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Unterdießen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am LechVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Fuchstal
Höhe: 646 m ü. NHN
Fläche: 12,79 km²
Einwohner: 1436 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86944
Vorwahl: 08243
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 143
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 2
86944 Unterdießen
Webpräsenz: www.unterdiessen.de
Bürgermeister: Alexander Enthofer
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Unterdießen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal.

Geografie

Unterdießen liegt an der römischen Via Claudia. Die Bundesstraße 17 (Romantische Straße) verläuft wenige Kilometer östlich des Ortsteils Unterdießen zwischen den Ortsteilen Unterdießen und Dornstetten.

Die Gemeinde liegt westlich des Lechs auf einer etwa 2 km breiten Schotterterrasse und wird östlich von einem Altmoränenzug begrenzt. Unterdießen besteht aus den Ortsteilen Oberdießen, Unterdießen und Dornstetten. Durch Ober- und Unterdießen fließt der Wiesbach, Dornstetten liegt weiter östlich.

Geschichte

Schon zur Römerzeit 50 n. Chr. zog die Via Claudia als erste Römerstraße von Füssen kommend durch das Dorf in Richtung Augsburg. Entlang der Straße und des Lechs bauten die römischen Legionäre ihre ersten Siedlungen. Aus dieser Zeit berichten Münzen und Scherben, während die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1126 stammt.

Die Herren von Diezzen gaben dem Dorf ihren Namen. Der Name Diezzen stammt entweder vom althochdeutschen Diuzan = von einem erhebenden Berg, oder vom mittelhochdeutschen Tosen und bezeichnet somit den Ort an einen tosenden Bach. Das Stammwappen der Diezzen zeigt den Schild golden, schräg gezinnt, das Grundlage für das heutige Gemeindewappen war.

Eingemeindungen

Am 1. März 1925 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dornstetten eingegliedert.[2]

Sehenswürdigkeiten

Über dem Ort erhebt sich das Schloss Unterdießen, dessen heutiger Bau erst im späten Mittelalter (1589) durch das Geschlecht der Freyberg errichtet wurde.

Das Ortsbild wird von den drei Kirchen in den drei Ortsteilen geprägt: St. Nikolaus (18. Jh) in Unterdießen, St. Rupert (15. Jh) in Oberdießen und St. Gangwolf (15. Jh) in Dornstetten. Auch zahlreiche alte Profanbauten bestimmen den Charakter des Ortes, z.B.: Alte Mühle in Dornstetten (1611), Schulhaus Oberdießen (1857).

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Unterdießen

Politik

Bürgermeister ist Alexander Enthofer, 2. Bürgermeisterin ist Marie-Luise Raffalt (CSU / Dorfgemeinschaft Unterdießen). Der Gemeinderat besteht aus 12 Mitgliedern.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Jahr CSU/DG NL gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 8 4 12 72,9
2002 8 4 12 73,8

DG = Dorfgemeinschaft
NL = Neue Liste

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Im Wolkenschnitt schräglinks geteilt von Blau und Gold; oben eine goldene Mitra, unten eine schräglinks gestellte schwarze Lanze.

Gemeindepartnerschaften

Partnerschaften bestehen mit dem italienischen Dimaro und dem französischen Orgerus.

Museen

Das Malura-Museum im Ortsteil Oberdiessen bietet neben Werken des Münchner Malers Oswald Malura jährlich wechselnde Kunstausstellungen. Malura kam 1955 über seinen Freund Franz Hauber nach Oberdiessen, kaufte ein Grundstück und erbaute dort ein Atelier, in dem er regelmäßig arbeitete und lehrte. 1977 erwarb er in Oberdiessen am Mühlweg 2 ein altes Bauernhaus, das er renovierte und zum Museum und als „Haus der Begegnung und Kulturtreffpunkt für Gleichgesinnte im Geiste“ nutzte. In diesem Haus ist heute das Malura-Museum untergebracht.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 492

Weblinks


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