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Tröstau


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Wunsiedel im FichtelgebirgeVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Tröstau
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 19,28 km²
Einwohner: 2352 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95709
Vorwahl: 09232
Kfz-Kennzeichen: WUN, MAK, REH, SEL
Gemeindeschlüssel: 09 4 79 161
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 6
95709 Tröstau
Webpräsenz: www.troestau.de
Bürgermeister: Heinz Martini (SPD)
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Tröstau ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Der staatlich anerkannte Erholungsort im Fichtelgebirge liegt sechs Kilometer südwestlich von Wunsiedel und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tröstau.

Gemeindegliederung

Tröstau besteht aus insgesamt 15 Ortsteilen:[2]

Die Gemeinde liegt zentral in einem Hochplateau am Südwestrand des Fichtelgebirges.

Geschichte

„Drosen“ (Tröstau) wurde am 20. Juli 1314 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.[3] Traut von Hertenberg-Schönbrunn verfügte, die Burg Schönbrunn, Tröstau und weitere Besitzungen nach seinem Tode dem Kloster Waldsassen zu übereignen, was er später zum Nachteil des Klosters änderte. Die Gemeinde bewahrt in ihrem Archiv die Urkunde mit der Erstnennung des Ortes auf.[4] Später geriet Heinrich von Hertenberg mit dem Burggrafen von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern in eine Auseinandersetzung. Infolge des Konfliktes war er gezwungen, 1344 die Burg Schönbrunn und das Burggut in Tröstau abzutreten. Die Hohenzollern hatten bereits die Herrschaft Bayreuth und erwarben zwischen 1285 und 1415 nahezu das gesamte Fichtelgebirge. 1435 ist ein Eisenhammer zur Herstellung von Schmiedeeisen nachgewiesen, der bis 1861 in Betrieb war. In Tröstau gab es auch Bergbau auf Zinn- und Eisenerz, wobei 1437 ein Hammerherr urkundlich genannt wurde.[5] Der Ort war Teil des 1791 preußisch gewordenen hohenzollernschen Fürstentums Bayreuth, gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und fiel mit dem Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich. Tröstau wurde mit dem Fürstentum Bayreuth 1810 an das Königreich Bayern verkauft[6] und im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde. Um 1900 gewann die Granitgewinnung an Bedeutung[7] und beschäftigte zu dieser Zeit circa 130 Arbeiter. Im Jahr 1954 wurde der Ortsteil Fahrenbach der Gemeinde Nagel nach Tröstau umgemeindet, 1978 auch die Gemeinde Vordorf.[8] Tröstau wurde 1978 Sitz der neu geschaffenen Verwaltungsgemeinschaft Tröstau, der auch die Gemeinden Bad Alexandersbad und Nagel angehören. Die Gemeinde feierte im Jahr 2014 ihr 700-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Bürgermeister

Wappen

Blasonierung: „Durch die Umrisslinie eines Doppelberges (Kösseine) erhöht geteilt von Schwarz und Silber, unten nebeneinander zwei abgekehrte, rot bewehrte schwarze Bärentatzen, die ein rotes Winkeleisen und einen roten Hammer halten.“ Die Bärentatzen erinnern an die ehemalige Landgemeinde Vordorf (seit 1978 ein Ortsteil) in der 1769 der letzte Bär Nordbayerns erlegt wurde. Außerdem erinnern die Tatzen an die Familie von Hertenberg, die im Ort begütert war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Ein sehenswertes Bauwerk ist das ehemalige, circa 700 Jahre alte Hammerherrenschloss im Ortsteil Leupoldsdorf. Das zum Schloss gehörende Torbogenhaus wurde saniert, die historischen Gartenanlagen aus dem 19. Jahrhundert wurden wiederhergestellt. Die das Schloss umgebenden Teiche und Anlagen folgten als letzter Bauabschnitt und werden touristisch genutzt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Tröstau

Weitere Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind die Kösseine, von der man einen guten Blick auf einen großen Teil des Fichtelgebirges hat, das Felsenlabyrinth der Luisenburg in der Nähe von Wunsiedel, der Erlebnispfad durch den Wald und das Waldbad.

Wirtschaft und Infrastruktur

Tröstau ist touristisches Reiseziel und verfügt über 463 Gästebetten.[10] Der Ort ist an die Bundesstraße 303/E 48 angebunden, einen der wichtigsten Verkehrswege in Oberfranken. Eine Staatsstraße führt nach Nagel und eine Kreisstraße nach Weißenstadt. Die 1993 endgültig stillgelegte Nebenbahnlinie von Wunsiedel-Holenbrunn führte durch den Ort; die Trasse wird teilweise für den Brückenradweg Bayern-Böhmen genutzt, der im Tröstauer Ortsteil Leupoldsdorf am früheren Bahnhof beginnt und über Wunsiedel und Selb ins tschechische Asch führt. Als touristische Einrichtungen verfügt der Ort unter anderem über ein Waldbad, einen Segelflugplatz und einen 18-Loch-Golfplatz

Öffentliche Einrichtungen

Im Ort gibt es die evangelisch-lutherische Christuskirche und die römisch-katholische Marienkirche.

Als Bildungseinrichtung gibt es die Grund- und Hauptschule Tröstau/Nagel, deren fünfte und sechste Klasse in Nagel unterrichtet wird.

Veranstaltungen

Regelmäßige Veranstaltungen sind das alljährliche Feuerwehrfest, das „Haislfest“ des Fichtelgebirgsvereins (FGV) Tröstau, der politische Ascherdonnerstag der SPD, die Kirwa des Burschenvereins in Leupoldsdorf, das Fest am Flugplatz der Luftsportvereinigung Schönbrunn und das Modellflugplatzfest.

Weblinks

 Commons: Tröstau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Tröstau – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111206/194946&attr=OBJ&val=1312
  3. Die Burg und die Pfarrei Schönbrunn bei Wunsiedel
  4. Gemeindearchiv von Tröstau
  5. Geschichte von Tröstau von Rudolf Thiem
  6. Bernd Mayer: Kleine Bayreuther Stadtgeschichte, S. 75
  7. Tröstau: Wappengeschichte vom HdBG
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 701.
  9. Kommunalwahlen März 2014
  10. Tourismusverband Franken e.V.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tröstau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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