U-Bahnlinie 5 (Wien) - LinkFang.de





U-Bahn-Linie 5 (Wien)

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Elterleinplatz ↔ Karlsplatz
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:750V =
Elterleinplatz
Michelbeuern-AKH
Arne-Carlsson-Park
Ausbaustufe 1 bzw. Ausbaustufe 2
Frankhplatz - Altes AKH ab 2023
Einmündung, ab hier heutige -Strecke
Rathaus
Zukünftige Strecke der
Volkstheater
Museumsquartier
Karlsplatz , ,

Die U-Bahn-Linie U5 ist eine geplante Linie des Wiener U-Bahn-Netzes. Linienführungen mit dieser Nummer wurden mehrmals geplant und wieder verworfen, so dass sie heutzutage eine „Lücke“ im Linienschematismus bildet. Ihre Signalfarbe wird Türkis sein.

Ältere Planungen

In den Jahren 1966/67, als das Grundnetz der Wiener U-Bahn geplant wurde, ging die Bezeichnung U5 an eine Streckenführung von Hernals über den Schottenring und den Praterstern Richtung Stadion und Stadlauer Brücke – also zu einem guten Teil der U2-Verlängerung 2008 entsprechend. Schon in den frühen 1970er-Jahren wurde diese Planung allerdings zugunsten von Verzweigungen anderer Linien auf dem Großteil dieser Strecke aufgegeben (nach den Erfahrungen mit der in der Praxis nicht funktionierenden Linie U2/4 im Jahr 1981 wurden Linienverzweigungen dann allerdings grundsätzlich verworfen). 1973 wurde die Kennung U5 daher an eine Strecke zwischen Meidling Hauptstraße, dem südlichen Gürtel und der Schlachthausgasse vergeben, die allerdings auch wieder bald aufgegeben wurde, nicht zuletzt, weil sie zu einem großen Teil parallel zur Schnellbahnstammstrecke verlaufen wäre.[1]

Aktuelles Projekt

Am 27. Juni 2014 wurde von den Stadträtinnen Renate Brauner und Maria Vassilakou die nunmehr fixierte Streckenführung der Linie U5 der Öffentlichkeit präsentiert.[2] In der ersten Etappe soll die U5 die bestehende Strecke Karlsplatz–Universitätsstraße von der Linie U2, welche einen neuen Südast bekommt, übernehmen und im Anschluss daran eine neue Station "Frankhplatz (Altes AKH)" erhalten. 2018 soll mit dem Bau des Linienkreuzes U2/U5 begonnen werden.[3] Die Linie U5 soll 2023, gemeinsam mit der Eröffnung der neuen U2-Strecke zum Matzleinsdorfer Platz, eröffnet werden.[4] In weiterer Folge soll die U5 vom Frankhplatz über den Arne-Carlsson-Park, einen der größten Straßenbahn-Knoten Wiens bei der Kreuzung Spitalgasse mit der Währinger Straße, und Michelbeuern nach Hernals zum Elterleinplatz (Linien 9 und 43) geführt werden.[5] In einer späteren Ausbauphase könnte die Linie auch noch bis zum Bahnhof Hernals ausgebaut werden.

Eine mögliche südliche Verlängerung der U5 könnte vom Karlsplatz zur Gudrunstraße führen. Diese Strecke war im 2007 vorgestellten U-Bahn-Paket bereits enthalten, damals im Zug der Linie U2, wurde jedoch zugunsten des oben beschriebenen Linienkreuzes U2/U5 zurückgestellt.

Die türkise Kennfarbe der U5 wurde im August 2014 in einer Online-Abstimmung bestätigt.[6]

Am 2. Juni 2015 gaben die Wiener Linien bekannt, dass die Linie U5 die erste fahrerlose U-Bahn-Linie Wiens werden soll. Dafür soll es in jeder Station vollautomatische Bahnsteigstüren geben und einen Begleiter in jedem Zug.[7] Am 9. Juli 2015 wurde das künftige Design der U5 auf einer Pressekonferenz von Renate Brauner präsentiert. Es soll sich zwar an das von der Architektengruppe U-Bahn (AGU) in den 1970er Jahren entwickelte Design anlehnen, aber durch markant gesetzte eckige Elemente eine eigene Note entwickeln.[8]

Kritik

Neben den Errichtungskosten wird die Verkehrswirksamkeit einer U5 kritisiert. Kritiker bemängeln, dass die Probleme des öffentlichen Verkehrs in den Bezirken 6–9 durch Verbesserungen der Straßenbahnlinie 43 und die Wiedereinrichtung der Straßenbahnlinie 13 schneller und effizienter gelöst werden könnten als mit einer U-Bahn. Ebenso wird kritisiert, dass in dem von einer U5 abgedeckten Gebiet kein Bevölkerungswachstum zu erwarten sei. Dieses finde in den Außenbezirken statt, die nicht hinreichend durch den öffentlichen Verkehr erschlossen werden können, da eine U5 die dafür notwendigen Mittel binde.

Befürworter entgegnen, dass Versuche, die Linie 43 zu beschleunigen, bislang nicht gegriffen hätten. Eine weitere Verdichtung der Intervalle sei auch laut Wiener Linien nicht mehr möglich, da sich die Züge ansonsten im Weg stünden.[9]

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, in den Westbezirken fände kein Bevölkerungswachstum statt, verzeichnen alle betroffenen Zählbezirke zwischen Gürtel und Vorortelinie seit 2001 teils signifikante Zuwächse, selbst im Vergleich zu den voraussichtlichen Kapazitäten der neuen Stadterweiterungsgebiete in der Peripherie.[10]

Weblinks

 Commons: U-Bahnlinie U5 (Wien)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. homepage.univie.ac.at
  2. U2/U5-Trasse und Bim-Ausbau fixiert auf wien.gv.at
  3. U-Bahn-Linie U5 in Wien: Brauner will ab 2018 bauen.
  4. ibb.tuwien.ac.at
  5. wien.gv.at
  6. „Abstimmung beendet: Wiener U5 wird türkis“ in Die Presse vom 28. August 2014.
  7. U5 - Wiens neue U-Bahn kommt ohne Fahrer aus ; abgerufen am 2. Juni 2015
  8. Wiener Linien präsentieren das Design der U5 , derstandard.at, abgerufen am 9. Juli 2015.
  9. Wiener Linien beschleunigen 43er
  10. Die Magistratsabteilung 18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung) geht allein in Hernals von einer Bevölkerungsentwicklung von 50.867 (2005) auf 65.589 (2035) aus, also einem Zuwachs von 14.722, der hauptsächlich in den Gründerzeitvierteln zwischen Gürtel und Vorortelinie stattfinden wird (MA 18 (Hrsg.): Kleinräumige Bevölkerungsprognose für Wien 2005 bis 2035. Wien 2007, S. 78f). In den Zählbezirken 1605, 1701, 1702, 1703 und 1803, durch die eine U5 zwischen Michelbeuern und S-Station Hernals verlaufen würde, wurden 2011 71.551 Einwohner registriert (2001: 61.369). Bis 2035 wird von der MA 50 (Wohnbauforschung) von einem weiteren Zuwachs um 20.101 auf insgesamt 91.652 Einwohner ausgegangen (Daniel Glaser u. a.: Wien wächst auch nach innen: Wachstumspotentiale gründerzeitlicher Stadtquartiere. Wien 2013, S. 11). Das entspricht dem erwarteten Zuzug ins Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern, wo bis etwa 2035 ebenfalls rund 20.000 Menschen heimisch werden sollen, eine den Gürtelbezirken vergleichbare Infrastruktur aber noch nicht besteht. Eine Westarm der U5 mit Stationen in Michelbeuern, am Elterleinplatz und an der S-Bahn-Station Hernals würde ein dichtbesiedeltes Gebiet mit fast 100.000 Einwohnern in drei Bezirken erschließen. Darunter befinden sich einige von der Stadtentwicklungspolitik bislang vernachlässigte Gebiete, wie etwa das stagnierende alte Fabriks- und Arbeiterwohnviertel beiderseits der Wattgasse (MA 18 (Hrsg.): Gebietsmanagement Arnethgasse: Modell einer Strukturverbesserung in Ottakring und Hernals. Wien 2002). Auch bei den für den Südausbau der U2 diskutierten Varianten (Matzleinsdorfer Platz, Bahnhof Meidling) käme es zu einer Aufwertung gründerzeitlicher „Problemviertel“.

Kategorien: Eisenbahnprojekt in Österreich | Verkehrsbauwerk in Wien | U-Bahn-Strecke | U-Bahn (Wien) | Spurweite 1435 mm

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Linie 5 (Wien) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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