Udarnoje (Kaliningrad) - LinkFang.de





Udarnoje (Kaliningrad)


Siedlung
Udarnoje/Ackmenischken
Ударное
Flagge Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet vor 1668
Frühere Namen Achmincken (nach 1668),
Ackmenienlauken (vor 1785),
Ackmenischken,
Kirchspiel Aulowönen (bis 1938),
Steinacker (1938–1946)
Bevölkerung 15 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 29 m
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238174
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 807 007
Geographische Lage
Koordinaten }

Udarnoje (russisch Ударное, ehemals deutsch Ackmenischken, Kirchspiel Aulowönen) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Es gehört zur Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage

Udarnoje liegt nördlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die Nismennoje (Pleinlauken, 1938–1946 Rosenthal) über Osjornoje (Neu Lappönen) mit Bolschakowo (Groß Skaisgirren, 1938–1946 Kreuzingen) verbindet. Bis 1945 war Eichhorn (heute russisch: Jablotschnoje) die nächste Bahnstation an der nicht mehr vorhandenen Bahnstrecke Insterburg–Groß Skaisgirren der Insterburger Kleinbahnen.

Geschichte

Das Dorf Ackmenischken[2] gehörte zum Kirchspiel Aulowönen (ab 1938 Aulenbach, heute: Kalinowka) und knapp 25 Kilometer nördlich von Insterburg (heute Tschernjachowsk). Seit dem 11. März 1874 gehörte es als Landgemeinde zum Amtsbezirk Keppurlauken (heute nicht mehr existent). Am 12. Januar 1914 wurde das etwa zwei Kilometer südlich gelegene und heute nicht mehr existierende Warglauken nach Ackmenischken eingemeindet. Am 3. Juni (bestätigt am 16. Juli) 1938 wurde die Gemeinde Ackmenischken im Zuge der nationalsozialistischen Namensreform in Ostpreußen in Steinacker umbenannt.

In Folge des Zweiten Weltkriegs kam das Dorf 1945 zur Sowjetunion. Von Vertriebenen wurde berichtet, dass in Steinacker eine Kolchose eingerichtet wurde, in der zunächst noch 86 Deutsche lebten, von denen bis zur Vertreibung der verbliebenen 36 verhungerten.

Der 1946 in „Udarnoje“ umbenannte Ort wurde 1947 dem Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und dem Dorfsowjet Kalinowka (ehemals Aulowönen/Aulenbach) unterstellt, bevor es 2009 zusammen mit diesem im Rahmen einer Verwaltungsreform eine „Siedlung“ (russisch: possjolok) in der Landgemeinde (Selskoje posselenije) Kaluschskoje (ehemals Grünheide) – Amtssitz in Sagorskoje (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund) – wurde.[3]

Name

Der Name Ackmenischken beschreibt steiniges Gelände. Er leitet sich von prußisch akmenis für Stein, Felsen, Gestein, Brocken bzw. von kurisch akmins für Stein ab.

Bewohner 1939

  • 20 Haushalte
  • 129 Einwohner (davon 61 männlich)
  • 108 Personen waren in der Land- und Forstwirtschaft tätig
  • 5 Beamte oder Angestellte

Landwirtschaftliche Betriebe

  • 3 zwischen 0,5 und 5 Hektar
  • 2 zwischen 5 und 10 Hektar
  • 3 zwischen 20 und 100 Hektar
  • 1 über 100 Hektar

Einzelnachweise

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1 , Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Ackmenischken .- Nach Lange ist das Dorf Ackmenischken (Steinacker) nicht mehr existent. Er kennt für den Ort Ackmenischken (Sittenfelde), ebenfalls im Kreis Insterburg bzw. Rajon Tschernjachowsk gelegen und immer noch existent, den Namen Udarnoje. So auch die Straßenkarte im Höfer-Verlag Nordostpreußen/Oblast Kaliningrad. Die Website Prussia39.ru verwechselt gar die beiden Orte mit den Veränderungsnamen Steinacker bzw. Sittenfelde. Ob also Ackmenischken (Steinacker) mit „Udarnoje“ wirklich gemeint ist, kann nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden
  3. Gesetz Nr. 262 der Oblast Kaliningrad vom 30. Juni 2008: „Zur Organisation der örtlichen Selbstverwaltung auf dem Territorium des munizipalen Gebildes ‚Stadtkreis Tschernjachowsk‘“; präzisiert durch Gesetz Nr. 370 der Oblast Kaliningrad vom 1. Juli 2009 „Zur Zusammensetzung der Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad“ (russisch)

Literatur

  • Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S. 386.
  • Vilius Pėteraitis: Mažosios Lietuvos ir Tvankstos vietovardžiai. Jų kilmė ir reikšmė. Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas, Vilnius 1997, ISBN 5-420-01376-2, S. 47 (Foundation of Lithuania Minor: Mažosios Lietuvos Fondo leidiniai 6).
  • Richard Pietsch: Deutsch-Kurisches Wörterbuch. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1991, ISBN 3-922296-60-2, S. 19 (Schriftenreihe Nordost-Archiv 33).

Weblinks


Kategorien: Ort im Rajon Tschernjachowsk

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Udarnoje (Kaliningrad) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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