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Uitikon


Uitikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Dietikon
BFS-Nr.: 0248
Postleitzahl: 8142
UN/LOCODE: CH UKN
Koordinaten:
Höhe: 550 m ü. M.
Fläche: 4,38 km²
Einwohner: 4107 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 857 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
15,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.uitikon.ch

Sicht vom Uetliberg auf Uitikon-Waldegg

Karte

Uitikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie

Uitikon liegt im unteren Reppischtal am Übergang ins Limmattal, an der Westflanke des Uetlibergs. Hinsichtlich Arbeitsplätzen, geschäftlicher Tätigkeiten, aufgrund der sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel und des kulturellen Angebotes ist Uitikon auf die angrenzende Stadt Zürich ausgerichtet.

Geschichte

Uitikon setzt sich aus den Teilen Ringlikon, Waldegg und Uitikon zusammen. Ringlikon war bis 1917 eine eigene Zivilgemeinde. Die topographisch bedingte Dreiteilung wird noch unterstützt durch die Strasse über die Waldegg. Diese Ausfallstrasse aus Zürich ist eine der am stärksten befahrenen Hauptverkehrsstrassen auf Kantonsgebiet.

Etwas südlich des Dorfkerns Uitikon liegt auf einem Hügel die ehemalige Residenz der Gerichtsherren von Uitikon und Nieder-Urdorf. Oberst Hans-Jakob Steiner von Hallwil und seine Nachfolger bauten in den Jahren 1624–1626 «das neue Haus auf dem Büel» zu einem Schloss aus. 1650 wurde, dem Zeitgeschmack entsprechend, eine barocke Fassade errichtet, wie das noch erhaltene Portal zeigt. Auch nach dem Untergang der Gerichtsherrschaft wohnten die Steiners noch lange im Schloss. Im Herbst 1874 wurde die Anstalt Uitikon am Albis als Zwangsarbeitsanstalt eröffnet, nachdem im Jahre zuvor 14 Gemeinden (Aesch, Birmensdorf, katholisch und reformiert Dietikon, Enge, Fluntern, Hottingen, Oberstrass, Riesbach, Uitikon, Urdorf, Wiedikon, Wipkingen und die Stadt Zürich) beschlossen hatten, eine bezirkseigene Anstalt zu schaffen. So wurde das Schlossgut Uitikon gekauft und ausgebaut. Ab 1877 erhielt die Anstalt staatliche Unterstützung. Am 12. April 1926 beschloss der Kantonsrat die Umwandlung der Anstalt in eine Arbeitserziehungsanstalt unter gleichzeitiger Aufhebung der Frauenabteilung. 1979 wurde die Anstalt um eine geschlossene Abteilung erweitert.

Der Gerichtsherr Hans Jakob Steiner erfüllte 1625 den Wunsch seines Bruders und machte sich ans Werk, für Uitikon eine Kirche zu bauen. Die Einwohner waren davon nicht besonders begeistert, mussten sie doch bedeutenden Frondienst leisten. Doch eine Strafpredigt des Gerichtsherrn hatte zur Folge, dass schon sechs Wochen später die Kirche mit dem aufgesetzten Türmchen unter Dach und Fach war. So wurde Uitikon die erste Gemeinde mit einem nachreformatorischen Kirchenbau. Für die römisch-katholischen Bewohner entstand im Jahr 1970 die Kirche St. Michael nach Plänen des ungarischen Architekten Dezsö Ercsi.

Die Richtplanung sorgt dafür, dass die Einwohnerzahl, die heute bei 3900 liegt, 4500 nicht wesentlich übersteigen wird. Die Gemeinde verfügt über ein eigenes Hallenbad mit Sauna, eine Sternwarte, ein neugestaltetes Dorfzentrum mit Saalbau, reformiertem Kirchenzentrum und Alterswohnungen. Der Dorfkern Uitikon ist von regional schützenswerter Bedeutung.

Wappen

Blasonierung

In Rot ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen.

Name

Der Gemeindename Uitikon ist ein sprachliches Kuriosum. Denn ausgesprochen wird er von den Einheimischen als Üdike. Am 30. März 1951 hat die Gemeindeversammlung beschlossen, dass die offizielle Ortsbezeichnung unverändert weitergeführt wird, obwohl sie ähnlich klingt wie Witikon oder Uetikon.

Bevölkerung

Nach Angaben des Statistischen Amtes des Kantons Zürich (Stand: 2000) sind 47.2 Prozent der Bevölkerung reformiert und 27.8 Prozent römisch-katholisch. 17.6 Prozent sind konfessionslos, für 2.3 Prozent lagen keine Angaben vor. Es gibt eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, die der Landeskirche des Kantons Zürich angehört. Seit 1971 gibt es die katholische Kirche St. Michael; für sie ist die Pfarrei Aesch-Birmensdorf-Uitikon des Bistums Chur zuständig. Von 1956 bis 1967 amtierte Ernst Sieber (Pfarrer) in der reformierten Kirche von Uitikon.

Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Auf Gemeindegebiet liegen die Bahnstationen Uitikon-Waldegg und Ringlikon der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU), an der Uetlibergbahn (S10), mit welcher man entweder in die Stadt Zürich oder auf den Zürcher Hausberg, den Uetliberg gelangt. Busverbindungen bestehen nach Zürich-Triemli und Stallikon. Ebenfalls Teil des Zürcher Verkehrsverbunds ist ein Dorfbus, der halbstündlich durchs Dorf fährt. Mit dem Auto kann die Zürcher Westumfahrung als Teil der Autobahn A3 ohne weitere Ortsdurchfahrt direkt erreicht werden.

Literatur

  • Karl Grunder: Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 9: Der Bezirk Dietikon. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1997 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 88). ISBN 3-909164-57-9. S. 265–294.

Weblinks

 Commons: Uitikon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.

Kategorien: Schweizer Gemeinde | Ort im Kanton Zürich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Uitikon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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