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Urk


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Gemeinde Urk

Flagge

Wappen
Provinz  Flevoland
Bürgermeister Pieter van Maaren
Sitz der Gemeinde Urk
Fläche
 – Land
 – Wasser
118,00 km²
19,64 km²
98,37 km²
CBS-Code 0184
Einwohner 20.042 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 170 Einwohner/km²
Bedeutender Verkehrsweg N351 N352
Vorwahl 0527
Postleitzahlen 8320–8324
Website www.urk.nl
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Urk ( anhören?/i) ist eine ehemalige Insel. Sie ist die älteste und kleinste Gemeinde in der niederländischen Provinz Flevoland mit (Stand 1. April 2016 ) 20.042 Einwohnern. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 118 km² (19,64 km² Land, 98,37 km² Teil des IJsselmeers). Urk liegt an der Westseite des Noordoostpolders, an der IJsselmeerküste. Haupterwerbsquellen sind von alters her die Fischerei, vor allem auf der Nordsee, und die Fisch verarbeitende Industrie.

Sehenswürdigkeiten und Charakter

Das alte Fischerdorf Urk besitzt ein gut erhaltenes, kompaktes Zentrum mit einem alten Fischereihafen, einem Heimatmuseum im Alten Rathaus und vielen alten Häusern. Die streng religiöse, reformierte Bevölkerung hält noch an verschiedenen Traditionen fest. Die Trachten werden jedoch kaum mehr getragen. Beliebt ist das Singen: Urk hat einige bekannte Männerchöre. Aufgrund ihrer Frömmigkeit spenden viele Urker viel Geld für wohltätige Zwecke (unter anderem Hilfe an Völker in Afrika). Auf Urk wird pro Kopf mehr für Wohltätigkeit ausgegeben als in jedem anderen Ort in Westeuropa.

Bevölkerung und Dialekt

Durch die hohe Religiosität der Bevölkerung besitzt Urk mit 3,23 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate in den Niederlanden. Daher entwickelt sich die Bevölkerung sehr dynamisch und wächst konstant mit einer Rate von 1,53 % pro Jahr.

Auf Urk wird der älteste Dialekt der Provinz gesprochen: das Urkers. Urkers ist eine Übergangsmundart zwischen dem Westniedersächsischen und dem Niederfränkischen. Aufgrund der überwiegend niedersächsischen Sprachmerkmale, die auf die lange Zugehörigkeit der ehemaligen Insel zur Herrschaft Overijssel zurückzuführen sind, wird dieser Dialekt noch dem Niedersächsischen, genauer dem Dialekt des Gelderlands-Overijssel zugeordnet. Urkers ist der einzige Dialekt der Provinz, der sich dem Niedersächsischen zuordnen lässt.

Geschichte

Urk wurde 966 erstmals urkundlich erwähnt. Damals wurde es zur Hälfte an das Kloster St. Pantaleon in Köln geschenkt. Die durch Landverluste an der Westseite immer bedrohte Insel gehörte bis in das Jahr 1660 diversen Mitgliedern der Familie Van de Werve und bis 1792 als Ambachtsherrlichkeit der Stadt Amsterdam, die unter anderem in Deiche und den Hafen investierte. Danach gehörte die Gemeinde Urk zur Provinz Nordholland.

Dr. Pieter Harting von der Universität Utrecht unternahm im Sommer 1852 eine mehrwöchige landeskundliche Untersuchung und Vermessung. Bei seinen Begehungen in der Flur fand er ein bis dahin unbekanntes Gräberfeld mit keltischen Bestattungen und konnte 25 Schädel zur weiteren Untersuchung bergen. Der damalige Grundbesitzer, Baron van Lijnden van Hemmen hatte bereits 1845 am angrenzenden Flurstück Wageningscher Berg menschliche Skelettreste beim Wegebau freigelegt, aber keine Fundmeldung angezeigt. Zum Flurstück Wageningscher Berg konnte Harting auch ermitteln, dass einst auf dem Gipfel des Hügels eine frühe christliche Kapelle (Christen-Tempel) stand.[2] Im Jahr 1939 wurde der Deich von Lemmer nach Urk vollendet. 1942 schließlich wurde der Noordoostpolder im Rahmen der Zuiderzeewerke endgültig trockengelegt, womit Urk Bestandteil des Festlandes wurde. Im Jahr 1950 wurde die Gemeinde Urk von Nordholland in die Provinz Overijssel umgegliedert. Schließlich wurde sie in die am 1. Januar 1986 neu gegründete Provinz Flevoland eingefügt. Da es sich bei Urk um eine ehemalige Insel handelt, wird für Urk die Präposition auf verwendet. Man wohnt also "auf Urk" und nicht "in Urk".

Trivia

1988 wurde ein Marskrater mit einem Durchmesser von 2,8 km nach der Stadt Urk benannt

Geboren auf Urk

Weblinks

 Commons: Urk  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016 Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Pieter Harting: Het eiland Urk, zijn bodem, voortbrengselen en bewoners. Utrecht 1853. 76 S.

Kategorien: Ehemalige Insel | Ort in Flevoland | Gemeinde in Flevoland

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Urk (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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