uruguay Uruguay 0:2 Deutschland Bundesrepublik BRD
16. 18.12.1980 Montevideo Uruguay Uruguay 4:0 Schweiz Schweiz
17. 29.01.1985 Montevideo Uruguay Uruguay 3:0 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
18. 04.06.1986 Santiago de Querétaro (Mexiko) Uruguay Uruguay 1:1 Deutschland Bundesrepublik BRD WM-Gruppenspiel
19. 25.04.1990 Stuttgart Deutschland Bundesrepublik BRD 3:3 Uruguay Uruguay
20. 20.12.1992 Montevideo Uruguay Uruguay 1:4 Deutschland Deutschland
21. 13.10.1993 Karlsruhe Deutschland Deutschland 5:0 Uruguay Uruguay
22. 03.03.2010 St. Gallen Schweiz Schweiz 1:3 Uruguay Uruguay
23. 10.07.2010 Port Elizabeth (Sudafrika) Uruguay Uruguay 2:3 Deutschland Deutschland WM Spiel um Platz 3
24. 29.05.2011 Sinsheim Deutschland Deutschland 2:1 Uruguay Uruguay
25. 05.03.2014 Klagenfurt Osterreich Österreich 1:1 Uruguay Uruguay

Spiele gegen Deutschland

Deutschland und Uruguay trafen bisher elfmal aufeinander. Den einzigen Sieg Uruguays gab es beim ersten Aufeinandertreffen bei den Olympischen Spielen 1928. Für Deutschland war es das erste Spiel gegen eine außereuropäische Mannschaft. Mit 4:1 gewann der spätere Olympiasieger im Viertelfinale. Deutschland verlor Richard Hofmann und Hans Kalb durch Platzverweise, wobei Kalb der erste Deutsche war, der in einem Länderspiel vom Platz gestellt wurde. Da auch der Uruguayer José Nasazzi das Spielende nicht auf dem Platz erlebte, ist es das Länderspiel mit den meisten Platzverweisen in der deutschen Fußballgeschichte. Auch das WM-Viertelfinale 1966 ging nicht ohne Platzverweise über die Bühne. Dort traf es die beiden Uruguayer Héctor Silva und Horacio Troche, den es danach für einige Jahre in die deutschen Ligen verschlug. Beim Spiel am 13. Oktober 1993 stellte Lothar Matthäus den Rekord von Franz Beckenbauer mit 103 Länderspielen ein.[7] Beide Mannschaften trafen zweimal im Spiel um den dritten Platz bei einer WM aufeinander. Damit ist dies die häufigste Paarung im Spiel um den dritten Platz.

Nationaltrikot

Seit dem ersten Länderspiel im Jahre 1901 besaß Uruguay bis 1910 kein offizielles Nationaltrikot. So spielte man in der ersten Partie im Trikot des montevideanischen Clubs Albion Football Club. In der Folgezeit wurde dann mit einer großen Anzahl an verschiedenen Trikots experimentiert, bis man sich 1910 offiziell zu Ehren des River Plate Football Club, der zwischen 1897 und 1929 existierte, für dessen Alternativ-Trikot und somit die himmelblauen Hemden entschied.

Trikots
Zeitraum Ausrüster
1978–1984 Adidas
1984–1987 Le Coq Sportif
1987–1991 Puma
1992–1998 NR
1998–2004 FUF
2004–2006 Uhlsport
2007–heute Puma

Zur Gestalt des Logos

Die Fußballnationalmannschaft trägt vier Sterne auf dem Trikot: Zwei für die WM-Titel von 1930 und 1950 sowie zwei für die Siege bei den Olympischen Sommerspielen in Paris 1924 und Amsterdam 1928. Die Sterne für die beiden Siege in den olympischen Fußballturnieren wurden hinzugefügt, da in den Jahren 1924 und 1928 keine Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde und die beiden Olympiasiege nach Meinung des uruguayischen Fußballverbandes denselben Stellenwert wie ein WM-Titel haben.

Siehe auch

Literatur

  • Stefan Thimmel: Uruguay. Nostalgie und Krise im Land des zweimaligen Weltmeisters· »Ich bin in den Fußball vernarrt«. Ein Gespräch mit Eduardo Galeano. In: Dario Azzellini, Stefan Thimmel Futbolistas. Fußball und Lateinamerika: Hoffnungen, Helden, Politik und Kommerz. Assoziation A, Berlin 2006, ISBN 3-935936-46-X.

Weblinks

 Commons: Uruguayische Fußballnationalmannschaft  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste . In: fifa.com, 14. Juli 2016. Abgerufen am 14. Juli 2016
  2. Facts Sheet – FIFA World CupTM: All-time ranking (PDF; 126 kB). FIFA
  3. Titel geteilt mit Paraguay
  4. José Luis Pierrend: Copa Artigas. In: RSSSF. 30. September 1998, abgerufen am 26. Mai 2010.
  5. Statistik der Länderspiele uruguayischer Nationalspieler auf rsssf.com (Stand: 28. Apr. 2016)
  6. Plantel - Copa América Centenario
  7. DFB.de: Duelle gegen Uruguay: Ohrfeige, Overath, Olympia

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