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Uckerfelde


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: UckermarkVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Gramzow
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: 46,21 km²
Einwohner: 948 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17291
Vorwahlen: 039858, 039861
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 578
Adresse der Amtsverwaltung: Poststraße 25
17291 Gramzow
Webpräsenz: www.amtgramzow.de
Bürgermeister: Jörg Mach
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Uckerfelde ist eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Uckermark im Nordosten Deutschlands. Sie gehört dem Amt Gramzow an.

Geografie

Die uckermärkische Gemeinde Uckerfelde liegt südöstlich der Kreisstadt Prenzlau in einem Grundmoränengebiet, das sich zwischen den parallel verlaufenden Tälern der Ucker und Randow ausbreitet. Die seenreiche Umgebung ist durch intensive Landwirtschaft und viele Windenergieanlagen gekennzeichnet. Die höchsten Erhebungen innerhalb der Gemeindegrenzen bilden der Hohe Berg und der Bollenberg mit 104 bzw. 103 m ü. NN .

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Uckerfelde gehören die Ortsteile Bertikow, Bietikow, Falkenwalde und Hohengüstrow sowie die Wohnplätze Kleinow, Mattheshöhe, Neu-Kleinow und Weselitz.

Geschichte

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Bertikow, Bietikow, Falkenwalde und Hohengüstow.[2]

Der Fundplatz Falkenwalde liegt im Gemeindegebiet.

Bertikows Dorfgeschichte lässt sich laut einer Urkunde bis 1243 zurückverfolgen, etwa 30 Jahre früher erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Bietikow unter dem Namen Bitcowe.

Der Ort Bietikow, Ortsteil der Gemeinde Uckerfelde, wurde im Jahre 1214 unter "Bitcowe" erstmals urkundlich erwähnt. Zuvor gab es eine slawische Siedlung am Haussee. Bodenfunde belegen eine Siedlungsgeschichte in den Epochen seit der Jungsteinzeit. Während der deutschen Kolonisation wurde Bietikow als Angerdorf angelegt. Besitz am Ort hatten im Mittelalter um 1375 die v. Blankenburg, v. Eickstedt sowie das Kloster Seehausen, dessen Anteil nach der Klosterauflösung 1543 zum Amt Gramzow kam. Aus freien Flächen entstand um 1424 das Rittergut derer von Arnim, die bis 1650 in Besitz des ganzen Dorfes gelangten. Das Gut wurde 1945 enteignet und das Land im Zuge der Bodenreform an Neubauern und Umsiedlern vergeben. Die Ländereien werden heute wieder von der Familie von Arnim bewirtschaftet.

Für 1573 sind ein Schulze, ein Schmied und ein Hirte im Dorf überliefert, 1775 gab es eine Schäferei, 17 Bauern und 42 Feuerstellen. Im Jahr 1900 wurden vier Bauern, fünf Landeigentümer, ein Schmied, ein Lehrer und ein Chausseeaufseher gezählt. Nach 1945 fanden in Bietikow 37 landlose sowie landarme Bauern und Umsiedler eine neue Heimat.

Der heutige Ortsteil Falkenwalde – ursprünglich als Angerdorf angelegt – wurde 1375 erstmals urkundlich erwähnt.

Das Dorf Hohengüstow hieß bis um 1900 Güstrow, es taucht zum ersten Mal 1365 in einer Urkunde auf. In den 1930er Jahren wurde der östliche Teil Hohengüstows aufgesiedelt, hier schufen sich etwa 15 Familien aus dem süddeutschen Raum neue Existenzen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
2001 1 126
2002 1 118
2003 1 085
2004 1 095
2005 1 089
Jahr Einwohner
2006 1 087
2007 1 061
2008 1 054
2009 1 046
2010 1 053
Jahr Einwohner
2011 1 008
2012 997
2013 992
2014 953

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Uckerfelde besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Wählergruppe Uckerfelde-Bietikow-Bertikow 5 Sitze
  • Wählergruppe Hohengüstow 3 Sitze
  • Wählergruppe Wir für die Bürger 2 Sitze

Bürgermeister

Jörg Mach wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 58,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[6] gewählt.[7]

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Uckerfelde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Falkenwalder Kirche (gotischer Feldsteinbau mit Wandmalereien aus der Vorreformationszeit)
  • Backsteinkirche Hohengüstow
  • Feldsteinkirche im Ortsteil Bertikow

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Landwirtschaft ist nach wie vor prägend im gesamten Gemeindegebiet. An der Autobahn-Anschlussstelle nahe dem Ortsteil Hohengüstow arbeitet eine Autobahnmeisterei.

Im Ortsteil Bertikow befindet sich das Kraftwerk Uckermark, ein Verbund von Windkraftanlagen und einem Biomassekraftwerk.

Verkehrsanbindung

Das Autobahndreieck Kreuz Uckermark (A 11, A 20, B 166) liegt teilweise auf dem Gemeindegebiet Uckerfeldes. Die B 198 (Prenzlau–Angermünde) führt durch die Ortsteile Bietikow und Hohengüstow (Autobahn-Anschlussstelle Gramzow). Der nächste Bahnanschluss liegt im etwa zehn Kilometer entfernten Prenzlau, nachdem die Kreisbahn Schönermark–Damme am 30. Juni 1997 stillgelegt wurde.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Uckerfelde  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Bietikow in der RBB-Sendung Landschleicher vom 28. Oktober 2007
  • Bertikow in der RBB-Sendung Landschleicher vom 27. März 2005

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark . S. 30–33
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  6. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Kategorien: Uckerfelde | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Uckerfelde (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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