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Training (Sport)


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Training ist regelmäßige körperliche Bewegung (Belastung) zum Zwecke der Leistungssteigerung bzw. Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit auf der Basis von Wachstumsprozessen.[1]
Im Sport bezeichnet das Training einen komplexen Handlungsprozess – meist unter Anleitung und Kontrolle von Trainern – mit dem Ziel der planmäßigen und sachorientierten Einwirkung auf den sportlichen Leistungszustand und auf die Fähigkeit zur bestmöglichen Leistungspräsentation in Bewährungssituationen.

Als komplex wird in diesem Zusammenhang ein Handlungsprozess bezeichnet, der darauf ausgerichtet ist, angemessene Wirkungen auf alle leistungsrelevanten Merkmale des Sportlers zu erzielen. Planmäßigkeit ist gegeben, wenn Teilziele, Trainingsinhalte, Trainingsmethoden, Trainingsaufbau und Trainingsorganisation (unter Beachtung trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse und trainingspraktischer Erfahrung) über einen längeren Zeitraum hinweg im Voraus festgelegt sind, wenn sich der Trainingsvollzug an diesen Vorgaben orientiert, wenn die Durchführung kontrolliert wird, wenn die Wirkung mit differenzierenden Leistungskontrollen überprüft wird, wenn also eine Steuerung und Regelung im Hinblick auf das angestrebte Ziel erfolgt. Sachorientiert heißt, dass alle Handlungen so ausgeführt werden, dass sie auf direktem Weg zu dem angestrebten Ziel einer bestimmten Leistung oder einem bestimmten Leistungszustand hinführen. Je nach Trainingsziel soll durch Training der Leistungszustand des Sportlers erhöht, erhalten oder auch reduziert (Abtrainieren) werden. Im Training kann sowohl selbst trainiert (als Sportler) werden als auch jemand trainiert (als Trainer) werden.[2]

Ziele

Im Wesentlichen kann man die Trainingsziele unter den folgenden drei Aspekten einordnen:

  • Verhinderung von Bewegungsmangelerscheinungen bei Personen, die sich im Beruf zu wenig bewegen, Schülern, Studenten, Senioren usw.;
  • Rehabilitation nach Krankheit oder Verletzung;
  • Verbesserung und Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Breiten- und Leistungssportlern.

Bei Leistungssportlern gehört auch die planmäßige Rückführung der Leistung auf ein niedrigeres Niveau, beispielsweise zum Saisonende (sogenanntes Abtraining), zu den Aufgaben des Trainings.

Trainingsarten (Auswahl)

Funktionsweise

Die Belastung (Trainingsreiz) führt zu einer Störung des biochemischen Gleichgewichts im Organismus (Homöostasestörung). Um künftigen Belastungen der gleichen Art besser gewappnet zu sein, reagiert der Körper darauf mit einer Anpassung, aus der ein höherer Funktionsstand resultiert. Beispiel hierfür ist die Superkompensation von Glykogenspeichern im beanspruchten Muskel nach Ausdauerbelastungen.

Um das Training richtig zu steuern, also ausreichende Belastungsreize für eine Anpassung zu setzen, den Organismus aber nicht zu überlasten, bedarf es der genauen Kenntnis der Belastung von einzelnen Trainingseinheiten bzw. ihrer Summe. Die Trainingsbelastung wird dabei von den so genannten Belastungsnormativen bestimmt.

Periodisierung und Zyklisierung des Trainings

Bei der Periodisierung des sportlichen Trainings werden bestimmte Trainingsabschnitte (Periodenzyklen), die sich in ihrer inhaltlichen Form im Trainingsjahr wiederholen, in Vorbereitungsperiode, Wettkampfperiode und Übergangsperiode unterteilt. Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode werden oft in Etappen unterteilt. Durch die Periodisierung ist eine Rahmenplanung der Leistungsentwicklung im sportlichen Training möglich. Um die Übergänge weicher zu gestalten, hat sich ein System des Blocktrainings eingebürgert, das in diesem Zusammenhang meist Blockperiodisierung bezeichnet wird.[3]

Bei der Zyklisierung des sportlichen Trainings wird dieses in sogenannte Makrozyklen unterteilt. Der Makrozyklus (oftmals mit der Dauer eines halben Jahres) wird in mehrere Mesozyklen unterteilt und kann sich in inhaltlicher Form und Belastungsverlauf wiederholen.
Der Mesozyklus besteht aus mehreren Mikrozyklen, hat verschiedene Aufgaben (z. B. Verbesserung der spezifischen Leistungsfähigkeit) zur Leistungsentwicklung im Makrozyklus und wiederholt sich mit seinen Aufgaben im Trainingsprozess. Der Mesozyklus entspricht dem Anabolika-Verabreichungszyklus.[4]
Der Mikrozyklus ist der kurzfristigste Trainingszyklus, erstreckt sich meist über Zeiträume von einer Woche und wiederholt sich im Trainingsprozess. Dies kann auch unmittelbar nach dem ersten erfolgen.

Siehe auch

Literatur

  • M. Letzelter: Trainingsgrundlagen. Rowohlt, Reinbek 1987.
  • D. Martin, K. Carl, K. Lehnertz: Handbuch Trainingslehre. Hofmann, Schorndorf 1991.
  • Jürgen Weineck: Optimales Training. Leistungsphysiologische Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung des Kinder- und Jugendtrainings. 16. Auflage. Spitta, Balingen 2009, ISBN 978-3-938509-96-8.
  • P. Röthig (Hrsg.) u.a.: Sportwissenschaftliches Lexikon. Hofmann, Schorndorf 2003.
  • G. Schnabel, D. Harre, A. Borde (Hrsg.): Trainingswissenschaft. Sportverlag, Berlin 1998.

Weblinks

 Commons: Physical exercises  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. dr-moosburger.at
  2. vgl. Röthig u. a. 1992, S. 519f
  3. Arnd Krüger: Wie funktioniert Blockperiodisierung? Lernkurven und Superkompensationskurven: Besonderheiten der Blockperiodisierung. FdSnow. Fachzeitschrift für den Skisport 32(2014), 2, 22–33.
  4. Juan Manuel García Manso: La fuerza fundamentación, valoración y entrenamiento. Gymnos, Madrid 2002, ISBN 84-8013-215-9.

Kategorien: Training (Sport)

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