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United States Football League


Die United States Football League (USFL) war eine US-amerikanische Profiliga im American Football.

Geschichte der USFL

1982 gründeten einige reiche Unternehmer, unter ihnen Donald Trump, die United States Football League, mit welcher sie der etablierten National Football League (NFL) Konkurrenz machen wollten. Es gelang den Teambesitzern mit der TV-Station ABC, die bei der Vergabe der NFL-Rechte leer ausgegangen war, einen Vertrag abzuschließen. Im Frühling 1983 nahm die Liga ihren Spielbetrieb mit 12 Teams auf. Die Liga erfreute sich schnell eines großen Zuschauerzuspruchs. Dies vor allem, weil die USFL entgegen der Football-Tradition im Frühling anstatt im Herbst spielte und so die Zeit bis zum Saisonstart der NFL (und in den Colleges) überbrückte.

1984 expandierte die Liga auf 18 Teams und es gelang, einige talentierte College-Spieler und andere Akteure davon zu überzeugen, der etablierten NFL eine Absage zu erteilen. Dazu gehörten zahlreiche Spieler und Coaches, welche später auch in der NFL Erfolg hatten: Quarterbacks Steve Young, Jim Kelly, Doug Flutie, Runningbacks Kelvin Bryant und Herschel Walker, Defensive End Reggie White oder die Cheftrainer Jack Pardee, Jim Mora und Marv Levy.

Der sportliche Erfolg beflügelte die Teambesitzer, insbesondere den ehrgeizigen Donald Trump. Da der Frühjahrs-Termin als zweitklassiger Ausweg erschien, entschieden die Besitzer sich noch 1984 mit knapper Mehrheit, die NFL direkt herauszufordern und ab 1986 ihre Meisterschaft ebenfalls im Herbst auszutragen.

Allerdings kam es dabei zum Konflikt mit den TV-Sendeanstalten, die eng mit der NFL kooperierten. Zudem standen einigen Teams dann die Spielstätten gar nicht zur Verfügung, denn vielerorts hatten NFL-Teams oder Colleges das Vorrecht für Herbst und Winter. Die USFL verklagte deshalb die NFL wegen Verletzung des Kartellrechts und Bildung eines Monopols. Der Prozess wurde zwar im Prinzip gewonnen, man bekam aber nur eine symbolische Entschädigung von zunächst nur 1 US-Dollar zugesprochen, jedoch weder freien Zugang zu den Stadien noch ebenso lukrative TV-Verträge wie die NFL. Die USFL nahm deshalb weder im Frühjahr 1986 noch im Herbst den Spielbetrieb für eine vierte Saison auf. Ein Teil des Personals wechselte in die NFL, wo sich viele Spieler erfolgreich durchsetzen konnten.

Die USFL war der letzte ernsthafte Versuch, der NFL eine gleichartige Konkurrenzliga gegenüberzustellen, zumal diese nun aus ihren Fehlern lernte und verhinderte, dass ihr eine Monopol-Bildung mit einigen TV-Anstalten vorgeworfen werden konnte. Auch weitere durch die USFL bedingte Anregungen wurden von der zuvor konservativen NFL übernommen.

Die Idee, im Frühjahr Football zu spielen, nahm die NFL mit dem eigenen Ableger World League of American Football ab 1991 selber auf. Dabei wurden auch in einigen Ex-USFL-Standorten wie New Jersey, Birmingham (Alabama), Orlando (Florida) oder San Antonio (Texas) WLAF-Teams aufgestellt. Mit den Jacksonville Jaguars, Baltimore Ravens und Arizona Cardinals wurden später einige der USFL-Märkte fortan direkt von NFL-Teams versorgt.

Der Besitzer des NFL-Teams Oakland Raiders, Al Davis, der seine Mannschaft in den 1980ern nach Los Angeles verlegt hatte, sagte gar im USFL-Prozess gegen seine eigene Liga aus, da diese seiner „Wanderlust“ nicht zustimmte.

Teams der USFL

  • Arizona Wranglers
  • Birmingham Stallions
  • Boston Breakers/New Orleans Breakers/Portland Breakers
  • Chicago Blitz
  • Denver Gold
  • Houston Gamblers
  • Jacksonville Bulls
  • Los Angeles Express
  • Memphis Showboats
  • Michigan Panthers
  • New Jersey Generals
  • Oakland Invaders
  • Oklahoma Outlaws/Arizona Outlaws
  • Orlando Renegades
  • Philadelphia Stars/Baltimore Stars
  • Pittsburgh Maulers
  • San Antonio Gunslingers
  • Tampa Bay Bandits
  • Washington Federals

Endspiele der USFL

Weblinks

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Kategorien: American Football in den Vereinigten Staaten | Footballliga

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