U-Bahnhof Duisburg Hauptbahnhof - LinkFang.de





U-Bahnhof Duisburg Hauptbahnhof


Hauptbahnhof
U-Bahnhof in Duisburg
Basisdaten
Ortsteil Innenstadt
Eröffnet 11. Juli 1992
Gleise (Bahnsteig) 4 (Mittelbahnsteige)
'
Nutzung
Strecke(n) D-Bahn
Linie(n) U 79 901 903
Umstiegsmöglichkeiten Bus, S-Bahn, SPNV, SPFV

Der U-Bahnhof Duisburg Hauptbahnhof ist ein U-Bahnhof in der kreisfreien Stadt Duisburg. Er ist Teil des Netzes der Stadtbahn Duisburg und befindet sich in Tunnellage mit unmittelbarem Zugang zum Duisburger Hauptbahnhof. Der U-Bahnhof gehört der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG).

Geschichte

Bereits mit dem Neubau des heutigen Duisburger Hauptbahnhofs war auch die Straßenbahn-Anbindung grundlegend neu ausgeführt worden. Bis dahin wurde der 1886 gebaute Inselbahnhof von der Königstraße bzw. Mülheimer Straße im Norden angeschlossen, für die am Hauptbahnhof endenden Linien gab es eine Wendeschleife auf dem leicht ansteigenden Bahnhofsvorplatz.

Das neue Empfangsgebäude von 1934 liegt seitdem in der Achse der Friedrich-Wilhelm-Straße bzw. Kammerstraße und damit 500 Meter südlich der weiterhin auf Königstraße bzw. Mülheimer Straße verkehrenden Straßenbahnen. Abgesehen von den Neudorfer Straßenbahnlinien, die bis 1992 auch am Osteingang hielten, gab es damit keine unmittelbare Umsteigemöglichkeit. Der Bahnhofsvorplatz am Haupteingang erhielt daher gewissermaßen einen Vorläufer des heutigen U-Bahnhofes in Form einer großzügigen Verknüpfungszone für Busse und Straßenbahnen in zwei Ebenen. Die am Hauptbahnhof endenden Linien zweigten an der Mülheimer Straße ab und fuhren über eine Rampe in die Haltestelle unterhalb des Vorplatzes. Im Anschluss daran befand sich südlich des Vorplatzes eine Wendeschleife.

Zu Zeit des Baus war geplant, die in Tieflage befindliche Haltestelle auch von Süden her anzuschließen, sowie eine neue kreuzungsfreie Straßenbahntrasse nach Norden über die Ruhr zu bauen. 1929 war die bis dahin eigenständige Stadt Hamborn mit Duisburg vereinigt worden (bis 1935 Duisburg-Hamborn), auf Grund des zwischen ihnen befindlichen Ruhrorter Hafens gab es aber kaum Verkehrsverbindungen. Auf dieser Trasse wurde 1963 dann die Nord-Süd-Straße errichtet (heute Bundesautobahn 59).

Seit 1967 baut die DVG nun im Rahmen des Stadtbahnnetzes Rhein-Ruhr ihr noch vorhandenes Straßenbahnnetz zu einem Stadtbahnnetz um. Begonnen wurde mit der Beschleunigung der ehemaligen D-Bahn im Duisburger Süden durch eine kreuzungsfreie Verkehrsführung und Bahnhöfen in Hoch- bzw. Troglage.

Das Bestreben der Duisburger Politik, die Königstraße als reine Fußgängerzone zu etablieren, war nur dadurch zu realisieren, die Straßenbahn durch einen Tunnel unter der Innenstadt zu führen. Der Tunnel war aufwändig geplant mit kreuzungsfreier Streckenführung in zwei Ebenen, dies und der durch die Rheinnähe bedingt hohe Grundwasserspiegel führten zu einer angesichts der Länge des Tunnels unverhältnismäßig langen Bauzeit und zu enormen Kosten, da das Grundwasser rund um den in offener Bauweise entstandenen Tunnel mit haushohen Wärmepumpen eingefroren werden musste.

Am 11. Juli 1992 wurde der U-Bahnhof Hauptbahnhof zusammen mit dem Innenstadttunnel eröffnet, zeitgleich wurde der oberirdische Straßenbahnverkehr am Hauptbahnhof eingestellt. Die Straßenbahnhaltestelle am Osteingang wurde ersatzlos gestrichen, die letzte noch durch Duisburg-Neudorf verlaufende Linie 904 wurde durch die Buslinie 934 ersetzt.

Lage und Ausstattung

Der U-Bahnhof befindet sich am östlichen Ende des Innenstadttunnels der Duisburger Stadtbahn und verknüpft die beiden Duisburger Stadtbahnstrecken. Nach Osten hin schließen sich die Rampe Mülheimer Str. und der Ruhrtunnel der Duisburger Stadtbahn an.

Der U-Bahnhof ist neben dem U-Bahnhof König-Heinrich-Platz der einzige Duisburger U-Bahnhof mit vier Bahnsteiggleisen an zwei übereinander angeordneten Mittelbahnsteigen. Diese sind alle zweiteilig ausgeführt mit Bahnsteighöhen von 26 bzw. 90 cm, da hier sowohl normale Straßenbahnwagen (Linien 901 und 903) als auch Stadtbahnwagen (Linie U 79) verkehren.

Im Gegensatz zum U-Bahnhof König-Heinrich-Platz, der im reinen Linienbetrieb gebaut wurde und auf der unteren Ebene (Linie 901) eine zweigleisige Wendeanlage aufweist, wurde der U-Bahnhof Hauptbahnhof im reinen Richtungsbetrieb gebaut und besitzt eine Überleitstelle zwischen den beiden verschiedenen Stadtbahnstrecken. Hinter den Bahnsteigenden in Fahrtrichtung befinden sich im Tunnel Weichenstraßen, die einen kreuzungsfreien Wechsel der Streckengleise ermöglichen.

Bedienung

Der U-Bahnhof Hauptbahnhof ist der zentrale Verknüpfungspunkt im Duisburger Stadtbahnnetz und wird von folgenden Linien bedient:

Linie Linienverlauf Takt
901 DU-Obermarxloh – Marxloh Pollmann – Bruckhausen – Beeck – Laar – Ruhrort Bf – Ruhrort Friedrichsplatz – Kaßlerfeld – Rathaus – König-Heinrich-Platz – Duisburg Hbf – Zoo/Uni – Mülheim-Raffelberg – Speldorf – Schloß Broich – MH-Stadtmitte – Mülheim Hbf 7,5 min
15 min
903 Dinslaken Bf – Duisburg-Vierlinden – Walsum Rathaus – Fahrn Schwan – Marxloh Pollmann – Hamborn Rathaus – Landschaftspark Nord – Meiderich Bf – Auf dem Damm – Duissern – Duisburg Hbf – König-Heinrich-Platz – Steinsche Gasse – Pauluskirche – Hochfeld Süd Bf – Wanheimerort – Wanheim-Angerhausen – Hüttenheim 7,5 min
15 min

Unmittelbar oberhalb des U-Bahnhofs befindet sich die Bushaltestelle Duisburg Hauptbahnhof, hier halten diverse Bus-, Schnellbus- und Nachtbuslinien:

Linie Linienverlauf
SB 10 Duisburg Hbf Ost – Duisburg Hbf – Friedrich-Wilhelm-Platz – Neukirchen-Vluyn – Kamp-Lintfort Neues Rathaus
SB 30 Duisburg Hbf Ost – Duisburg Hbf – Friedrich-Wilhelm-Platz – Moers Königlicher Hof – Kamp-Lintfort Neues Rathaus – Geldern Bf
SB 40 Walsum Overbruch – Franz-Lenze-Platz – Vierlinden – Walsum Rathaus – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost
SB 42 Rumeln Rathaus – DU-Trompet  – Rheinhausen – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost
921 Moers Königlicher Hof – Moers Bf – Burgfeld – Asberg – Bergheim – Rheinhausen Markt – Pauluskirche – Dellviertel – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost
923 Kaldenhausen Krölls – Rumeln Markt – Rumeln Bf – Rheinhausen Markt – Hochfeld – Friedrich-Wilhelm-Platz – Innenstadt – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost
924 Kaldenhausen Krölls – Rumeln Markt – DU-Trompet Bf – Rheinhausen Markt – Pauluskirche – Dellviertel – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Neudorf – Universität – Sportpark
926 Homberg Birkenstraße – Hochheide Markt – Essenberg Brücke – Friedrich-Wilhelm-Platz – Innenstadt – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Neudorf – Universität Nord
928 Winkelhausen Bruchstraße – Asterlagen – Essenberg Brücke – Friedrich-Wilhelm-Platz – Innenstadt – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Neudorf – Sportpark – Wedau Bf – Bissingheim Dorfplatz
929 (Venlo Station – … –) Moers Königlicher Hof – Moers Bf – DU-Hochheide Markt – Ruhrort Friedrichsplatz – Kaßlerfeld – Friedrich-Wilhelm-Platz – Innenstadt – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost
933 Neuenkamp – Friedrich-Wilhelm-Platz – Innenstadt – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Neudorf – Universität – Universität Nord
934 Betriebshof Am Unkelstein – Innenhafen – Holzhafen – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Neudorf – Klinikum Duisburg – Wolfsee – Großenbaum Bf Ost
937 Rheinhausen Markt – Pauluskirche – Dellviertel – Grunewald – Neudorf – Botanischer Garten – Schnabelhuck – Duissern U-Bf – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost
939 Anne-Frank-Realschule – Oberhausen Hbf – Bero-Zentrum – Babcock Werk 1 – Obermeiderich Bf – Duissern U-Bf – Friedrich-Wilhelm-Platz – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Klinikum Duisburg
944 Werthacker – Schnabelhuck – Duissern U-Bf – Duisburg Hbf – Dellviertel – Grunewald – Klinikum Duisburg – Wolfsee – Großenbaum Bf Ost
NE1 Duisburg Hbf Ost → Duisburg Hbf → Friedrich-Wilhelm-Platz → Kaßlerfeld → Ruhrort Verteilerkreis → Ruhrort Bf → Beeck Denkmal → Marxloh Pollmann → Röttgersbach → Neumühl Hohenzollernplatz → Duisburg Hbf → Duisburg Hbf Ost
NE2 Duisburg Hbf Ost → Duisburg Hbf → Innenstadt → Pauluskirche → Rheinhausen Markt → Asterlagen → Hochheide Markt → Ruhrort Friedrichsplatz → Kaßlerfeld → Friedrich-Wilhelm-Platz → Innenstadt → Duisburg Hbf → Duisburg Hbf Ost
NE3 Walsum Rathaus – Marxloh Pollmann – Hamborn Rathaus – Meiderich Bf – Duisburg Hbf – Duisburg Hbf Ost – Neudorf – Zoo/Uni – Parkplatz Monning
NE4 Hansegracht → Holzhafen → Innenstadt → Duisburg Hbf → Duisburg Hbf Ost → Neudorf → Grunewald → Huckingen Sittardsberg → Ungelsheim → Wanheim-Angerhausen → Hochfeld Süd Bf → Pauluskirche → Friedrich-Wilhelm-Platz → Hansegracht
NE9 Duisburg Hbf Osteingang – Zoo/Uni – Mülheim-Raffelberg – Speldorf – Schloß Broich – MH-Stadtmitte – Mülheim Hbf Nordeingang/Dieter-aus-dem-Siepen-Platz(←) – Heißen Kirche – Rhein-Ruhr-Zentrum

Siehe auch

Weblinks

Vorherige Station Stadtbahn Düsseldorf Nächste Station
Duissern
← Duisburg-Meiderich Bahnhof
U 79
D-Bahn
König-Heinrich-Platz
Universität Ost/Botanischer Garten →

Kategorien: U-Bahnhof in Duisburg | Erbaut in den 1990er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahnhof Duisburg Hauptbahnhof (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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