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Uder


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Künstler siehe Justus Uder.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: EichsfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Uder
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 14 km²
Einwohner: 2608 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036083
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 097
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Siedlung 14
37318 Uder
Webpräsenz: www.gemeinde-uder.de
Bürgermeister: Gerhard Martin (CDU)
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Uder ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld sowie Mitgliedsgemeinde und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uder.

Geographische Lage

Uder liegt im Tal der Leine ungefähr 4 Kilometer westlich von Heilbad Heiligenstadt. Die Landschaft wird durch die umliegenden Berge geprägt, darunter die Elisabethhöhe (430 m) im Osten, den Höhberg (ca. 450 m) im Südosten und den Wessen (344 m) im Norden.

Zur Ortslage gehört noch der westlich gelegene weilerartige Ortsteil Schönau.

Geschichte

Uder

Die erste urkundliche Erwähnung Uders erfolgte im Jahre 1089 als Udra. Diese Bezeichnung wechselte mehrmals im Lauf der Geschichte. So wurde der Ort zwischen 1137 und 1158 als Othera bezeichnet, 1162 als Udera, 1205 als Odra oder Odera, 1241 wieder als Udera und 1588 als Ohder. Das Dorf war bis 1802 im Besitz des Erzstifts Kurmainz, Grundherren waren die Junker von Volkerode. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen (Kanton Udra). Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Südöstlich von Uder gibt es den Flurnamen "Alte Burg" am Fuße des Bergrückens "Elisabethhöhe". Es wird angenommen, dass auf diesem Bergrücken eine Befestigungsanlage gestanden hat. Durch Steinbrüche ist das Umfeld stark gestört. Reste einer Buntsandsteinmauer wurden im 20. Jahrhundert gefunden. Vom Leinatal ziehen sich noch Wälle und Hohlen hinauf zur Elisabethhöhe. Im Tal führte einst die Heerestraße vorbei.[2]

Nach 1945 lag der Ort in der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 in der DDR. Bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Uder jahrzehntelang durch das Grenzregime der DDR im Bereich der innerdeutschen Grenze nachhaltig beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wiedergegründeten Land Thüringen der Bundesrepublik Deutschland.

Schönau

Der Ortsteil Schönau wurde 1318 erstmals als „Schonawe“ urkundlich erwähnt. Die früher selbstständige Gemeinde wurde nach Uder eingemeindet. Der Ort hat derzeit 72 Einwohner.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 2.513
  • 1995: 2.508
  • 1996: 2.556
  • 1997: 2.538
  • 1998: 2.541
  • 1999: 2.575
  • 2000: 2.539
  • 2001: 2.541
  • 2002: 2.540
  • 2003: 2.525
  • 2004: 2.539
  • 2005: 2.540
  • 2006: 2.543
  • 2007: 2.545
  • 2008: 2.579
  • 2009: 2.554
  • 2010: 2.557
  • 2011: 2.542
  • 2012: 2.539
  • 2013: 2.600
  • 2014: 2.593
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Uder setzt sich aus 14 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[3]

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Gerhard Martin (CDU) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[4]

Wappen

Blasonierung: „Durch einen silbernen Wellenbalken schräglinks geteilt von Rot und Blau, oben ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten eine silberne Jakobusmuschel.“

Wappenerklärung: Der silberne Wellenbalken stellt die Lage von Uder an der Leine dar, das sechsspeichige silberne Rad ist das Mainzer Rad, das die Zugehörigkeit des Ortes über Jahrhunderte zum Kurfürstentum Mainz bekundet. Die silberne Pilger- oder Jakobsmuschel stellt das Patrozinium der Ortskirche zu Jakobus dem Älteren dar, der blaue Grund symbolisiert die Weihung von Uder und dem gesamten Eichsfeld der Gottesmutter Maria.

Verkehr

Verkehrsmäßig ist der Ort gut über die Landesstraße 3080, die Bundesautobahn 38 und einem Haltepunkt der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden erreichbar.

Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Kirche St. Jakobus, erbaut im Jahre 1910 an der Stelle zweier Vorgängerbauten aus dem 12. und 17. Jahrhundert. Zur Ausstattung gehören ein barocker Hochaltar und ein gotischer Schnitzaltar.
  • Uder liegt am Jakobusweg. Seit 1998 zeigt eine Stele den Weg nach Santiago de Compostela.
  • Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist die Lourdesgrotte aus Naturstein auf dem Marienhügel, dem ehemaligen Katzenkopf. Sie wurde im Jahr 1907 von Mitgliedern des Arbeiter- und Turnvereins errichtet. Die große Marienstatue wurde direkt aus Lourdes bezogen. Sie war ein Geschenk von einigen Lourdespilgern. Am Kirchweihfest des Jahres 1908 wurde die Grotte eingeweiht. Der Stationsweg zur Grotte wurde ebenfalls im Jahr 1908 eingeweiht.
  • Das Ossenritter-Denkmal (Schöpfer: der gebürtige Uderaner Heimo Ertl) wurde 2009 im Leinepark aufgestellt. Es erinnert an die Sage, dass der damalige Schulze (Bürgermeister) von Uder, Hansfranz Hase, 1153 von Kaiser Friedrich Barbarossa in Ermangelung eines ritterlichen Pferdes auf einem Ochsen zum Ritter geschlagen wurde. Seither werden die Einwohner von Uder mit Spitznamen "Ossenritter" genannt.
  • Schulmuseum
  • Knorrsches Haus und weitere Fachwerkhäuser im Ortskern
  • Parkanlage an der Leine
  • Evangelische Christuskapelle
  • Uder liegt am Leine-Heide-Radweg und bietet zahlreiche Wanderwege in die nähere Umgebung, unter anderem zur Blockhütte auf dem Wessen.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: Uder  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 50.
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 10. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Kategorien: Ort an der Leine | Ort im Landkreis Eichsfeld | Uder | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Uder (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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