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Unterwaldhausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: RavensburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Gemeindeverwal­tungsverband: Altshausen
Höhe: 649 m ü. NHN
Fläche: 4,11 km²
Einwohner: 281 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88379
Vorwahl: 07587
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 077
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
88379 Unterwaldhausen
Webpräsenz: www.gvv-altshausen.de/gemeinden/unterwaldhausen.htm
Bürgermeister: Josef Schill (parteilos)
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Unterwaldhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg.

Seit 1. Januar 1972 ist die Gemeinde Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Geographie

Unterwaldhausen liegt an der oberen Ostrach nahe dem Pfrunger Ried. 51 ha des Gemeindegebiets sind von Wald bedeckt.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Unterwaldhausen und Oberwaldhausen sowie die Weiler Wendenreute, Spitalhöfe und Schnaidhöfe.

Geschichte

1246 wurde Unterwaldhausen als Walthusen erstmals urkundlich erwähnt. In Unterwaldhausen und Oberwaldhausen (superior Walthusen) hatte die Benediktinerabtei Weingarten Besitz.

Die Pfarrkirche Allerheiligen in Unterwaldhausen wird erstmals 1275 in einem Steuerregister genannt. 1353 stand die Pfarrei unter dem Patronat der Ravensburger Patrizierfamilie Maienberg. 1508 war sie dem Kloster Weingarten inkorporiert.

Die Gerichtsbarkeit über Unterwaldhausen und Oberwaldhausen wurde von den Grafen von Königsegg ausgeübt. 1693 traten diese die Gerichtsbarkeit im Tausch gegen den Weiler Wolfertsreute an das Kloster Weingarten ab. Die Besitzungen des Klosters waren im „Amt Unterwaldhausen“ zusammengefasst.

Im Zuge der Säkularisation kam der Ort 1806 zum Königreich Württemberg. Unterwaldhausen gehörte zunächst zum Oberamt Saulgau (ab 1934: Landkreis Saulgau), bevor es im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1973 dem Landkreis Ravensburg zugeschlagen wurde.

Religion

Die Gemeinde ist Sitz der katholischen Pfarrei Allerheiligen, die zum Dekanat Saulgau gehört.

Die evangelischen Christen der Gemeinde gehören zur Kirchengemeinde Altshausen im Kirchenbezirk Biberach.

Politik

Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören acht ehrenamtliche in der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 durch Mehrheitswahl gewählte Bürger an. Darunter sind zwei Frauen.

Bürgermeister

Am 16. November 2008 wurde Josef Schill als ehrenamtlicher Bürgermeister wiedergewählt. Er wurde ohne Gegenkandidat und ohne Gegenstimme mit 100 % der abgegebenen gültigen Stimmen für eine dritte Amtszeit bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,5 Prozent.

Wappen

Am 22. August 1980 wurde der Gemeinde ein Gemeindewappen und eine Flagge in den Farben Grün-Gelb verliehen.

Blasonierung: „In Gold (Gelb) aus grünem Dreiberg wachsend ein in der Form einer Abtsstab-Krümme nach heraldisch links gebogener grüner Lindenzweig, aus dem fünf grüne Lindenblätter sprießen“.

Das Wappen vereint Züge des Wappens des Klosters Weingarten (das einen wie ein Abtsstab gebogenen Weinstock zeigt) und des Siegels der Ravensburger Patrizierfamilie Maigenberg (das Lindenblätter zeigt).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

  • Der Musikverein Unterwaldhausen wurde 1921 gegründet und tritt bei Festen und Konzerten in Unterwaldhausen und Umgebung auf. Außerdem gehen die 52 aktiven Mitglieder (Stand: 2004) der Blasmusikkapelle des Vereins regelmäßig auf Konzertreisen, die sie bis nach Frankreich, Kanada, in die USA und nach Brasilien führten.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche Allerheiligen in Unterwaldhausen ist ein Bau der Gotik, der Turm ist älter. Der Kirchenraum wird beherrscht von einem neugotischen Hochaltar von 1879, der bis 2005 umfassend renoviert wurde.
  • Dreifaltigkeitskapelle von 1790 in Oberwaldhausen

Regelmäßige Veranstaltungen

Literatur

  • Johannes Gresser: 700 Jahre Kirchengemeinde Unterwaldhausen. Unterwaldhausen 1975 (Broschüre)
  • Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Saulgau. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1829 (Volltext bei Wikisource)
  • Anton Rimmele: Unterwaldhausen im Landkreis Ravensburg. Ein Gang durch die Geschichte. Gemeinde Unterwaldhausen, Unterwaldhausen 2007 (umfassende bebilderte Orts-, Kirchen- und Vereinsgeschichte aus der Feder des früheren Bürgermeisters; mit Abbildung und Beschreibung jedes einzelnen Hauses der Gemeinde)
  • Oskar Sailer (Hrsg.): Der Kreis Ravensburg. Theiss, Stuttgart 1976, ISBN 3-8062-0145-5
  • Josef Störkle: Unterwaldhausen. In: Chronik des Kreises Ravensburg. Landschaft, Geschichte, Brauchtum, Kunst. Chroniken-Verlag Boxberg, Hinterzarten 1975, S. 803-831

Weblinks

 Commons: Unterwaldhausen  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Unterwaldhausen in der Beschreibung des Oberamts Saulgau von 1829 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

Kategorien: Ort im Landkreis Ravensburg | Unterwaldhausen | Gemeinde in Baden-Württemberg | Ort in Oberschwaben

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Unterwaldhausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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