Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie - LinkFang.de





Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie


Die Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie (Dortmunder Union) war ein vertikal integrierter Montankonzern mit Sitz in Dortmund.

Geschichte

Die Dortmunder Union wurde 1872 auf Betreiben von Adolph von Hansemann (Bankier der Disconto-Gesellschaft) zusammen mit der Bank Sal. Oppenheim und Rothschild gegründet. Sie entstand dabei aus dem Zusammenschluss

1880 erwarb die Union – wie viele andere Stahlkonzerne – eine Lizenz für das Thomas-Verfahren und erweiterte im Folgejahr mit einer Hochofenanlage mit drei Öfen ihre Kapazitäten für die Roheisenerzeugung in Dortmund. 1884/1885 wurde die Hochofenanlage der Henrichshütte modernisiert.

1886/1887 wurde auch die Zeche Brockhauser Tiefbau, die mit der Zeche Carl Friedrich Erbstollen markscheidet, erworben. Dorthin wurde dann die gemeinsame Förderung beider Betriebe verlagert. 1898/1899 wurde die Dortmunder Zeche Adolf von Hansemann der Union angegliedert und die Brückenbauwerkstatt in Dortmund erweitert.

Zur Union gehörten außerdem die Zeche Glückauf-Tiefbau und Eisenerzbergwerke u.a. im Sauerland an.

1910 wurde die Union von der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG (Deutsch Lux, DL) übernommen, die insbesondere an den Industrieunternehmen des Konzerns interessiert war. Im Ersten Weltkrieg war die Union einer der bedeutendsten Kriegslieferanten mit großer Granatenfertigung.

1926 gingen die Unternehmen der Deutsch-Lux in der Vereinigte Stahlwerke AG auf. Der Vorstandsvorsitzende der DL, Albert Vögler, wurde dabei Vorstandsvorsitzender der Vereinigte Stahlwerke AG.

Während des Nationalsozialismus existierte auf dem Werksgelände der Dortmunder Union ein Außenlager des KZ Buchenwald. Hier waren zwischen 400 und 650 Mädchen und junge Frauen, vorwiegend Russinnen und Polinnen, interniert, die Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie verrichten mussten. 1945 wurden die Gefangenen nach Bergen-Belsen gebracht, einige werden in der Bittermark erschossen (siehe Endphaseverbrechen).[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1951 im Zuge der Entflechtung der Vereinigte Stahlwerke AG und der Neuordnung der deutschen Eisen- und Stahlindustrie die Dortmund-Hörder Hüttenunion AG gegründet; diese wurde 1966 von der Hoesch AG übernommen.

Literatur

  • Wilfried Feldenkirchen: Die Eisen- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets 1879–1914. Franz Steiner, Wiesbaden 1982. (insbesondere Zeittafel S. 345 f. und Belegschaftszahlen in Tabelle 104a)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ausschuß der Hinterbliebenen und Mitgefangenen der Opfer im Rombergpark (Hrsg.): Katyn im Rombergpark; o. O. o. J. (um 1951). Ulrich Sander: Mord im Rombergpark. Tatsachenbericht; Dortmund: Grafit, 1993. Lore Junge: Mit Stacheldraht gefesselt. Die Rombergparkmorde. Opfer und Täter; Bochum 1999

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.