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Tscherepanowo (Kaliningrad, Swetly)


Siedlung
Tscherepanowo/(Adlig) Powayen
Черепаново
Flagge Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Stadtkreis Swetly
Gegründet 1344
Frühere Namen Powaygen (nach 1344),
Poweyen (nach 1540),
Poweihen (um 1563),
Adlig Powayen (bis 1928),
Powayen (1928–1946)
Bevölkerung 577 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40152
Postleitzahl 238346
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 425 000 004
Geographische Lage
Koordinaten }

Tscherepanowo (russisch Черепаново, deutsch (Adlig) Powayen, litauisch Pavajai ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und gehört zum Stadtkreis Swetly.

Geographische Lage

Tscherepanowo liegt 20 Kilometer nordwestlich der Stadt Kaliningrad an einer Nebenstraße, die die russische Fernstraße A 193 über Logwino mit der Hauptstraße Kaliningrad–PereslawskojeKumatschowoKruglowo verbindet. Die nächste Bahnstation ist Schipowka an der Bahnstrecke Kaliningrad–Baltijsk.

Geschichte

Das Gründungsdatum des vor 1946 Adlig Powayen bzw. Powayen genannten Ortes[2] lag im Jahre 1344. Die Ortsstelle liegt heute wenige hundert Meter südwestlich des Tscherepanowo genannten Ortes, dem das alte Dorf, von dem heute nur noch wenig zu sehen ist, zugeordnet wurde. Der zum Ort gehörende damalige Wohnplatz Bahnhof Powayen ist heute eine eigene Siedlung und trägt den russischen Namen Schipowka. Die zwischen 1898 und 1928 eingegliederte Ortschaft Klein Medenau kam dann zu Medenau[3] und ist heute nicht mehr existent.

Im Jahre 1874 wurde Powayen in den Amtsbezirk Condehnen (russisch: Slawjanskoje, nicht mehr existent), der am 19. Februar 1931 in „Amtsbezirk Groß Blumenau[4] (heute russisch: Kremnjowo) umbenannt wurde, eingegliedert. Er gehörte bis 1939 zum Landkreis Fischhausen, von 1939 bis 1945 zum Landkreis Samland im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 zählte der damalige Gutsbezirk Adlig Powayen 186 Einwohner[5].

Am 30. September 1928 schlossen sich die Landgemeinden Groß Blumenau und Klein Blumenau mit dem Gutsbezirk Adlig Powayen zur neuen Landgemeinde Groß Blumenau zusammen.

Als Folge des Krieges kam im Jahre 1945 die nach 1928 nur noch als Powayen bezeichnete Ortschaft mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 den russischen Namen Tscherepanowo. Im Jahre 1947 wurde der Ort dem neu geschaffenen Rajon Selenogradsk zugeordnet und wurde in den Pereslawski selski sowjet (Dorfsowjet Pereslawskoje) eingegliedert. Heute ist Tscherepanowo mit seinen derzeit 577 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010 [1]) aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] eine als „Siedlung“ (russisch possjolok) eingestufte Ortschaft im Stadtkreis Swetly.

Kirche

Die überwiegend evangelische Bevölkerung (Adlig) Powayens war vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche in Medenau eingepfarrt. Das gehörte zum Kirchenkreis Fischhausen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Tscherepanowo im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Swetly, einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1 , Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Powayen
  3. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Klein Medenau
  4. Rolf Jehke, Amtsbezirk Groß Blumenau
  5. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Fischhausen
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 423 vom 11. Oktober 2004, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad

Weblinks


Kategorien: Ort im Stadtkreis Swetly

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