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U-Kurve


Die U-Kurve (englisch Stuck in the Middle) bezeichnet den Zusammenhang zwischen Marktanteil und Rentabilität im Rahmen der branchenbezogenen Erfolgsforschung.

Erläuterung

Michael E. Porter, welcher sich seit den 1970er Jahren mit dem Zusammenhang zwischen Markterfolg und Strategie beschäftigt, fand in einer Reihe empirischer Untersuchungen heraus, dass

  • Unternehmen mit sehr geringem Marktanteil („Spezialisten“, „Fokussierung“) und
  • Unternehmen mit sehr großem Marktanteil („Generalisten“, „Standardisierung“)

eine signifikant hohe Rentabilität aufweisen. Andere Wettbewerber - mit mittelmäßigen Marktanteilen - erreichen hingegen geringe Rentabilität. Die Wettbewerber mit mittelmäßigen Marktanteilen „sitzen zwischen den Stühlen“ (Stuck in the Middle): Sie sind zu klein, um mit den Marktführern zu konkurrieren, und zu groß, um die Nischeneconomies der Spezialisten nutzen zu können. Die Größenangaben für hohe Rentabilitäten in Bezug auf den Marktanteil variieren bei empirischen Befunden. So wird die Spanne für ein stuck in the middle mit zehn bis 20 Prozent Marktanteil in mehreren Studien genannt, während sich die Spannbreite für Spezialisten in der Größenordnung von ein bis fünf Prozent (alle Spezialisten zusammen jedoch nicht mehr als zehn Prozent) bewegt und für Unternehmen mit mehr als 40 Prozent Marktanteil wiederum steigende Rentabilitäten beobachtet werden.

Literatur

  • R. E. Caves, Michael E. Porter, A. M. Spence: Competition in the open economy. Harvard University Press, Cambridge 1980.
  • Cynthia A. Montgomery; Michael E. Porter (Hrsg.): Strategy. Seeking and Securing Competitive Advantage. Harvard Business Press, Boston/Mass. 1991.
  • Michael E. Porter: Consumer behavior, retailer power, and manufacturer strategy in consumer goods industries. Doctoral dissertation (unpublished), Harvard 1973.
  • Michael E. Porter: Note on the structural analysis of industries. Case No. 9-376-054, Intercollegiate Case Clearing House, Boston/Mas. 1974.
  • Michael E. Porter: Interbrand choince, strategy and bilateral market power, Harvard Economic Studies, Harvard University Press, Cambridge/Mass. 1976.
  • Michael E. Porter: Market structure, strategy formulation, and firm profitability: The theory of strategic groups and mobility barriers. In: J. Cady (Hrsg.): Marketing and the public interest. Marketing Science Institute, Cambridge/Mass 1978, S. 101–126.
  • Michael E. Porter: The Structure within industry and Companies’ Performance, in: The Review of Economics and Statistics, 62. Jg. 1979, S. 214–227.
  • Michael E. Porter: Competitive Strategy. Techniques for Analyzing Industries and Competitors. Free Press, New York 1980.
  • Michael E. Porter: Strategic interaction: Some lessons from industry histories for theory and antutrust policy. In: S. C. Salop: Strategie, predation, and antitrustz analysis. Washington 1981, S. 449–506.
  • Michael E. Porter: Cases in competitive Strategy. New York: The Free Press 1983.
  • Michael E. Porter: Industrial Organization and the Evolution of concepts for strategic planning: The new learning. In: MDE, 4. Jg. 1983, Nr. 3. S. 172–180.
  • Michael E. Porter: Wettbewerbsstrategie, Methoden zur Analyse von Branchen und Konkurrenten. 1. Aufl., Campus, Frankfurt a. M. 1983.
  • Michael E. Porter: Competitive Advantage. Free Press, New York 1985.
  • Michael E. Porter: Competition in Global Industries. Boston/Mass 1986.
  • Jagdish Sheth, Sisioda Rajenda: Das Gesetz der Drei. Warum immer drei Unternehmen einen Markt beherrschen und Nischenanbieter trotzdem eine Chance haben. Redline, München 2003, ISBN 3-478-74490-3.

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