Trugnatter - LinkFang.de





Trugnatter


Die Einteilung der Lebewesen in Systematiken ist kontinuierlicher Gegenstand der Forschung. So existieren neben- und nacheinander verschiedene systematische Klassifikationen. Das hier behandelte Taxon ist durch neue Forschungen obsolet geworden bzw. ist nicht Teil der hier abgebildeten Systematik der Gruppe.

Als Trugnattern werden Schlangen aus der Familie der Nattern (Colubridae) bezeichnet, die über ein einzelnes Paar oder ein Doppelpaar von Giftzähnen im hinteren Bereich ihres Oberkiefers und einen funktionierenden Giftapparat verfügen. Von manchen Autoren werden sie als Unterfamilie „Boiginae“ beschrieben, neuere molekulare Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass die Trugnattern nicht monophyletisch sind, also nicht von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen und deshalb nicht als Taxon geführt werden sollten[1][2].

Mit Hilfe der Zähne werden Bisswunden erzeugt, durch die giftige Sekrete aus dem Speichel der Schlange in den Körper der Beute gelangen können. Bei dieser Art der Bezahnung spricht man von opistoglyphen Giftzähnen (von gr. opisto - hinten und gluphe - Furche). Diese Gifte sind meistens eher schwach und nur sehr wenige Arten verfügen über ein hinreichend potentes Gift, um größere Säugetiere wie den Menschen ernsthaft zu schädigen. Zudem treten die Giftzähne aufgrund ihrer Lage weit hinten im Maul meist nur dann in Aktion, wenn ein Beutetier relativ tief in den Rachen der Schlange gerät. Manche Arten kauen dabei das Gift regelrecht in die im Maul gehaltene Beute hinein.

Zu den als gefährlich eingeschätzten Trugnattern gehören die Boomslang, die Lianennatter und die Vogelnatter. Bei einer Vergiftung durch diese Arten treten vor allem starke innere Blutungen auf. Für Vogel- und Lianennatter existieren keine Antiseren.

Bekannte Trugnattern sind neben der Boomslang die Erdspitznatter, die Mangroven-Nachtbaumnatter und die Braune Nachtbaumnatter. Obwohl auch die Ringelnatter (Natrix natrix) über ein sehr schwaches Gift verfügt, ist sie auf Grund der fehlenden Giftzähne keine Trugnatter.

Quellen

  • Trutnau, L. Giftschlangen Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (1998) ISBN 3-8001-7371-9
  • Mattison, C. Die Schlangen Enzyklopädie, BLV Verlagsgesellschaft, München, 1999 ISBN 3-405-15497-9

Einzelnachweise

  1. R. Lawson, J.B. Slowinski, B.I. Crother, F.T. Burbrink: Phylogeny of the Colubroidea (Serpentes): New evidence from mitochondrial and nuclear genes. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Band 37, 2005, S. 581 – 601 (english, naherpetology.org [PDF]).
  2. P. Gravlund: Radiation within the advanced snakes (Caenophidia) with special emphasis on African opistoglyph colubrids, based on mitochondrial sequence data. In: Biological Journal of the Linnean Society. 72 (1), 2001, S. 99–114 (english).

Kategorien: Alternatives Taxon

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Trugnatter (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.