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Tscherdyn


Stadt
Tscherdyn
Чердынь
Flagge Wappen
Föderationskreis Wolga
Region Perm
Rajon Tscherdyn
Bürgermeister Anatoli Djatschkow
Gegründet 1451
Stadt seit 1535
Fläche 28 km²
Bevölkerung 4920 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 176 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 160 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34240
Postleitzahl 618600, 618601
Kfz-Kennzeichen 59, 81, 159
OKATO 57 256 501
Geographische Lage
Koordinaten }
Liste der Städte in Russland

Tscherdyn (russisch Чердынь) ist eine Kleinstadt in der Region Perm (Russland) mit 4920 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010 ).[1]

Geografie

Die Stadt liegt an der Westflanke des Nördlichen Urals etwa 300 km nördlich der Regionshauptstadt Perm am rechten Ufer der Kolwa unweit deren Mündung in die Wischera, einen linken Nebenfluss der Kama.

Tscherdyn ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte

Tscherdyn entstand 1451 als komi-permjakische Siedlung und war bis ins 16. Jahrhundert Hauptstadt des nördlichen Uralvorlandes (Welikaja Perm, „Groß-Perm“). Der Ortsname ist von den Komi-Wörtern für Mündung eines Nebenflusses abgeleitet.

Seit 1472 zum Großfürstentum Moskau gehörend, erhielt der Ort 1535 das offizielle Stadtrecht. Hier hatte die Tscherdyner Straße (Чердынская дорога) ihren Ausgangspunkt, die bis zur Eröffnung der – südlicher verlaufenden – Babinow-Straße 1598 wichtigste Handelsroute über den Ural nach Westsibirien war. Danach verlor die Stadt ihre Bedeutung an das aufstrebende Solikamsk, blieb jedoch bis ins 19. Jahrhundert bedeutender regionaler Umschlagspunkt für Getreide, Fisch und Pelzwaren.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 3658
1926 3900
1959 7524
1970 6972
1979 6617
1989 6535
2002 5756
2010 4920

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Da Tscherdyn von der Industrialisierung des 20. Jahrhunderts praktisch unberührt blieb, ist das architektonische Stadtensemble aus dem 18. und 19. Jahrhundert relativ gut erhalten. Die bedeutendsten Bauwerke sind die Apostel-Johannes-Kirche (церковь Иоанна Богослова/ zerkow Ioanna Bogoslowa, 1705–1718), die Christi-Auferstehungs-Kathedrale (Воскресенский собор/ Woskressenski sobor, 1750–1754), die Christi-Verklärungs-Kirche (церковь Преображения/ zerkow Preobraschenija, 1756), die Gebäude des ehemaligen Arsenals (erste Hälfte des 18. Jahrhunderts), des Handelshofes (Gostiny dwor, 1857) sowie der Stadtduma.

In Tscherdyn gibt es ein Heimatmuseum.

Persönlichkeiten

Wirtschaft

Tscherdyn ist Zentrum der Holzwirtschaft.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5 , S. 12–209; 11 , S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks

 Commons: Tscherdyn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort in der Region Perm

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tscherdyn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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