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Ulrich Ramsauer


Ulrich Ramsauer (* 11. März 1948 in Oldenburg) ist ein deutscher Jurist. Er war von 1981 bis 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Verwaltungslehre an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg und von 2008 bis 2013 Vorsitzender Richter am Hamburgischen Oberverwaltungsgericht.[1]

Leben

Ramsauer studierte Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universität Hamburg. In Tübingen wurde er im Wintersemester 1966/67 Mitglied der Studentenverbindung AV Igel. Ab 1976 und ab 1989 war er Richter am Verwaltungsgericht Hamburg. 1980 wurde er mit einer Arbeit zur faktischen Beeinträchtigung des Eigentums zum Dr. iur. promoviert. Von 1981 bis 2013 war er Professor mit einem halben Lehrdeputat an der Universität Hamburg. Von 1986 bis 1989 war er Richter am Hamburgischen Oberverwaltungsgericht. Von Juni 2008 bis 2013 war er dort Vorsitzender Richter im 5. Senat.

Ramsauer ist Mitglied des Direktoriums der Forschungsstelle Umweltrecht der Universität Hamburg und seit 2005 Geschäftsführender Direktor des Seminars für Verwaltungslehre. Bis 2005 war er Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts. Zudem ist er Mitglied des Beirats "Verwaltungsverfahrensrecht" beim Bundesministerium des Innern und war mehrere Jahre Vorsitzender des Beirats für Ausbildungsförderung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift für Öffentliches Recht in Norddeutschland und Vorsitzender der Vereinigung hamburgischer Verwaltungsrichter.

Forschungsschwerpunkte Ramsauers sind das Staats- und Verwaltungsrecht, Bau- und Planungsrecht, Naturschutzrecht, Verwaltungsverfahrensrecht und Mediation sowie die Verwaltungswissenschaften.

Ramsauer ist seit der siebten Auflage Kommentator des von Ferdinand O. Kopp begründeten Standardkommentars zum Verwaltungsverfahrensgesetz. Bereits in der siebten Auflage erscheint das Buch Assessorprüfung im öffentlichen Recht.

Er erhielt in 2011 den vom Hamburgischen Anwaltverein verliehenen Emil-von-Sauer-Preis.[2]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Kopp / Ramsauer: VwVfG, Kommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz. 16. Auflage 2015.
  • mit Veith Mehde und Margrit Seckelmann (Hrsg.): Staat, Verwaltung, Information. Festschrift für Hans Peter Bull zum 75. Geburtstag (Schriften zum Öffentlichen Recht (SÖR), Band 1195), Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13448-9.
  • Ramsauer / Stallbaum / Sternal: Bundesausbildungsförderungsgesetz - Kommentar. 4. Aufl. 2005.
  • Umweltrecht. In: Hamburgisches Staats- und Verwaltungsrecht. Hoffmann-Riem / Koch (Hrsg.), 3. Aufl. 2006
  • Die Assessorprüfung im öffentlichen Recht. 7. Aufl. 2010 - ISBN 978-3406542657
  • Allgemeines Umweltverwaltungsrecht. In: Koch (Hrsg.): Umweltrecht. 3. Auflage 2010
  • Zur Kontrolldichte im Verwaltungsprozess. In: Heckmann (Hrsg.): Modernisierung von Justiz und Verwaltung - Gedenkschrift für Ferdinand O. Kopp. 2007
  • Hamburgische Gesetze. Loseblattsammlung, Stand 25. Nlfg. 2011 (im Erscheinen)
  • Mediation im Verwaltungsrecht. (zusammen mit B. Holznagel) In: Fritjof Haft und Katharina Gräfin von Schlieffen (Hrsg.): Handbuch Mediation. 2. Auflage 2008 - ISBN 978-3406573989

Einzelnachweise

  1. https://www.jura.uni-hamburg.de/ueber-die-fakultaet/personenverzeichnis/ramsauer-ulrich.html
  2. http://www.jura.uni-hamburg.de/nc/aktuelles/single/article/emil-von-sauer-preis-an-prof-dr-ulrich-ramsauer/

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich Ramsauer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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