Unsere Zeit (Zeitung) - LinkFang.de





Unsere Zeit (Zeitung)


Unsere Zeit
Sprache Deutsch
Erstausgabe 1969
Verkaufte Auflage
([1] benennt im Juni 2012 Auflage von 6000 Exemplaren)
6000 Exemplare
Chefredakteur Lucas Zeise
Weblink www.unsere-zeit.de

Unsere Zeit (UZ) ist die 1969 gegründete „Sozialistische Zeitung – Zeitung der DKP“.

Vorläuferprojekt

Ein Vorläufer des DKP-Organs war offenbar eine gleichnamige, von Mai 1962 bis April 1964 in Mannheim im Zwei-Wochen-Rhythmus erscheinende Zeitung, die zwölf Seiten Umfang besaß und eine Druckauflage von 2500 bis 3000 Exemplare hatte. Verlegt wurde sie vom Mannheimer Schlosser und Gewerkschafter Eugen Straub. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Karlsruhe warf Straub im Zusammenhang mit seinem Zeitungsprojekt einen Verstoß gegen das 1956 ergangene KPD-Verbot vor. Redakteur der Mannheimer UZ war Eberhard Weber. Weber übernahm später führende Positionen in der 1968 neu konstituierten DKP und war bis 1986 deren Pressesprecher, bevor er Chefredakteur der Progress-Presse-Agentur wurde. Eine Zeitlang war Weber auch stellvertretender Chefredakteur des damals täglich erscheinenden Parteiorgans „UZ – Unsere Zeit“.[2]

Geschichte

Die erste Ausgabe der DKP-Parteizeitung Unsere Zeit erschien am 3. April 1969 unmittelbar vor dem Essener Parteitag der DKP (12./13. April 1969). Herausgegeben wurde sie von Kurt Bachmann, Parteivorsitzender der DKP von 1969 bis 1973. Erster Chefredakteur wurde Gerd Deumlich. Ab der Ausgabe Nr. 11 vom 10. März 1972 trug die UZ den Untertitel „Zeitung der DKP“ und wies im Impressum als Herausgeber statt Bachmann den „Parteivorstand der DKP“ aus. In den 80er Jahren war Georg Polikeit Chefredakteur der UZ.

Zunächst nur Wochenzeitung erschien die UZ dank massiver finanzieller Hilfen aus der DDR ab dem 1. Oktober 1973 auch als Tageszeitung mit dem Untertitel „Die Zeitung der arbeitenden Menschen - Zeitung der DKP“ in Neuss. Die Auflage der Tageszeitung UZ betrug 1973 rund 60.000 Exemplare, die der Wochenzeitung UZ rund 50.000. Seit Anfang April 1975 erschien die UZ nur noch als Tageszeitung, die Wochenzeitung wurde vor allem aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Die Freitagsausgabe enthielt seitdem eine Wochenendbeilage und wurde in etwa doppelter Auflage hergestellt. Die Auflage der UZ unterlag in den Folgejahren gewissen Schwankungen, verringerte sich dabei aber bis 1981 auf rund 25.000 Exemplare bzw. 50.000 Stück für die Wochenendausgabe am Freitag, um sich dann gegen Ende der 1980er der Marke von 20.000 Exemplaren zu nähern (Freitagsausgabe: weniger als 40.000 Exemplare). Viele Jahre erschien die UZ an sechs Wochentagen (Montag bis Samstag). Aus Kostengründen wurde zwischen Juli 1983 und Oktober 1986 auf die Erstellung einer Montagsausgabe verzichtet. Zu besonderen Anlässen wurden Extra-Ausgaben der UZ mit bis zu 400.000 Exemplaren Auflagenhöhe gedruckt.

1989 wurde nach Abbruch der Finanzierung durch die SED das tägliche Erscheinen eingestellt, vierzig Mitarbeiter wurden entlassen.[3] Die DDR hatte die UZ in den späten 1980er-Jahren mit jährlich etwa 12 Millionen DM finanziert.[4] Zwischen Sommer 1990 und Juli 1996 erschien sie 14-täglich, zunächst mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren (1990). Seitdem ist die UZ als 16-seitige Wochenzeitung erhältlich. Die finanzielle Lage ist weiterhin angespannt, und die Auflage sinkt seit Jahren beständig. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz liegt ihre Auflage bundesweit bei etwa 7500 Exemplaren, während die Redaktion auf dem UZ-Pressefest 2005 von 9000 Exemplaren sprach. Die Zeitung selbst nannte im Juni 2012 eine Auflage von 6000 Exemplaren.[5]

Die Redaktion der UZ hat ihren Sitz in Essen. Von 1996 bis zur Februar-Sitzung 2007 des DKP-Parteivorstandes war der stellvertretende DKP-Vorsitzende Rolf Priemer Chefredakteur der UZ. Sein Nachfolger war Wolfgang Teuber in der Zeit von 2007 bis 2012. Von 2012 bis 2016 war Nina Hager Chefredakteurin, ab 1. Juli 2016 übernahm Lucas Zeise die Leitung.

UZ-Pressefest

Hauptartikel: UZ-Pressefest

Seit 1973 veranstaltet die Zeitung zumeist im Zweijahresrhythmus das UZ-Pressefest, nach eigenen Angaben in Deutschland das „größte Fest der Linken“.[6] Auf den Düsseldorfer Rheinwiesen lagen die Besucherzahlen in den 1970er und 1980er Jahren bei mehreren 100.000 Teilnehmern. Nach Auseinandersetzungen mit der Stadt fand das Fest in wechselnden Städten des Ruhrgebietes statt. Nach den Revolutionen gegen die kommunistischen Diktaturen in Europa 1989/90 wurde die Tradition 1993 in Bottrop wieder aufgenommen. Seit 1995 findet das Fest jeweils an einem verlängerten Juni- oder Juli-Wochenende im Dortmunder Revierpark Wischlingen statt.

Chefredakteure

Literatur

Weblinks

 Commons: Unsere Zeit  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. [1] UZ-Webseite
  2. http://www.udo-leuschner.de/zeitungsgeschichte/sonstige/uz.htm
  3. Roland Kirbach: DKP: Von den Genossen verlassen. Die SED stellt die finanzielle Hilfe für westdeutsche Ableger ein in Die Zeit 22. Dezember 1989
  4. https://books.google.de/books?id=tOWCpicnNJoC&pg=PA20
  5. [2] UZ-Webseite
  6. http://www.dkp-online.de/pressefest

Kategorien: Zeitung (Essen) | Parteizeitung | Deutsche Kommunistische Partei | Ersterscheinung 1969 | Deutschsprachige Wochenzeitung

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Unsere Zeit (Zeitung) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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