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Ulrich Gerhardt (Hörspielregisseur)


Ulrich Gerhardt (* 5. Januar 1934 in Berlin) ist ein deutscher Regisseur und ehemaliger Hörspielleiter des SFB.

Leben

Nach dem Abitur (1954) studierte Ulrich Gerhardt an der Akademie für Musik und Theater Hannover (heute Universität) Schauspiel. Nach einem Engagement am Theater begann er ein Studium an der Freien Universität Berlin (Theaterwissenschaft, Germanistik). Ab 1960 arbeitete er bei RIAS Berlin als Regisseur, hauptsächlich für literarische Sendungen, Features und Hörspiele. 1970 übernahm er die Leitung der Abteilung Wortproduktion (Leitender Regisseur). In dieser Zeit griff er die Kunstkopfstereophonie auf und führte sie anlässlich der Funkausstellung Berlin 1973 als Aufnahmeverfahren bei Rundfunksendern ein. 1980 wechselte er als Leiter der Hörspielabteilung (zusammen mit Dr. Garleff Zacharias-Langhans) und Oberspielleiter zum Sender Freies Berlin. Seit 1986 ist er freier Hörspielregisseur und arbeitet für alle Sender der ARD, sowie für Deutschlandradio und ORF. Lehraufträge an mehreren Theaterhochschulen. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin sowie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Sein Archiv befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.[1]

Hörspielbearbeitungen mit Regie (Auswahl)

  • Demolition von Alfred Bester, Kunstkopf-Stereo, RIAS 1973.
  • Elisabeth II. von Thomas Bernhard, NDR 2004.
  • Das Kalkwerk von Thomas Bernhard, DLR 2003.
  • Holzfällen von Thomas Bernhard, ORF 2005.
  • Beton von Thomas Bernhard, DLF 2005.
  • Der Passfälscher von Cioma Schönhaus, NDR 2005 .
  • Chourmo von Jean-Claude Izzo, DLR 2003.
  • Solea von Jean-Claude Izzo, DLR 2003.
  • Und ich erinnere mich an das Meer von Mohammed Dib, DLR 2004.
  • Take it or leave it von Raymond Federman, BR 1999.
  • Schnitte von Rolf Dieter Brinkmann, BR 1995.
  • To a world filled with compromise we make no contribution von Rolf Dieter Brinkmann, BR 1996.
  • Nichts geht mehr von Max Aub, BR 2000.
  • Theater der Hoffnung von Max Aub, BR 2000.
  • Blutiges Spiel von Max Aub, BR 2001.
  • Die Stunde des Verrats von Max Aub, BR 2001.
  • Am Ende der Flucht von Max Aub, BR 2002.
  • Bittere Mandeln von Max Aub, BR 2003.
  • Hussah – O-Ton Mielke und Genossen, SWF 1997.
  • Gustav Chaluppa, SFB 2000.
  • Max Aurach von W.G.Sebald, BR 1995.
  • Aurachs Mutter von W.G. Sebald, BR 1996.
  • 1995: Rolf Dieter Brinkmann: Schnitte (Hörspiel – BR)
  • Verwandlungen von Richard Huelsenbeck, BR 1994.
  • GFRG – Gesellschaft für religiöse Gründungen von Carl Einstein, BR 1993.
  • Die vom Himmel Vergessenen von Ekatarina Tomova, SWF 1995.
  • Die Rache der Weltraumpandas von David Mamet, SWF 1999.
  • Die privaten Memoiren und Bekenntnisse eines gerechtfertigten Sünders von James Hogg, HR 2003.
  • Musik aus Gägelow von Horst Hussel, DLF 2002.
  • Die letzten Nächte von Paris von Philippe Soupault, DLR 2000.

Regiearbeiten (Auswahl)

  • 1969: 12 Häuser – oder Mövenpink von Friederike Mayröcker, RIAS
  • 1971: Land Art von Friederike Mayröcker, SR
  • 1973: Besuch in einer sterbenden Stadt von Rolf Dieter Brinkmann, BR
  • 1978: Limbus I von Ingomar von Kieseritzky, BR
  • 1979: Die Akademie von Ronald Steckel
  • 1991: Lection I (in „Wüstensturm“, Texte für ein Hörspielprojekt) von Friederike Mayröcker, BR
  • 1991: Deckname Lyrik von Reiner Kunze, SFB
  • 1991: Krieg von Rainald Goetz, SWF
  • 1991: Die alte Frau von Daniil Charms, SFB/SDR
  • 1991: Schlachten von Rainald Goetz, SWF
  • 1992: Roter Stern von Simone Schneider, BR
  • 1993: Zum Tee bei Dr. Borsig von Heinrich Böll, HR
  • 1993: Schritte für Kellner von Ute-Christine Krupp, SR
  • 1993: Der Schal von David Mamet, SWF
  • 1994: Wie man verschieden Geräusche erzeugen kann von Helmut Eisendle, SFB
  • 1995: Über die Deutschen von Gerd Fuchs/Saul K. Padover, SWF
  • 1998: Im Keller von Jan Philipp Reemtsma, NDR
  • 1998: Gespräche mit Lebenden und Toten von Svetlana Alexijewitsch, SR/NDR/SFB-ORB/WDR
  • 1999: Goethe in Dachau von Nico Rost, DLR
  • 2000: Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész, NDR
  • 2001: Will nicht mehr weiden, Requiem für Ernst Jandl von Friederike Mayröcker, BR
  • 2001: Im Abstammungsglück von Claudia Wolff, WDR
  • 2003: Parsifal in Venedig von Giuseppe Sinopoli, SFB
  • 2006: King von Michel Vinaver, DKultur
  • 2008: Zeppelini von Dunja Arnaszus, RBB/DLF

Preise

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ulrich-Gerhardt-Archiv Bestandsübersicht auf den Webseiten der Akademie der Künste in Berlin.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich Gerhardt (Hörspielregisseur) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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