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Uecker


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Uecker (Begriffsklärung) aufgeführt.
Uecker
(Ucker)

Ucker/Uecker, Randow und Welse

Daten
Gewässerkennzahl DE: 968
Lage Deutschland, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
Flusssystem Uecker
Quelle bei Alt Temmen
Quellhöhe 69 m ü. NN
Mündung in das Stettiner Haff
Länge ca. 98 km
Einzugsgebiet 2200 km²

Abfluss MQ
7,65 m³/s
Linke Nebenflüsse Schiefe Möhne (Köhntop), Beeke, Kuhgraben, (Strasburger) Mühlbach, Kienappelgraben, Hammergraben
Rechte Nebenflüsse Randow, Seegraben, Mühlgraben
Durchflossene Seen Großer Krinertsee, Düstersee, Mühlensee, Behrendsee, Große Lanke, Oberuckersee, Unteruckersee
Kleinstädte Prenzlau, Pasewalk, Torgelow, Ueckermünde

Uckerkanal an der Brücke bei Seehausen (Uckermark)

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Die Uecker (Ucker) ist ein gut 98 Kilometer langer Tieflandfluss mit einem 2200 km² großen Einzugsgebiet. Der langsam fließende, abwechslungsreiche Fluss trägt in seinem Brandenburger Teil den Namen Ucker und in Mecklenburg-Vorpommern den Namen Uecker.

Namen

Der Name des Flusses ist eng verbunden mit dem nach dem Fluss benannten slawischen Volksstamm der Ukranen, die auf der Burgwallinsel im Oberuckersee ein befestigtes Handelszentrum hatten. Der Flussname wurde ursprünglich mit langem u ausgesprochen, das ck diente im Niederdeutschen (im Gegensatz zum Hochdeutschen) zur Dehnung des vorangehenden Vokals. Nachdem die Versionen „Ucker“, „Uecker“ und „Ücker“ zeitweilig gleichwertig verwendet wurden, hat man sich in jüngerer Zeit beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie auf die traditionellen Bezeichnungen geeinigt: Ucker auf brandenburgischem, Uecker ([ˈʏkər]) auf vorpommerschem Gebiet. Die Deutung des slawischen Gewässernamens ist unklar: Früher wurde „die Schnelle“ bevorzugt, heute „die sich Schlängelnde“.

Flusslauf

Die Ucker entspringt bei Alt Temmen (einem Ortsteil der Gemeinde Temmen-Ringenwalde) auf einer Höhe von 69 Metern über Normalnull und fließt nach Norden. Sie durchquert den Oberuckersee, fließt weiter als der Uckerkanal über den Mollensee und durch den Unteruckersee bei Prenzlau. Nach ungefähr halber Strecke erreicht die Ucker bei Nieden Vorpommern und wendet sich nun als Uecker nach Pasewalk. Zwischen Pasewalk und der Mündung wurde die Uecker Mitte des 19. Jahrhunderts staugeregelt. Vorbei an Torgelow und Eggesin (wo rechts die Randow einmündet) verläuft der Fluss weiter nach Ueckermünde und mündet in dieser östlichsten deutschen Hafenstadt in den Kleines Haff genannten westlichen Teil des Stettiner Haffs (Oderhaffs), das mit der Ostsee verbunden ist.

Wasserstraße

Heute hat die Uecker keine Bedeutung mehr als Wasserstraße. Lediglich die 2,66 km lange Mündungsstrecke der Uecker (Ue) durch den Ueckerkanal (km 95,81 Südwestkante der Straßenbrücke in Ueckermünde bis km 98,47 Molenköpfe)[1] ist eine Bundeswasserstraße[2] der Klasse IV, auf der die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung gilt. Zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund.

Dank ihres teils idyllischen Verlaufs ist sie ein beliebtes Ziel für Paddeltouren. Die Gesamttour führt vom Oberuckersee über rund 82 km und kann in 3 bis 5 Tagen durchgeführt werden.

Die Uckerrinne wollte aber auch der adlige Anlieger am Südende des Oberuckersees, v. Arnim auf Suckow, nutzen, teils zur Holzflößerei, teils zum Transport von Ziegelsteinen und Fischen. Damit kam er aber den Prenzlauer Fischern ins Gehege, die die Fischereirechte des Amtes Gramzow in der Oberucker gepachtet hatten. Deren beste Fischbestände lagen im Strom zwischen Seehausen und Potzlow und würden durch die Arnimschen Schiffe gefährdet. 1716 versprach der Feudalherr, auf die Fischzeiten Rücksicht zu nehmen. Doch der Widerstand der Pachtfischer wuchs, da v. Arnim (1751) seine Schifffahrt und Fischerei immer mehr ausgedehnt hatte.[3][4]

Landschaftsgebiet

Besonders erwähnenswert:

Siehe auch

Uckermärkische Seen

Einzelnachweise

  1. Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes , Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  2. Verzeichnis E, Lfd.Nr. 59 der Chronik , Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  3. Die Uckermark. Lieselott Enders, Seite 556
  4. StAP, Pr. Br. Rep. 7 Gramzow Nr. 688

Literatur

  • M. Eckoldt (Hrsg.): Flüsse und Kanäle · Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen. DSV-Verlag, Hamburg 1998

Weblinks

 Commons: Uecker  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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