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Udo von Tresckow


Hans Ludwig Udo von Tresckow (* 7. April 1808 in Jerichow; † 19. Januar 1885 in Stünzhain) war ein preußischer General der Infanterie.

Leben

Herkunft

Er stammt aus dem Adelsgeschlecht Tresckow und war ein Sohn des preußischen Oberstleutnants a. D. Karl August von Tresckow (* 27. August 1779 in Neuermark; † 18. Oktober 1845 in Minden) und dessen Ehefrau Wilhelmine Charlotte Amalie, geborene Gräfin Henckel von Donnersmarck, geschiedene von Gansauge (* 5. März 1777 in Groß-Salze; † 22. Dezember 1847 in Burg). Der spätere preußische Generalleutnant Alexander Bernhard von Tresckow (1805–1878) war sein Bruder.[1]

Militärkarriere

Tresckow war von 1818 bis Mitte April 1822 Kadett in Potsdam und in Berlin. Anschließend kehrte er auf das elterliche Gut zurück und trat am 26. November 1824 in die 4. Jägerabteilung der Preußischen Armee ein. Dort wurde er 1829 zum Sekondeleutnant und 1846 zum Premierleutnant befördert und stieg zwischenzeitlich im Februar 1835 zum Adjutant auf. Am 27. November 1848 folgte mit seiner Beförderung zum Hauptmann seine Ernennung zum Kompaniechef im 3. Jägerbataillon. Nach weiteren Verwendungen erhielt Tresckow von 1856 bis 1864 das Kommando über das sachsen-altenburgische Truppenkontingent. Im Anschluss daran wurde er als Oberst Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 53, das er im 1864 im Krieg gegen Dänemark führte. Auch im Deutschen Krieg 1866 befehligte er das Regiment und wurde am 8. Juli 1866 Kommandeur der kombinierten Garde-Infanteriebrigade beim II. Reserve-Armee-Korps. Tresckow kämpfte dabei während des Mainfeldzuges bei Dermbach, Kissingen und Aschaffenburg. Nach der Besetzung Sachsens formierte er in Leipzig die preußische Division des II. Reserve-Armee-Korps und besetzte unter dem Oberbefehl des Großherzogs Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin Bayern.

Am 30. Oktober 1866 wurde er Kommandeur der 33. Infanterie-Brigade in der Hansestadt Hamburg. Am Anfang des Deutsch-Französischen Krieges 1870 übernahm Tresckow das Kommando der 1. Landwehrdivision und wurde kurz darauf am 13. August Kommandeur der 1. Reserve-Division im Korps Werder, mit der er an der Belagerung von Straßburg teilnahm. Danach leitete er die Belagerung der Festung Belfort, die er jedoch nicht einnehmen konnte, so dass die Festung erst nach dem Waffenstillstand ehrenvoll kapitulierte. Im Januar 1871 wurde er zum Generalleutnant befördert und am 17. Februar 1871 mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet, nachdem er bereits vorher beide Klassen des Eisernen Kreuzes erhalten hatte.

Nach dem Friedensschluss erhielt Tresckow das Kommando über die 2. Division und am 3. April 1875 folgte seine Stellung à la suite des 7. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 96. Tresckow wurde am 12. Mai 1875 mit dem Charakter als General der Infanterie und unter Belassung in seiner Stellung à la suite des Infanterie-Regiments Nr. 96 mit Pension zur Disposition gestellt. Er verstarb in Stünzhain bei Altenburg.

Auszeichnungen

Neben dem Pour le Mérite hatte Tresckow für seine Leistungen weitere Orden und Ehrenzeichen erhalten. Er war u. a. Inhaber des Roten Adlerordens I. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe, des Großkreuzes des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens und des Albrechts-Ordens sowie des Komtur I. Klasse des Militär-Karl-Friedrich-Verdienstordens und des Bayerischen Militärverdienstordens.

Familie

Tresckow hatte sich am 6. Oktober 1836 in Nordhausen mit Julie Friederike Hermine Belz (* 1816 in Nordhausen; † 15. März 1884 in Altenburg) verheiratet. Sie war die Tochter des Stadtverordneten in Nordhausen Johann Friedrich Belz. Aus der Ehe ging die Tochter Wilhelmine Alwine (* 11. April 1838 in Nordhausen) hervor.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 7, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, ohne Jahr, S. 360


Kategorien: Person im Deutsch-Dänischen Krieg | Träger des Bayerischen Militärverdienstordens | Träger des Albrechts-Ordens (Großkreuz) | Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Großkreuz) | Träger des Militär-Karl-Friedrich-Verdienstordens (Komtur) | General der Infanterie (Königreich Preußen) | Gestorben 1885 | Geboren 1808 | Träger des Roten Adlerordens 1. Klasse | Person im Deutschen Krieg | Person im Deutsch-Französischen Krieg | Träger des Pour le Mérite (Militärorden) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Udo von Tresckow (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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