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Unterwössen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: TraunsteinVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 555 m ü. NHN
Fläche: 41,28 km²
Einwohner: 3472 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 83246,
83250 (Hochgernhaus)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 08641, 08640
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 160
Gemeindegliederung: 31 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
83246 Unterwössen
Webpräsenz: www.unterwoessen.de
Bürgermeister: Ludwig Entfellner (CSU)
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Unterwössen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit den Ortsteilen Hinterwössen, Oberwössen und Unterwössen. Die Gemeinde liegt an der B 305 zwischen Marquartstein und Reit im Winkl.

Geographie

Geographische Lage

Der Ortsteil Unterwössen liegt noch im Achental, während die beiden Ortsteile Hinter- und Oberwössen in einem abgeschlossenen Talkessel liegen, der durch einen kleinen Bergkamm vom Achental getrennt ist. Durch Unterwössen fließt der Wössener Bach, der Kaltenbach sowie die Tiroler Ache.

Gemeindegliederung

31 Ortsteile gibt es[2]:

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Marquartstein, Reit im Winkl, Ruhpolding, Schleching, Staudach-Egerndach und das österreichische Kössen.

Geschichte

Die Besiedelung der Gegend geht bis auf keltische und römische Ursprünge zurück. Die Tonscherben, die in der Nähe der Rettenburg auf einem Höhenzug zwischen Hinterwössen und Kruchenhausen gefunden wurden, datieren um das Jahr 900, was für eine bereits bestehende Siedlung in Ober- oder Unterwössen schließen lässt.

Unterwössen wurde urkundlich erstmals 1120 erwähnt. Der Name Oberwössen wurde erstmals im Steuerverzeichnis von 1420 erwähnt. Im spanischen (1701–1714) und im österreichischen (1740–1748) Erbfolgekrieg erlitt die örtliche Bevölkerung durch die grenznahe Lage großen Schaden. Ober- und Unterwössen im heutigen Bezirk Oberbayern gehörten zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Marquartstein des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeinde-Edikt von 1818 die Gemeinden Ober- und Unterwössen. Von 1810 bis 1850 wurde der Wössener Bach verbaut, um das Dorf vor dessen alljährlichem Hochwasser zu schützen. Der Bau der Eisenbahn von Übersee nach Marquartstein 1884 und die Verbesserung der Straße nach Reit im Winkl brachte die ersten Urlauber. Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile an die neue Gemeinde Marquartstein abgetreten.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Vertriebene in Unter- und Oberwössen eine neue Heimat.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurde bei der bayerischen Gebietsreform Oberwössen in die Gemeinde Unterwössen eingegliedert.[3]

Politik

  • 1. Bürgermeister: Ludwig Entfellner (CSU)
  • 2. Bürgermeister: Bartholomäus Irlinger (OWG)

Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte zu folgendem Ergebnis für den Gemeinderat:[4]

Partei Stimmenanteil Sitze
CSU 33,8  % 6
Freie Wählergemeinschaft Wössen (FWG Wössen) 20,8 % 3
Oberwössner Wählergruppe (OWG) 19,2 % 3
Unabhängige Wähler Wössen (UWW) 10,5 % 2
SPD 9,2 % 1
FDP 6,4 % 1

Wirtschaft

Die Wirtschaftsstruktur basiert auf Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe und vor allem dem Tourismus. Die Deutsche Alpen-Segelflugschule und die Süddeutsche Gleitschirmschule sind existierende Einrichtungen für die Urlaubsgäste.

Verkehrsanbindung

Durch die direkte Lage an der Deutschen Alpenstraße (B 305) ist eine gute Anbindung von Unter- und Oberwössen gewährleistet. Die Autobahn A8 kann in ca. 20 min erreicht werden. München liegt ca. 60 Autominuten entfernt, Salzburg ca. 35 Autominuten. Beide Städte besitzen große Flughäfen

Kultur, Freizeit und Tourismus

Religion

Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch. 1942 erfolgte die Erhebung von Unterwössen zur Pfarrei, 1956 der Neubau der katholischen Kirche in Oberwössen.

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Unterwössen

Theater und Aufführungen

Am 24. Februar 2001 und im Februar 2006 kam es zur Wiederaufführung des traditionellen Wössener Seeräuberspiels.

Tourismus- und Freizeitangebot

Freizeitmöglichkeiten gibt es vor allem im sportlichen Bereich:

Wanderrouten von Unterwössen aus führen beispielsweise zum Hochgern (1744 m), Hochfelln (1674 m), Rechenberg (1366 m), Jochberg (1265 m), Geigelstein (1808 m), Hasenpoint (1587 m), Hochplatte (1587 m) oder zur Schnappenkirche (1100 m).

An der Deutschen Alpen-Segelflugschule kann man Segelflug, Motorsegelflug und Ultraleichtflug erlernen oder betreiben, dazu werden von der Süddeutsche Gleitschirmschule Möglichkeiten zum Paragliding angeboten.

In der Nähe der Ortsmitte gibt es einen Minigolfplatz.

Das Schwimmen ist im ortsnahen Wössener See mit seinem Seefreibad möglich, Rafting auf umliegenden Flüssen. Weitere beliebte Freizeitbeschäftigungen sind Jogging, Nordic Walking, Mountainbiken, Skaten, Tennis, Beachvolleyball, Beachsoccer oder Kneippen.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1979: Franz Niegel (* 1926), Pfarrer

Söhne und Töchter der Gemeinde

Prominente Bewohner von Unterwössen

Ansichten

Weblinks

 Commons: Unterwössen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/202539&attr=OBJ&val=580
  3. 3,0 3,1 Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  4. Wahlergebnis Gemeinde Unterwössen (PDF; 62 kB)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Unterwössen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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