Uebigau-Wahrenbrück - LinkFang.de





Uebigau-Wahrenbrück


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-ElsterVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 135,61 km²
Einwohner: 5462 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 04924 (Wahrenbrück (mit Zinsdorf), Beiersdorf, Beutersitz, Bönitz, Domsdorf, Kauxdorf, Marxdorf, Prestewitz, Rothstein, Wildgrube, Winkel),
04938 (Uebigau mit Bomsdorf und München, Drasdo, Langennaundorf, Wiederau),
04895 (Bahnsdorf, Neudeck, Saxdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 035365, 035341 (Beutersitz, Bönitz, Kauxdorf, Rothstein, Saxdorf, Zinsdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 500
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 11
04938 Uebigau-Wahrenbrück
Webpräsenz: www.uebigau-wahrenbrueck.de
Bürgermeister: Andreas Claus
}

Uebigau-Wahrenbrück ist eine Stadt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg (Deutschland). Die Städte Uebigau und Wahrenbrück und die Gemeinden Bahnsdorf, Drasdo und Wiederau wurden am 31. Dezember 2001 unter dem Namen Uebigau-Wahrenbrück zusammengeschlossen.

Geografie

Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück liegt im Südwesten des Landes Brandenburg, etwa 25 km östlich der Elbestadt Torgau, etwa 10 km südlich der Kreisstadt Herzberg und 4 km nördlich von Bad Liebenwerda. Die Schwarze Elster fließt durch das Stadtgebiet, die Kleine Elster mündet nordöstlich von Wahrenbrück in die Schwarze Elster. Die größten Ortsteile bilden die ehemaligen Städte Uebigau und Wahrenbrück, welche 7 km voneinander entfernt liegen. Die Fernverkehrsstraße B 101 führt östlich von Wahrenbrück und Uebigau vorbei. Uebigau liegt 3 km östlich des Bahnknotenpunktes Falkenberg/Elster an der Bahnstrecke Halle–Cottbus.

Nachbargemeinden

An Uebigau-Wahrenbrück grenzen folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Herzberg (Elster), Doberlug-Kirchhain, Schilda, Tröbitz, Schönborn, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elbe und Falkenberg/Elster.

Geologie

In der Nähe des Ortsteiles Rothstein ragt aus der flachen Landschaft der Rothsteiner Felsen heraus. Es sind die freiliegenden Reste eine Felsplatte, welche vor etwa 560 Millionen Jahren entstand. Ausgangsmaterial ist Grauwacke. Diese wurde durch Ablagerungen aus heißen Quellen verkieselt.

Das Felsengestein wurde jahrhundertelang abgebaut und als Baumaterial (Rothsteiner Schotter) verwendet. Seit 1915 ist der Abbau des Hauptfelsens verboten und er steht unter Naturschutz.

Stadtgliederung

Eingemeindungen

Vor der Neubildung der Stadt Uebigau-Wahrenbrück am 31. Dezember 2001[2] gab es etliche Eingemeindungen:

  • Die Stadt Wahrenbrück wurde 1998 um zwölf benachbarte Orte vergrößert.[3] Bereits Anfang 1977 hatte sie Zinsdorf erhalten.[4]
  • Die Stadt Uebigau wurde 1960 um München,[4] 1970 um Bomsdorf[4] und 1998 um Langennaundorf vergrößert.[3]
  • Die Gemeinde Bahnsdorf erhielt 1957 Neudeck.[4]
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bahnsdorf 31. Dezember 2001
Beiersdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Beutersitz 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Bomsdorf 22. März 1970 Eingemeindung nach Uebigau
Bönitz 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Domsdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Drasdo 31. Dezember 2001
Kauxdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Langennaundorf 31. Dezember 1998 Eingemeindung nach Uebigau
Marxdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
München 1. Januar 1960 Eingemeindung nach Uebigau
Neudeck 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Bahnsdorf
Prestewitz 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Rothstein 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Saxdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Uebigau 31. Dezember 2001
Wahrenbrück 31. Dezember 2001
Wiederau 31. Dezember 2001
Wildgrube 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Winkel 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Zinsdorf 1. Januar 1977 Eingemeindung nach Wahrenbrück

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
2001 6 727
2002 6 624
2003 6 550
2004 6 521
2005 6 392
Jahr Einwohner
2006 6 259
2007 6 145
2008 6 007
2009 5 892
2010 5 769
Jahr Einwohner
2011 5 755
2012 5 717
2013 5 598
2014 5 548
2015 5 462

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Religion

Von den Einwohnern der Stadt waren 2011 32 % evangelisch und 3 % katholisch.[7]

Das Pfarramt St. Nikolai (Uebigau) ist auch für die Dorfkirchen in Drasdo, Langennaundorf und Wiederau zuständig, das Pfarramt Wahrenbrück auch für Bönitz und das Pfarramt Saxdorf auch für Kauxdorf. Alle drei lutherischen Pfarrämter gehören zum Kirchenkreis Bad Liebenwerda im Propstsprengel Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Für die Katholiken gibt es seit 1964 die Kirche St. Peter und Paul (Uebigau); sie gehört zur Pfarrei St. Franziskus mit Sitz in Bad Liebenwerda, Bistum Magdeburg.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung von Uebigau-Wahrenbrück setzt sich aus 18 Stadtverordneten und dem Bürgermeister zusammen. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 55,9 % zu folgendem Ergebnis:[8]

Partei / Liste CDU SPD Linke FDP WG LUN1 WG E-R2 EB
Stimmenanteil 32,8 % 5,8 % 10,8 % 11,4 % 14,7 % 13,7 % 3,5 %
Sitze 6 1 2 2 3 3 1

1 Wählergruppe Landwirtschaft, Umwelt und Natur     2 Wählergemeinschaft Elster-Röderland

Bürgermeister

Andreas Claus wurde in der Bürgermeisterwahl am 19. Juni 2011 mit 65,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[9]

Wappen

Das Wappen wurde am 3. September 2003 genehmigt.

Blasonierung: „Geviert; Feld 1: in Grün hinter einer silbernen Zinnenmauer ein gezinnter silberner Turm mit zwei schwarzen Fenstern und einem beknauften roten Spitzdach; Feld 2: in Silber neun (3:3:3) schrägrechte grüne Blätter; Feld 3: in Silber zehn (3:3:3:1) schrägrechte grüne Blätter; Feld 4: in Rot auf einer dreibogigen silbernen Steinbrücke ein silberner Turm mit einem bewimpelten Spitzdach, schwarzen Tor und zwei schwarzen Fenstern.“[10]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet. In das Wappen sind die ehemaligen Stadtwappen der vormals eigenständigen Städte Uebigau und Wahrenbrück eingeflossen.

Städtepartnerschaften

Partnerstädte von Uebigau-Wahrenbrück sind:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Uebigau-Wahrenbrück und in der Liste der Bodendenkmale in Uebigau-Wahrenbrück stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Museen

Geschichtsdenkmale

  • Gedenkstein von 1989 am Bahnkilometer 101,6 im Ortsteil Langennaundorf für 16 jüdische Opfer des Verlorenen Zuges, ein Bahntransport, der vom KZ Bergen-Belsen kam und in Tröbitz befreit wurde.
  • Gedenkstätte zum Gedenken an den Verlorenen Zug am Bahnkilometer 106,7
Hier wurden im sogenannten Schneewald Ende April 1945 auf Anweisung der Roten Armee 17 Tote aus dem Zug in einem Massengrab beerdigt. 1975 wurde an dieser Stelle eine Gedenkstätte eingerichtet.

Musik

  • Konzertzyklus im Uebigauer Land (in Drasdo, Langennaundorf, Uebigau und Wiederau)
  • Sommermusiken in Saxdorf

Bauwerke

Parks

Natur

Der Rothstein ist der einzige größere Naturfelsen im Land Brandenburg.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Jedes Jahr Anfang Oktober findet in „München an der Elster“ das Oktoberfest statt. Im Jahr 2005 nahmen daran mehrere Tausend Besucher teil, 10 % davon erschienen in Dirndl und Lederhose.
  • Rothsteiner Felsenfest am 2. Wochenende im Juli
  • Jährlich am ersten Juliwochenende Lobetanz in Bönitz

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

  • uesa GmbH (Uebigauer Elektro- und Schaltanlagenbau, 350 Mitarbeiter)
  • Ormazabal Schaltanlagen Uebigau GmbH (120 Mitarbeiter)
  • EFEN GmbH (132 Mitarbeiter)
  • Predl GmbH Bönitz

Verkehr

An der Bahnstrecke Halle–Cottbus gibt es Haltepunkte der Deutschen Bahn in Beutersitz/Bahnhof und Uebigau.
Die Bundesstraße 101 ist die größte Straße im Stadtgebiet, sie führt von Berlin bis ins Westerzgebirge.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. 3,0 3,1 StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster . S. 33
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Zensusdatenbank
  8. Statistik Berlin-Brandenburg (PDF)
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 19. Juni 2011
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks

 Commons: Uebigau-Wahrenbrück  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Uebigau-Wahrenbrück (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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