Ulmer Museum - LinkFang.de





Ulmer Museum


Das 1924 gegründete Ulmer Museum ist ein Museum für Kunst, Archäologie sowie Stadt- bzw. Kulturgeschichte in Ulm. Zu seinen Ausstellungen gehören die Archäologische Sammlung mit Funden aus der Ur- und Frühgeschichte des Ulmer Raums (darunter der „Löwenmensch“), Malerei und Skulptur der Spätgotik und Renaissance sowohl aus Ulm als auch aus Oberschwaben. Auch Zeugnisse des Kunsthandwerks vom 16. bis zum 19. Jahrhundert aus der Ulmer Handwerks-, Zunft- und Stadtgeschichte werden gesammelt und präsentiert. Gründungsdirektor und erster Fach-Kunsthistoriker des Ulmer Museums war ab 1. April 1924 der Konservator und Hochschullehrer Julius Baum. Damit, so Erwin Treu, begann „dessen eigentliche Geschichte“ . Es „entstand aus einer Rumpelkammer ein Institut“ .[1]

Sammlung

Präsentiert werden im Ulmer Museum viele wichtige Vertreter der Ulmer Schule. Die ganze Entwicklung der spätgotischen Kunst von Meister Hartmann und Hans Multscher über Martin Schaffner, Hans Schüchlin, Jörg Stocker, Niklaus Weckmann, Bartholomäus Zeitblom bis Daniel Mauch wird im Museum durch wertvolle Exponate demonstriert. Auch die Oberschwäbische und Allgäuer Kulturlandschaft der Spätgotik ist vertreten durch Werke von Bernhard Strigel und anderen, was gute direkte Vergleichsmöglichkeiten und Stilstudien zulässt.

Auch repräsentative Werke des 20. und 21. Jahrhunderts gehören zur Ulmer Sammlung, etwa Paul Klee, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke und Franz Marc.

Das Museum präsentiert immer wieder thematische Sonderausstellungen, die die komplizierten Zusammenhänge der Ulmer Spätgotik sichtbar machen. Forschungsschwerpunkte bilden dabei die Ulmer Künstlerfamilien um Hans Multscher, Jörg Syrlin (der Ältere), Jörg Syrlin (der Jüngere), Michel Erhart, Gregor Erhart und Daniel Mauch.

Seit dem 14. November 1999 ist eine Neurepräsentation im Erweiterungsbau zum Thema „Europäische und amerikanische Kunst nach 1945“ zu sehen. Zusätzlich wird in Wechselausstellungen Graphik des 20. Jahrhunderts mit Klassischer Moderne präsentiert.[2]

Freunde des Ulmer Museums e. V.

Der Verein „Freunde des Ulmer Museums e. V.“ wurde 1982 in Ulm gegründet. Er unterstützt die speziellen Belange des Ulmer Museums und fördert dessen wissenschaftliche Arbeit.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1995: Der Löwenmensch. Der gegenläufige Spannungsbogen von gestern und heute: der Löwenmensch, 32.000 Jahre zurück: zur neuesten Technologie: das Jüngste und das Älteste. In Zusammenarbeit mit dem Museum für Moderne Kunst München, 20. Januar – 5. März
  • 2003: Tamara GrcicVideos, Filme, Installationen, 20. Juli – 28. September
  • 2003: Ulmer Bürgerinnen & Söflinger Klosterfrauen, 30. August – 23. November
  • 2004: Arno Schmidt, Vier mal Vier – Fotografien aus Bargfeld, 4. Dezember 2004 – 30. Januar 2005
  • 2005: Emil Nolde, Blickkontakte, frühe Portraits, 2. April – 15. August
  • 2005: Leiko Ikemura, Skulptur-Malerei-Zeichnung, 12. Februar – 24. April
  • 2006: Charlotte Salomon, Leben? Oder Theater? In Zusammenarbeit mit dem Joods Historisch Museum, Amsterdam, (Stationen: 16. März – 3. Juni 2007 Taxispalais, Innsbruck; 22. Oktober 2006 – 11. Februar 2007 Ulmer Museum; 12. Oktober 2005 – 15. Januar 2006 Sprengel Museum, Hannover; 11. März 2005 – 16. Mai 2005 Kunstsammlungen Chemnitz; 18. Juni – 22. August 2004 Das Städel, Frankfurt)
  • 2007: Die Kunst- und Wunderkammer des Christoph Weickmann, Reflektionen über eine Sammlung, 17. Februar – 29. April 2007
  • 2008: Michaela Melián: Speicher, 19. April – 22. Juni 2008
  • 2009: Kosmos und Marionette. Paul Klee und die Romantik, 8. März – 17. Mai 2009
  • 2011: Die Weissenhofer: Radical Research – Die Wurzeln der Wissenschaft, 3. April – 29. Mai 2011
  • 2015: MACK. Das Licht meiner Farben, 11. Oktober 2015 – 10. Januar 2016

Veröffentlichungen

  • Kataloge des Ulmer Museums. 1981-
  • Erwin Treu (Hrsg.): Ulmer Museum, Katalog I: Bildhauerei und Malerei vom 13. Jahrhundert bis 1600, Ulm 1981
  • Brigitte Reinhardt (Hrsg.): Michel Erhart & Jörg Syrlin d. Ä. – Spätgotik in Ulm. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1718-1

Weblinks

 Commons: Ulmer Museum  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Erwin Treu, Geschichte des Ulmer Museums, in: Ulmer Museum. Kataloge des Ulmer Museum, Katalog I, Bildhauerei und Malerei vom 13. Jahrhundert bis 1600, Ulm 1981, S. 12
  2. Ulm Stadtinformation

Kategorien: Museum in Ulm | Archäologische Sammlung in Deutschland | Kunstmuseum in Baden-Württemberg | Heimatmuseum in Baden-Württemberg | Gegründet 1924

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer Museum (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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