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Trikont


Dieser Artikel erläutert den Begriff der Verbindung der drei Kontinente. Für die antidogmatische gleichnamige Gruppe der 68er-Bewegung und ihre Verlage siehe Trikont-Verlag, Trikont Musikverlag.
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Mit Trikont (hergeleitet aus Drei Kontinente) werden aus antikolonialer Perspektive die Kontinente Asien, Lateinamerika und Afrika bezeichnet. Im engeren Sinn sind damit die ärmeren Staaten der Welt gemeint, die in miteinander vergleichbarer Weise durch die Geschichte und Gegenwart des Kolonialismus/Postkolonialismus in ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung beeinflusst worden sind.

Vor allem in kritischen Texten zur Entwicklungspolitik wird oft von den „Ländern des Trikont“ gesprochen, die, von Ausnahmen abgesehen, den industrialisierten Ländern des „Nordens“ (Nordamerika und Westeuropa) und einigen mächtigen asiatischen Industrienationen gegenübergestellt werden. Mit der Verwendung des Terminus „Trikont“ wird versucht, die oft als problematisch kritisierten Bezeichnungen Dritte Welt oder Entwicklungsländer zu umgehen.

Ökonomisch zeichnen sich viele Länder des Trikont durch eine hohe Auslandsverschuldung aus.

Geschichte

1966 fand in Havanna die Trikontinentale Konferenz mit Abgeordneten aus 82 Staaten statt, um über eine Dekolonialisierung zu beraten. In der Frage der Mittel wurde sich dafür entschieden, militanten Widerstand einzusetzen. Che Guevara verfasste 1967 die Botschaft an die Trikontinentale Konferenz (Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnam) in der Zeitschrift Tricontinental, die für Aufsehen sorgte, da er zum bewaffneten Kampf gegen den Imperialismus aufrief. Adressat war vor allem die USA. Dort schrieb er: "Die Solidarität der fortschrittlichen Mächte der Welt mit dem vietnamesischen Volk ähnelt der bitteren Ironie, die der Beifall des Pöbels für die Gladiatoren im römischen Zirkus bedeutete. Es geht nicht darum, den Opfern der Aggression Erfolg zu wünschen, sondern an ihrem Schicksal teilzunehmen, sie bis zum Tode oder bis zum Sieg zu begleiten."

In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Botschaft Ches vereinzelt vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund SDS aufgegriffen. Sie wurde Anlass für Debatten darüber, ob Kontakte mit internationalen militanten Organisationen aufgenommen werden sollten. Dazu zählte sie die Black Panther Party in den USA, den Vietcong, die ETA im Baskenland und in Irland mit sozialistisch eingestellten Teilen der IRA sowie die linksradikale palästinensische Organisation PFLP. Die Debatte fand ihren Höhepunkt auf dem Internationalen Vietnam-Kongress in West-Berlin im Februar 1968. Die Metropolen (vor allem die USA und Westeuropa) wurden dem Trikont gegenübergestellt und der antikoloniale Widerstand erfordere entsprechend eine andere lokale Form des militanten Widerstands. Der Kongress formulierte ein linksradikales Verständnis von internationaler Solidarität gegenüber dem Trikont, in dem die westliche Linke die "Bestie in ihrem Herzen", also in der Metropole, angreifen müsse. Der Autor Peter Weiss (Die Ästhetik des Widerstands) sah als Aufgabe für die radikale Linke die "Organisation des Widerstands in den Metropolen", dessen "Handlungen zur Sabotage führen, wo immer dies möglich ist." (Rede auf dem Internationalen Vietnam-Kongress, Feb. 1968)

Siehe auch


Kategorien: Region

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