Tour de France 2016 - LinkFang.de





Tour de France 2016


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Die Tour de France 2016 ist die 103. Austragung des wichtigsten Etappenradrennens der Welt. Sie startete am 2. Juli 2016 in Le Mont-Saint-Michel und endet nach 3.519 Kilometern verteilt auf 21 Etappen am 24. Juli 2016 auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris.

Dabei werden auch Abschnitte außerhalb des Mutterlandes Frankreich, in Spanien, der Schweiz und Andorra, ausgetragen. An der Tour de France 2016 werden 198 Fahrer aus 22 Radsportteams teilnehmen. Insgesamt stehen neun Flachetappen, eine wellige Etappe, neun Bergetappen mit vier Bergankünften und zwei Einzelzeitfahren auf dem Programm.

Ausgangslage

Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes

Für die Rundfahrt sind 198 Fahrer in 22 Mannschaften zu je neun Startern gemeldet. Die Teilnehmer stammen aus 35 verschiedenen Nationen. Das größte Kontingent stellt traditionell das Heimatland der Tour. Es nehmen 38 Franzosen an der Rundfahrt teil. Nach Frankreich folgen Spanien mit 18 Fahrern, die Niederlande mit 15, Belgien mit 14 und Italien mit 13 Startern. Zwölf Rennfahrer kommen aus Deutschland, jeweils neun aus Australien und der Schweiz. Außerdem sind vier Österreicher am Start der Tour de France 2016. Tsgabu Grmay aus der Lampre-Merida-Mannschaft ist der erste Äthiopier bei der Tour.

Der am 14. Mai 1974 geborene Matteo Tosatto ist mit 42 Jahren wie im Jahr zuvor der älteste Starter der Frankreich-Rundfahrt. Tossato ist über zwei Jahre älter als Greg Henderson, der am 10. September 40 Jahre alt wird und damit der zweitälteste Rennfahrer im Tour-Aufgebot ist. Drittältester Sportler ist in diesem Jahr Haimar Zubeldia mit 39 Jahren.

Am jüngsten im Starterfeld 2016 ist der Norweger Sondre Holst Enger aus dem Schweizer IAM-Team, er wurde am 17. Dezember 1993 geboren und ist zum Start der Rundfahrt damit 22 Jahre alt. Der jüngste Starter der Tour 2015, Merhawi Kudus, ist noch einen Monat jünger als Holst Enger, wurde aber in diesem Jahr nicht nominiert. Zweitjüngster Starter im Feld ist Luka Pibernik von Lampre-Merida, geboren am 23. Oktober 1993, gefolgt von Dylan Groenewegen aus den Niederlanden, geboren am 21. Juni 1993.

Das höchste Durchschnittsalter aller 22 Mannschaften weist das Team Lotto Soudal auf, die Rennfahrer im Tourkader sind dort im Durchschnitt 33 Jahre alt. Das jüngste Team ist die Mannschaft Lampre-Merida mit einem mittleren Alter von 27 Jahren. Der durchschnittliche Rennfahrer bei der Tour de France 2016 ist etwa 30 Jahre alt. In die Wertung um den besten Nachwuchsfahrer fallen in diesem Jahr 29 Sportler, rund 15 % des Feldes.

Der Franzose Sylvain Chavanel bestreitet 2016 seine 16. Tour de France und hat damit die meisten Tour-Starts aller Fahrer aus dem Feld vorzuweisen. Haimar Zubeldia kommt auf 15 Starts, Thomas Voeckler nimmt an seiner 13. Frankreich-Rundfahrt teil. Der Australier Adam Hansen hat seit der Vuelta a España 2011 an jeder Grand Tour teilgenommen und auch jede Rundfahrt beendet. Mit der Tour 2016 bestreitet er seine 15. große Landesrundfahrt in Folge.

Mannschaften und Fahrer

Kurzübersicht der Mannschaften
# C L Team
18 UCI WorldTeams
41–49 ALM Frankreich Ag2r La Mondiale
21–29 AST Kasachstan Astana Pro Team
91–99 BMC Vereinigte Staaten BMC Racing Team
81–89 CDT Vereinigte Staaten Cannondale-Drapac Pro Cycling Team
101–109 DDD Sudafrika Dimension Data
181–189 EQS Belgien Etixx-Quick Step
121–129 FDJ Frankreich FDJ
111–119 TGA Deutschland Team Giant-Alpecin
71–79 IAM Schweiz IAM Cycling
141–149 KAT Russland Team Katusha
151–159 LAM Italien Lampre-Merida
51–59 TLJ Niederlande Team Lotto NL-Jumbo
161–169 LTS Belgien Lotto Soudal
11–19 MOV Spanien Movistar Team
201–209 OBE Australien Orica-BikeExchange
1–9 SKY Vereinigtes Konigreich Team Sky
31–39 TNK Russland Tinkoff
61–69 TFS Vereinigte Staaten Trek-Segafredo
4 UCI Professional Continental Teams
131–139 BOA Deutschland Bora-Argon 18
191–199 COF Frankreich Cofidis, Solutions Crédits
171–179 DEN Frankreich Direct Énergie
211–219 FVC Frankreich Fortuneo-Vital Concept
# – Startnummer; C – UCI-Code; L – Land

Automatisch startberechtigt sind die 18 UCI WorldTeams. Zusätzlich sind vom Veranstalter ASO vier UCI Professional Continental Teams eingeladen.

Zwei Mannschaften ändern zur Tour de France ihre Namen. Die australische Mannschaft Orica GreenEdge wechselt den Sponsor und geht unter dem Namen Orica-BikeExchange an den Start.[1] Das US-amerikanische Cannondale Pro Cycling Team erhält einen Co-Sponsor und ändert seinen Namen in Cannondale-Drapac Pro Cycling Team. Drapac Capital Partners ist seit 2006 Sponsor von Drapac Professional Cycling.[2]

Frankreich Ag2r La Mondiale
Start- und Ergebnisliste
Die französische Mannschaft setzt mit dem bereits zweimal unter den besten Zehn platzierten Romain Bardet auf das Gesamtklassement. Im letzten Jahr war der Franzose Neunter in der Endabrechnung. Unterstützt wird Bardet dabei unter anderem von Domenico Pozzovivo, der bisher vor allem beim Giro d’Italia Erfolge feiern konnte und 34-jährig erstmals bei der Frankreich-Rundfahrt startet. Weitere erfahrene Sportler im Mannschaftsaufgebot sind Cyril Gautier, Jan Bakelants, Samuel Dumoulin und Alexis Vuillermoz.[3]
Kasachstan Astana Pro Team
Start- und Ergebnisliste
Kapitän der mit kasachischer Lizenz startenden und traditionell auf die Gesamtwertung ausgerichteten Mannschaft Astana ist Fabio Aru, der die Vuelta a España 2015 gewann. Es ist die erste Teilnahme des Italieners bei der Tour de France. Prominentester Helfer Arus ist der Tour-Sieger von 2014 und Gewinner des Giro d’Italia 2016, Vincenzo Nibali. Unterstützt werden die beiden außerdem von Jakob Fuglsang, der 2013 Gesamtsiebter werden konnte, vom mehrfachen Tour-Etappensieger Luis León Sánchez und dem 38 Jahre alten und 23 mal bei einer der großen Landesrundfahrten gestarteten Paolo Tiralongo.[4]
Vereinigte Staaten BMC Racing Team
Start- und Ergebnisliste
Mit einer Doppelspitze aus Tejay van Garderen und Richie Porte startet die BMC-Mannschaft in die Tour de France 2016. Van Garderen war im Jahr 2012 bester Jungprofi der Tour und konnte die Frankreich-Rundfahrt 2012 und 2014 jeweils auf dem fünften Gesamtrang abschließen. Der erst zu Saisonbeginn von der Sky-Mannschaft gekommene Richie Porte war vor allem in der Vorsaison mit Siegen bei Paris–Nizza, der Katalonien-Rundfahrt und beim Giro del Trentino erfolgreich. Für Etappensiege kommt Klassikerspezialist Greg Van Avermaet in Frage. In den Bergen werden unter anderem Damiano Caruso, Amaël Moinard, Brent Bookwalter und Marcus Burghardt als Helfer für die beiden Teamkapitäne tätig sein.[5]
Deutschland Bora-Argon 18
Start- und Ergebnisliste
Das deutsche Professional Continental Team Bora-Argon 18 hat als Ziel für die Tour de France 2016 das Herausfahren eines Etappensieges ausgegeben. In der Gesamtwertung sollen sich Emanuel Buchmann und Patrick Konrad aus Österreich unter den zwanzig Besten platzieren. Für den Etappenerfolg könnten auch Bartosz Huzarski, Jan Bárta oder der Sprinter Sam Bennett sorgen. Paul Voss und Andreas Schillinger sind neben Buchmann die weiteren Deutschen im Mannschaftskader.[6]
Vereinigte Staaten Cannondale-Drapac Pro Cycling Team
Start- und Ergebnisliste
Neuverpflichtung Pierre Rolland (bis zur letzten Saison beim Team Europcar) wird die Mannschaft als Kapitän in die Frankreich-Rundfahrt führen. Der zweimalige Tour-Etappensieger und Gewinner der Nachwuchswertung im Jahr 2011 möchte sich eine gute Platzierung im Gesamtklassement herausfahren, aber auch seine dritte Etappe bei der Rundfahrt gewinnen. In den Jahren 2011, 2012 und 2015 war Rolland bereits unter die besten Zehn der Tour de France gekommen. Rolland ist mit seiner achten Teilnahme auch gleichzeitig der erfahrenste Tour-Fahrer im Aufgebot von Cannondale. Unterstützt wird Rolland unter anderem von Lawson Craddock. Für einen Etappenerfolg könnte Ramūnas Navardauskas sorgen.[7]
Frankreich Cofidis, Solutions Crédits
Start- und Ergebnisliste
Das französische Team war ursprünglich ganz auf Sprinter Nacer Bouhanni ausgerichtet, dem Geoffrey Soupe, Christophe Laporte, Jérôme Cousin, Cyril Lemoine und Borut Božič für den Sprintzug zur Seite gestellt waren. Am 29. Juni wurde bekannt, dass Bouhanni aufgrund einer Handverletzung, die er sich bei einem Streit mit Hotelgästen zugezogen hatte, nicht bei der Tour starten kann.[8] Seinen Platz nahm Nicolas Edet ein, der gemeinsam mit Daniel Navarro, Arnold Jeannesson und Luis Ángel Maté in den Bergen zum Zug kommen soll.[9]

Sudafrika Dimension Data
Start- und Ergebnisliste
Die Mannschaft Dimension Data nahm im letzten Jahr unter dem Namen MTN-Qhubeka mit einer Wildcard erstmals an der Tour de France teil. Bei der zweiten Teilnahme, dieses Jahr als direkt eingeladenes UCI WorldTeam, soll vor allem der 26-fache Tour-Etappensieger Mark Cavendish für Etappensiege bei Sprintankünften sorgen. Der Brite wechselte zur Saison 2016 gemeinsam mit seinem wichtigsten Anfahrer Mark Renshaw zur südafrikanischen Mannschaft. Die auf Bergetappen erfolgreich gewesenen Daniel Teklehaimanot (erster afrikanischer Träger des Bergtrikots 2015) und Serge Pauwels (13. Gesamtrang 2015) sind wieder im Mannschaftskader, genauso wie Stephen Cummings und Edvald Boasson Hagen, die schon Etappen der Frankreich-Rundfahrt gewinnen konnten.[10]
Frankreich Direct Énergie
Start- und Ergebnisliste
Die französische Mannschaft, in den letzten Jahren unter dem Namen des ehemaligen Sponsors Europcar aufgetreten, hat zur Tour den bis dahin erfolgreichsten Fahrer nach Etappensiegen, Bryan Coquard, im Aufgebot. Auf ihn werden sich die Anstrengungen in den Flachetappen konzentrieren. Bisher gelang Coquard noch kein Etappenerfolg bei der Tour de France. Im Kader von Direct Énergie stehen zudem zwei erfahrene und bekannte französische Radprofis: Sylvain Chavanel und Thomas Voeckler haben beide bei der Tour schon Etappen gewonnen und das Gelbe Trikot getragen. Voecklers beste Platzierung im Gesamtklassement war ein vierter Rang aus dem Jahr 2011. Beide Fahrer könnten sich in Ausreißergruppen auf die Jagd nach Etappenerfolgen in den Bergen machen.[11]
Belgien Etixx-Quick Step
Start- und Ergebnisliste
Wichtigste Personalie des belgischen Teams ist Marcel Kittel, der die Tour-de-France-Sprintankünfte der Jahre 2013 und 2014 dominierte und in dieser Saison bis Tourbeginn zehn Siege einfahren konnte. Für die Formierung von Kittels Sprintzug sind Iljo Keisse, Ariel Richeze, Fabio Sabatini und Julien Vermote im Tour-Aufgebot von Etixx-Quick Step. Im bergigen Terrain sollen dann Daniel Martin und der erstmals bei einer großen Landesrundfahrt startende Julian Alaphilippe zum Zug kommen. Alaphilippe konnte in dieser Saison bereits die Kalifornien-Rundfahrt und die Nachwuchswertung des Critérium du Dauphiné für sich entscheiden. In den Zeitfahren und Bergetappen hat außerdem Tony Martin Chancen auf vordere Platzierungen.[12]

Frankreich FDJ
Start- und Ergebnisliste
Die Mannschaft startet mit zwei Schweizern und sieben Franzosen in die Tour de France 2016. Sie ist in diesem Jahr auf die Gesamtwertung und Etappensiege in Bergetappen ausgerichtet, da der Sprinter Arnaud Démare nicht nominiert wurde. Im Gesamtklassement soll sich Thibaut Pinot möglichst weit vorn platzieren. Pinot war 2014 als Gesamtdritter bester Nachwuchsfahrer der Frankreich-Rundfahrt und errang bisher dreimal eine Top-10-Platzierung bei Grand Tours. Im letzten Jahr konnte er eine Etappe gewinnen, wurde aber in der Endabrechnung nur 16. Zu den erfahrensten Helfern Pinots gehören Jérémy Roy und William Bonnet, die ihre neunte bzw. achte Tour de France absolvieren.[13]
Frankreich Fortuneo-Vital Concept
Start- und Ergebnisliste
Der französische Zweitdivisionär geht ohne feste Kapitänsrolle in die 103. Frankreich-Rundfahrt. Fahrer wie Pierre-Luc Périchon, Anthony Delaplace und Chris Anker Sørensen sollen über die Beteiligung an Fluchtgruppen versuchen, Etappensiege zu erzielen. Einen Etappenerfolg hat das bis zum letzten Jahr unter dem Namen Bretagne-Seché-Environnement angetretene Team bei der Tour noch nicht erringen können. Brice Feillu, der gemeinsam mit Delaplace zum sechsten Mal bei der Tour de France startet, konnte im letzten Jahr unter die Top 20 des Gesamtklassements fahren.[14]
Deutschland Team Giant-Alpecin
Start- und Ergebnisliste
Warren Barguil, im letzten Jahr 14. des Endklassements, wird die mit deutscher Lizenz startende Mannschaft mit Blick auf die Gesamtwertung in das Rennen führen. Bei der Vuelta a España 2014 konnte der Franzose bereits unter die besten Zehn fahren und erreichte den Achten Gesamtrang. Unterstützt wird Barguil dabei von dem Niederländer Laurens ten Dam, der seit dieser Saison für Giant-Alpecin fährt und bereits einmal die Top 10 der Tour erreichte. Auch Tom Dumoulin befindet sich im Kader der Mannschaft, er konzentriert sich aber auf das nach der Tour stattfindende Olympische Zeitfahren in Rio. Dennoch könnte Dumoulin in den beiden Fahrten gegen die Uhr bei der Tour für einen Sieg sorgen, genauso wie John Degenkolb, der auf den etwas anspruchsvolleren Ankünften um den Etappensieg mitsprinten soll und dafür auch einige Helfer hat.[15]
Schweiz IAM Cycling
Start- und Ergebnisliste
Die Mannschaft aus der Schweiz möchte das Top-10-Resultat von Mathias Frank aus dem letzten Jahr möglichst wiederholen. Zu dessen Unterstützung ist erneut Jarlinson Pantano nominiert worden, der zusammen mit Frank eine Doppelspitze bildet für den Fall, dass einer von beiden aus- oder zurückfällt. Die übrigen Fahrer, darunter Martin Elmiger und Reto Hollenstein, sollen in Ausreißergruppen versuchen, einen Etappenerfolg zu erzielen. Mit Sondre Holst Enger hat das Team zudem den jüngsten Rennfahrer bei der diesjährigen Tour de France nominiert. Der Norweger fährt genauso wie Oliver Naesen aus Belgien seine erste Frankreich-Rundfahrt.[16]

Russland Team Katusha
Start- und Ergebnisliste
In der Katusha-Mannschaft aus Russland gibt es einerseits die Bergspezialisten, dazu gehören Joaquim Rodríguez, Jurgen van den Broeck und Ilnur Zakarin, andererseits die Sprinter um Alexander Kristoff aus Norwegen. Rodríguez war bei Giro und Vuelta schon Zweiter, bei der Tour de France 2013 Dritter, und gehört inzwischen zu den ältesten Startern im Feld. Vor zwei Jahren konnte Rodríguez zwei Tour-Etappen gewinnen, schaffte es aber nicht unter die besten 20 Fahrer in der Gesamtwertung. Auch der Belgier van den Broek war vor einiger Zeit schon vorn in der Tour-Gesamtwertung platziert, konnte diese Resultate danach aber nicht erneut einfahren. Ilnur Zakarin war bis zu seinem Sturz beim Giro auf dem Weg, sich in den besten Fünf der Gesamtwertung zu platzieren. Alexander Kristoff konnte 2014 zwei Etappen gewinnen, blieb aber im letzten Jahr sieglos. Zu seiner Unterstützung sind Jacopo Guarnieri, Michael Mørkøv und Marco Haller im Tour-Aufgebot.[17]
Italien Lampre-Merida
Start- und Ergebnisliste
Die Fahrer für die Gesamtwertung bei Lampre-Merida sind Rui Costa, mehrmaliger Etappengewinner bei der Tour, und Neuzugang Louis Meintjes, der bei der Vuelta a España 2015 noch in Diensten der Mannschaft MTN-Qhubeka den zehnten Gesamtrang erreichte. Meintjes ist auch einer der vier Jungprofis in der Mannschaft, die von allen Teams bei der Tour den niedrigsten Altersdurchschnitt hat. Tsgabu Grmay, Luka Pibernik und Jan Polanc zählen ebenfalls in diese Wertung, Tsgabu Grmay ist zudem der erste Fahrer aus Äthiopien, der an einer Tour de France teilnimmt. Neben den Ambitionen auf die Gesamtwertung wird das Augenmerk dieser Mannschaft vor allem auch auf Etappensiegen liegen.[18]
Niederlande Team Lotto NL-Jumbo
Start- und Ergebnisliste
Die niederländische Mannschaft wird von Wilco Kelderman in die Tour de France 2016 geführt. Der ursprünglich für die Kapitänsrolle vorgesehene Sechstplatzierte des letzten Jahres, Robert Gesink, kann wegen einer Sturzverletzung von der Tour de Suisse nicht starten. Kelderman soll neben einer guten Gesamtplatzierung auch einen Etappensieg ins Visier fassen. Insgesamt stehen fünf Debütanten im Aufgebot der Mannschaft, erfahrenster Teilnehmer ist Maarten Wynants, der seine fünfte Frankreich-Rundfahrt absolviert.[19]

Belgien Lotto Soudal
Start- und Ergebnisliste
Im Kader der belgischen Mannschaft sind hauptsächlich Fahrer aufgeboten, die Sprinter André Greipel im Sprintzug unterstützen sollen. Greipel zählt zu den großen Favoriten bei Massensprints und gewann im letzten Jahr vier Etappen der Tour und beim Giro 2016 drei Etappen im Sprint. Auf bergigen Etappen sollen Tony Gallopin, 2014 für einen Tag Träger des Gelben Trikots, Thomas De Gendt und Adam Hansen, der seine 15. große Landesrundfahrt hintereinander bestreitet, die vorderen Plätze erreichen. Tour-Erfahrenster Teilnehmer im Lotto-Soudal-Aufgebot ist Greipels deutscher Anfahrer Marcel Sieberg.[20]
Spanien Movistar Team
Start- und Ergebnisliste
Bei der 103. Frankreich-Rundfahrt ist im spanischen Movistar-Team alles auf den Sieg des Kolumbianers Nairo Quintana ausgerichtet. Quintana war 2013 und 2015 zweiter bei der Tour de France und gewann im Jahr 2014 den Giro d’Italia. Zweimal war er bester Nachwuchsfahrer und gewann 2013 außerdem die Bergwertung. Selbst Alejandro Valverde, im letzten Jahr hinter Quintana noch Dritter bei der Tour, wird sich voll in den Dienst des Kolumbianers stellen. Die weiteren Rennfahrer im Kader, darunter Ion Izagirre, Daniel Moreno, Winner Anacona und Nélson Oliveira, sind allesamt Bergspezialisten zur Unterstützung Quintanas. Bei der Tour 2015 gewann das Movistar-Team die Mannschaftswertung.[21]
Australien Orica-BikeExchange
Start- und Ergebnisliste
Die australische Mannschaft geht ohne Ambitionen aufs Gesamtklassement in die Tour de France 2016. Vielmehr sollen einzelne Fahrer für Etappenerfolge, auch aus Fluchtgruppen heraus, sorgen. Dazu zählen Adam Yates und Rubén Plaza auf anspruchsvolleren Etappen, Michael Matthews auf relativ flachem Terrain, Michael Albasini und Mathew Hayman (Sieger von Paris–Roubaix 2016). Simon Gerrans fährt seine elfte Tour de France und zählt damit zu den erfahrensten Sportlern im Peloton.[22]
Vereinigtes Konigreich Team Sky
Start- und Ergebnisliste
Chris Froome soll in diesem Jahr seinen dritten Tour-de-France-Gesamtsieg nach 2013 und 2015 feiern. In der Vorbereitung zur Tour gewann der Brite das Critérium du Dauphiné. Unterstützt wird er dabei von einem starken Kader: Geraint Thomas war im letzten Jahr lange Zeit vorn im Gesamtklassement platziert und konnte Froome zusammen mit Wout Poels lange unterstützen. Auch Mikel Nieve, Etappensieger und Gewinner des Bergtrikots beim Giro 2016, wird dem Briten in den Bergen helfen. Ebenfalls im Aufgebot steht Mikel Landa, der beim Giro 2015 Dritter wurde, bisher aber an diese Leistungen nicht anknüpfen konnte. Auch Sergio Henao ist ein starker Bergfahrer. Zeitfahrspezialist Wassil Kiryjenka wird viel Tempoarbeit für die Mannschaft verrichten. Ian Stannard und Luke Rowe könnten zudem für Etappensiege auf mittelschweren Etappen sorgen.[23]

Russland Tinkoff
Start- und Ergebnisliste
Das russische Radsportteam ist rund um die Fahrer Alberto Contador und Peter Sagan aufgebaut. Contador hat alle Grand Tours mehr als einmal gewonnen und möchte im Jahr 2016 die Tour zum dritten Mal nach 2007 und 2009 gewinnen. Contadors Helfer in den Bergen sind Roman Kreuziger und Rafał Majka, die auch schon in den Top-10-Bereich von großen Rundfahrten vorstoßen konnten. Dazu kommt noch Robert Kišerlovski. Peter Sagan hat in den letzten vier Jahren jeweils die Punktewertung gewonnen und strebt den Gewinn des fünften Grünen Trikots genauso wie einen weiteren Etappensieg an. Ihm werden Oscar Gatto, Matteo Tosatto, Maciej Bodnar und Michael Valgren zur Seite stehen.[24]
Vereinigte Staaten Trek-Segafredo
Start- und Ergebnisliste
Kapitän der Mannschaft ist der Niederländer Bauke Mollema, der seit 2013 bei der Tour immer eine Platzierung unter den besten Zehn erreichen konnte. Unterstützt wird er vor allem von Fränk Schleck und Haimar Zubeldia, die ebenfalls schon Top-10-Resultate bei Grand Tours vorzuweisen haben. Fabian Cancellara fährt seine letzte Tour de France und könnte in einem der Zeitfahren für einen Etappensieg sorgen. Mit diesem Ziel treten auch Jasper Stuyven und Edward Theuns an, die über Fluchtgruppen zu einem Etappenerfolg gelangen könnten. Haimar Zubeldia nimmt an seiner 15. Frankreich-Rundfahrt seit 2001 teil (kein Start 2010) und ist damit nach Sylvain Chavanel der Rennfahrer mit den zweitmeisten Tour-Teilnahmen, der in diesem Jahr gemeldet ist.[25]

Favoriten

Gesamtklassement

Die beiden Topfavoriten im Kampf um das Maillot Jaune sind vor allem der Vorjahressieger Chris Froome (SKY) und der Vorjahreszweite Nairo Quintana (MOV). Froome gewann in der Vorbereitung zur Tour das Critérium du Dauphiné, Quintana war bei der Route du Sud erfolgreich. Der Spanier Alberto Contador (TNK) kommt ebenfalls noch für einen Sieg in Frage. Er nahm ebenfalls an der Dauphiné teil und belegte dort den fünften Gesamtrang. Anwärter für einen Platz auf dem Podest sind der Dritte von 2014, Thibaut Pinot (ALM), und Richie Porte (BMC), der im letzten Jahr noch für Chris Froome in der Sky-Mannschaft fuhr und jetzt Kapitän der BMC-Mannschaft ist.

Aussichtsreiche Chancen auf einen Platz unter den besten Fünf haben Warren Barguil, Tejay van Garderen, Romain Bardet und Fabio Aru, der Sieger der Vuelta 2015. Der Schweizer Mathias Frank, Alejandro Valverde aus Spanien, Pierre Rolland (Zehntplatzierter 2015), Ilnur Zakarin, Bauke Mollema, Wilco Kelderman, Daniel Martin und Vincenzo Nibali kommen für einen Platz in den Top-10 in Frage.[26]

Mit Ausnahme von Robert Gesink (6.), Andrew Talansky (11.) und Samuel Sánchez (12.) sind alle Fahrer aus den Besten 20 des letzten Jahres auch 2016 wieder am Start. Außerdem standen neun Fahrer aus dem diesjährigen Tour-Aufgebot bereits einmal auf dem Podium der Frankreich-Rundfahrt: Chris Froome (Sieger 2013 und 2015, Zweiter 2012), Nairo Quintana (Zweiter 2013 und 2015), Alberto Contador (Sieger 2007 und 2009) Alejandro Valverde (Dritter 2015), Vincenzo Nibali (Sieger 2014, Dritter 2012), Thibaut Pinot (Dritter 2014), Joaquim Rodríguez (Dritter 2013), Fränk Schleck (Dritter 2011), Jurgen van den Broeck (Dritter 2010).

Weitere Wertungen

Mit zusammen 18 Etappensiegen sind Marcel Kittel und André Greipel die beiden Topfavoriten auf Etappensiege im Massensprint. Auch Weltmeister Peter Sagan, der in den letzten vier Jahren das Grüne Trikot gewonnen hat, gehört zu den schnellsten Fahrern im Peloton. Mitfavoriten sind Mark Cavendish, Alexander Kristoff und John Degenkolb. Edvald Boasson Hagen, Bryan Coquard und Michael Matthews haben Außenseiterchancen.[27]

In der Bergwertung haben neben den Klassementfahrern auch ausgewiesene Bergspezialisten wie beispielsweise Pierre Rolland, Joaquim Rodríguez oder Rafał Majka Chancen auf den Gewinn des Gepunkteten Trikots.

Den Kampf um das Weiße Trikot werden wahrscheinlich Warren Barguil, Wilco Kelderman und Louis Meintjes unter sich ausmachen. Außenseiterchancen haben Julian Alaphilippe, Adam Yates, Eduardo Sepúlveda, Lawson Craddock und Emanuel Buchmann. [28]

Reglement

Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem mehrere Abschnitte des Tour-Reglements geändert wurden, gibt es zur Tour de France 2016 nur geringfügige Änderungen und höhere Preisgeldausschüttungen.[29][30]

  • Der Führende der Gesamtwertung trägt das Gelbe Trikot. Die Reihenfolge der Wertung ergibt sich aus den Zeitabständen zwischen den einzelnen Fahrern nach jeder Etappe. Zusätzlich gibt es im Ziel einer jeden Etappe, außer den Zeitfahren, Zeitgutschriften in Höhe von 10, 6 und 4 Sekunden für die ersten drei Fahrer.
  • Der Führende der Punktewertung trägt das Grüne Trikot (maillot vert). Anhand der Kategorie der jeweiligen Etappe werden die Punkte folgendermaßen vergeben:
    • Etappenankünfte:
      • acht Flachetappen[A 1]: 50, 30, 20, 18, 16, 14, 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3 und 2 Punkte für die ersten 15 Fahrer im Ziel
      • vier Mittelgebirgsetappen[A 2]: 30, 25, 22, 19, 17, 15, 13, 11, 9, 7, 6, 5, 4, 3 und 2 Punkte für die ersten 15
      • sechs Hochgebirgsetappen[A 3] und zwei Einzelzeitfahren:[A 4] 20, 17, 15, 13, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, und einen Punkt für die ersten Zehn
    • Zwischensprints[A 5]: 20, 17, 15, 13, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, und einen Punkt für die ersten 15
  • Der Führende der Bergwertung trägt das Gepunktetete Trikot (maillot à pois). Die Vergabe der Punkte richtet sich nach Schwierigkeit der 58 Anstiege in fünf Kategorien. Bei den Bergankünften der 9., 12., 17. und 19.Etappe wird die doppelte Anzahl an Punkten vergeben.
    • sieben Anstiege der Hors Catégorie (HC): 25, 20, 16, 14, 12, 10, 8, 6, 4 und zwei Punkte für die ersten zehn Fahrer an der Bergwertung
    • 14 Berge der ersten Kategorie: 10, 8, 6, 4, 2 und einen Punkt für die ersten Sechs
    • zwölf Berge der zweiten Kategorie: 5, 3, 2 und einen Punkt für die ersten Vier
    • sieben Anstiege der dritten Kategorie: 2 und einen Punkt für die ersten Beiden
    • 18 Anstiege der vierten Kategorie: einen Punkt für den Ersten
  • Der Führende der Nachwuchswertung trägt das Weiße Trikot (maillot blanc). Um das Weiße Trikot des besten Jungprofis kämpfen alle Fahrer, die nach dem 1. Januar 1991 geboren wurden. Die Reihenfolge ergibt sich aus der Platzierung dieser Fahrer in der Gesamtwertung.
  • Die Fahrer der führenden Mannschaft in der Teamwertung tragen jeweils eine gelbe Rückennummer. Für diese Wertung wird die Zeit der besten drei Fahrer eines Teams bei jeder Etappe addiert.
  • Der kämpferischste Fahrer einer Etappe wird von einer Jury mit der Roten Rückennummer ausgezeichnet.

Tourverlauf

Streckenführung und Etappenplan

Grand Départ

Erstmals in der Geschichte der Tour wird der Grand Départ im Nordwesten Frankreichs, im Département Manche, stattfinden.[31][32] Ziel der ersten Etappe ist der Utah Beach, wo die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg stattfand.

Streckenführung

Auf einen Prolog und ein Mannschaftszeitfahren wurde 2016 verzichtet.

Die erste und die zweite Etappe liegen an der Küste des Ärmelkanals, bei beiden Etappen sind Punkte für die Bergwertung und jeweils ein Zwischensprint zu gewinnen. Die Ankunft der zweiten Etappe in Cherbourg-en-Cotentin zeichnet sich dadurch aus, dass dort die Fahrer zwei kurze, steile Anstiege bewältigen müssen. Die zweite Steigung zum Vorort La Glacerie, genannt „Côte de La Glacerie“, von 6,5 % im Durchschnitt und in der Spitze 14 %, ist 1,9 km lang und führt von 12 m auf 136 m Höhe. Es folgt eine kurze abschüssige Strecke, um dann leicht ansteigend ins Ziel zu führen. Auch die Etappen drei und vier gehören noch zu den Flachetappen, doch im letzten Drittel der vierten Etappe deutet sich bereits ein Wandel an. Das Département Haute-Vienne, mit Zielankunft im Ort Limoges, liegt in den nordwestlichen Ausläufern des Zentralmassivs, wodurch diese Etappe bei Bonnac-la-Côte ihre maximale Höhe von 452 m erreicht, um bis zum Ziel in weiteren 27,5 km auf nur noch 264 m Höhe abzufallen. Zwei Zwischensprints und weitere Bergwertungen ermöglichen den Fahrern auf beiden Etappen weitere Punkte und Preisgelder zu erhalten. In der Etappe fünf von Limoges zur Wintersportstation Super Lioran sind einige Berge zu erklimmen und Abfahrten zu meistern: der Pas de Peyrol (1589 m), der Col du Perthus (1309 m) und kurz vor dem Ziel der Col de Font-de-Cère (1289 m). Mit der sechsten Etappe verlässt die Tour das Zentralmassiv.

Die Hochgebirgsetappen in den Pyrenäen beginnen mit der siebten Etappe. In dieser Etappe erwartet die Fahrer nur etwa 20 Kilometer vor Ende der Etappe einen 12 Kilometer langen Anstieg der Kategorie 1 zum Col d’Aspin (1490 m) mit einer durchschnittlichen Steigung von etwa 6,5 Prozent. Während der Anstieg nur gelegentlich kurvig ist, ist die darauf folgende Abfahrt sehr kurvig und bis zum Ortseingang von Arreau sind auch die Straßen nicht sehr breit. Die achte Etappe ist noch anspruchsvoller, da sie einen Anstieg der Kategorie 2 zum Hourquette d'Ancizan (1564 m) und zwei Anstiege der Kategorie 1 zum Col de Val Louron-Azet (1580 m) und zum Col de Peyresourde (1569 m) aufweist. Der weitere Anstieg zum Col du Tourmalet (2115 m) ist sogar der Kategorie H zugeordnet. Auf der neunten Etappe beginnt am spanischen Startort Vielha e Mijaran bereits der Anstieg zum Port de la Bonaigua (2072 m), einem Berg der 1. Kategorie, dem eine Abfahrt über 1000 Höhenmetern folgt. In weiteren 27 Kilometern beginnt der Anstieg zum Port del Cantò (1721 m) und auch hier folgt eine Abfahrt über etwa 1000 Höhenmetern. Vom andorianischen Grenzort Sant Julià de Lòria, auf etwa 900 Höhenmeter liegend, verläuft die Rennstrecke auf der Carretera general 1, die entlang des Flusses Valira gebaut wurde, nach Andorra la Vella, wo sich der Zwischensprint befindet. Von dort aus geht es weiter zu einem Berg der zweiten und dann einem der ersten Kategorie. Auf der Carretera general 3 führt die Etappe entlang der Orte Ordino, La Cortinada und El Serra und wechselt anschließend auf die Carretera d’Arcalis. Eine zehn Kilometer lange Serpentine führt zur Bergankunft im Wintersportgebiet Arcalis auf 2240 m, gewertet wird dieser letzte Anstieg mit der Kategorie HC.

Nach einem Ruhetag in Andorra beenden die Fahrer mit dem Anstieg zum Port d’Envalira (2408 m), einen Berg der ersten Kategorie, das Rennen in den Pyrenäen. Auf dieser zehnten Etappe weist die Strecke bis zum Côte de Saint-Ferréol (359 m), sieben Kilometer vor dem Etappenziel in Revel (217 m), keinen Anstieg mehr auf.

Das Ziel der 12. Etappe wurde aufgrund von erwarteten Sturmböen von mehr als 100 km/h auf dem Mont Ventoux auf 1912 m zur Skistation Chalet Reynard auf 1435 m verlegt. Die Etappe wird dadurch um 6 Kilometer auf 178 Kilometer verkürzt.[33]

Etappenplan

Die folgende Tabelle zeigt die Etappen der Tour de France 2016 mit Datum, Start- und Zielort, Kategorisierung und Etappenlänge. Außerdem sind der Etappensieger und der jeweils Führende in der Gesamtwertung nach der Etappe angegeben. In der ersten Spalte sind, falls vorhanden, die Einzelartikel zu jeder Etappe mit detaillierten Angaben zu Platzierung und Rennverlauf angegeben.

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Wertungen im Tourverlauf

Die Tabelle zeigt den Führenden in der jeweiligen Wertung bzw. die Träger der Wertungstrikots oder farbigen Rückennummern am Ende der jeweiligen Etappe an. Eine detailliertere Übersicht über die Platzierungen nach einer Etappe bieten die einzelnen Etappenartikel, die in der ersten Spalte verlinkt sind.

Etap­pe
Gesamt­wertung

Punkte­wertung

Berg­wertung

Nach­wuchs­wertung

Team­wertung

Kämpfe­rischster Fahrer
1. Vereinigtes Konigreich Mark Cavendish
(DDD)
Vereinigtes Konigreich Mark Cavendish(1)
(DDD)
Deutschland Paul Voss
(BOA)
Belgien Edward Theuns
(TFS)
Belgien Lotto Soudal Frankreich Anthony Delaplace
(FVC)
2. Slowakei Peter Sagan
(TNK)
Slowakei Peter Sagan(2)
(TNK)
Belgien Jasper Stuyven
(TFS)
Frankreich Julian Alaphilippe
(EQS)
Australien Orica-BikeExchange Belgien Jasper Stuyven
(TFS)
3. Vereinigtes Konigreich Mark Cavendish
(DDD)
Frankreich Thomas Voeckler
(DEN)
4. Slowakei Peter Sagan(3)
(TNK)
Belgien Oliver Naesen
(IAM)
5. Belgien Greg Van Avermaet
(BMC)
Belgien Thomas De Gendt
(LTS)
Vereinigte Staaten BMC Racing Team Belgien Thomas De Gendt
(LTS)
6. Vereinigtes Konigreich Mark Cavendish
(DDD)
Japan Yukiya Arashiro
(LAM)
7. Vereinigtes Konigreich Adam Yates
(OBE)
Italien Vincenzo Nibali
(AST)
8. Vereinigtes Konigreich Chris Froome
(SKY)
Polen Rafał Majka
(TNK)
Frankreich Thibaut Pinot
(FDJ)
9. Frankreich Thibaut Pinot
(FDJ)
Spanien Movistar Team Niederlande Tom Dumoulin
(TGA)
10. Slowakei Peter Sagan
(TNK)
Vereinigte Staaten BMC Racing Team Slowakei Peter Sagan
(TNK)
11. Frankreich Arthur Vichot
(FDJ)
12. Belgien Thomas De Gendt
(LTS)
Belgien Thomas De Gendt
(LTS)
13. nicht vergeben
14. Frankreich Jérémy Roy
(FDJ)
15. Polen Rafał Majka
(TNK)
Spanien Movistar Team Polen Rafał Majka
(TNK)
16. Frankreich Julian Alaphilippe &
Deutschland Tony Martin
(beide EQS)
17. Kolumbien Jarlinson Pantano
(IAM)
18.
19.
20.
21.
Sieger

Anmerkungen zur Tabelle:

(1) Auf der zweiten Etappe trug Marcel Kittel als Zweiter der Punktewertung das Grüne Trikot, da Mark Cavendish bereits das Gelbe Trikot trug.
(2) Auf der dritten Etappe trug Mark Cavendish als Zweiter der Punktewertung das Grüne Trikot, da Peter Sagan bereits das Gelbe Trikot trug.
(3) Auf der fünften Etappe trug Mark Cavendish als Zweiter der Punktewertung das Grüne Trikot, da Peter Sagan bereits das Gelbe Trikot trug.

Erste Tourwoche

Wertungen nach der 7. Etappe
Belgien Greg Van Avermaet (BMC) 34:09:44 h
2. Vereinigtes Konigreich Adam Yates (OBE) + 5:50 min
3. Frankreich Julian Alaphilippe (EQS) + 5:51 min
4. Spanien Alejandro Valverde (MOV) + 5:53 min
5. Spanien Joaquim Rodríguez (KAT) + 5:54 min
Vereinigtes Konigreich Mark Cavendish (DDD) 204 P.
2. Deutschland Marcel Kittel (EQS) 182 P.
3. Slowakei Peter Sagan (TNK) 175 P.
Belgien Thomas De Gendt (LTS) 13 P.
2. Belgien Greg Van Avermaet (BMC) 13 P.
3. Vereinigtes Konigreich Steve Cummings (DDD) 10 P.
Vereinigtes Konigreich Adam Yates (OBE) 34:15:34 h
2. Frankreich Julian Alaphilippe (EQS) + 0:01 min
3. Frankreich Warren Barguil (EQS) + 0:07 min
Vereinigte Staaten BMC Racing Team 202:34:01 h
2. Vereinigtes Konigreich Team Sky + 4:16 min
3. Spanien Movistar Team + 4:52 min

Auf den ersten Etappen, die traditionell durch recht flaches Terrain verlaufen, konnte der Sprinter Mark Cavendish (DDD), der erfolgreichste Rennfahrer nach Etappensiegen bei der Tour in den letzten Jahren, wieder an seine Sprintdominanz aus den Jahren 2008 bis 2012 anknüpfen. In diesen Jahren gewann er jeweils mindestens drei Touretappen. In den Jahren 2013 bis 2015 kamen insgesamt nur drei weitere hinzu. In diesem Jahr entschied Cavendish die 1., 3. und 6. Etappe für sich und belegte auf der Rangliste der Rekordetappensieger bei der Tour de France am Ende der Woche mit insgesamt 29 Erfolgen den zweiten Platz hinter Eddy Merckx und vor Bernard Hinault. Durch den Erfolg auf der ersten Etappe gewann Cavendish zudem das erste Gelbe und das erste Grüne Trikot der 103. Frankreich-Rundfahrt.

Der Slowake Peter Sagan (TNK), der in den letzten vier Jahren jeweils das Grüne Trikot gewonnen hatte, nahm Cavendish mit dem Sieg auf der 2. Etappe und den dafür vergebenen Zeit- und Punktbonifikationen sowohl die Führung in der Gesamt- als auch in der Punktewertung ab. Während Sagan bis zur 5. Etappe in Gelb blieb, lieferte er sich gemeinsam mit Cavendish einen Kampf um Grün, während dem die Führung in diesem Klassement mehrmals zwischen den beiden wechselte. Zum Ende der Woche hatte Mark Cavendish etwa 25 Punkte Vorsprung auf Sagan. Ebenfalls vorn in der Punktewertung klassiert war Marcel Kittel (EQS), der die 4. Etappe im Sprint für sich entscheiden konnte.

Die 5. Etappe führte erstmals in bergigeres Gelände. Sie wurde aus einer Ausreißergruppe heraus entschieden, der das Hauptfeld zuvor einen ungewöhnlich großen Vorsprung eingeräumt hatte. Mit einer Attacke am Col du Perthus gewann Greg Van Avermaet aus Belgien die Etappe und setzte sich in der Gesamtwertung mit über fünf Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Julian Alaphilippe an die Spitze. Sein ehemaliger Fluchtkamerad und Landsmann Thomas De Gendt (LTS) übernahm die Führung in der Bergwertung, die zuvor von Paul Voss (BOA) und Jasper Stuyven (TFS) mit geringen Punktzahlen aus den Flachetappen angeführt worden war. Julian Alaphilippe blieb weiter bester Nachwuchsfahrer, er hatte das Weiße Trikot nach der zweiten Etappe erstmals übergestreift.

Die fünfte Etappe sorgte auch im Hinblick auf den Favoritenkreis für den Toursieg für erste Vorentscheidungen: sowohl Vincenzo Nibali (AST) ließ bereits am ersten steileren Berg abreißen und kam mit über acht Minuten Rückstand auf die übrigen Klassementfahrer an. Er sagte anschließend, sich voll auf die Helferrolle für Fabio Aru (AST) konzentrieren zu wollen. Auch Alberto Contador (TNK), geschwächt durch Sturzverletzungen aus der ersten und zweiten Etappe, handelte sich einen Zeitrückstand ein.

Nach der wieder flachen sechsten Etappe stand mit Etappe 7 der erste Hochgebirgsabschnitt auf dem Programm. Greg Van Avermaet fuhr im Gelben Trikot in die Ausreißergruppe, um seine BMC-Mannschaft nicht in die Nachführarbeit zu drängen, und konnte weitere 1:30 Minuten auf seine Verfolger im Gesamtklassement gutmachen. Gewonnen wurde der Abschnitt, der über den Col d’Aspin führte, allerdings von Steve Cummings (DDD), der seinen zweiten Tour-Etappensieg nach 2015 erreichte. Auch Vincenzo Nibali war in der Führungsgruppe dabei und holte sich etwa zwei Minuten auf den Favoritenkreis zurück. Probleme hatte Thibaut Pinot (FDJ), er verlor drei Minuten auf die Favoriten und damit auch die Aussicht auf die Wiederholung seines Podiumsplatzes von 2014.

Gesamtwertung nach der 17. Etappe

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Siehe auch

Weblinks

 Commons: Tour de France 2016  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Flachetappen sind die Etappen: 1, 2, 3, 4, 6, 11, 14, 16, 21
  2. Mittelgebirgsetappen sind die Etappen: 5, 7, 10, 12
  3. Hochgebirgsetappen sind die Etappen: 8, 9, 15, 17, 19, 20
  4. Einzelzeitfahren sind die Etappen 13 und 18
  5. Auf allen Etappen, außer den beiden Zeitfahren, wird ein Zwischensprint ausgefahren

Einzelnachweise

  1. Orica-GreenEdge to become Orica-BikeExchange ahead of Tour de France – Australian team expected to unveil new jersey on Thursday. 29. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  2. Cannondale Pro Cycling Team adds Drapac Capital Partners as co-title sponsor. 30. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  3. Ag2R nimmt noch Dumoulin und Gastauer mit zur Tour. In: radsport-news.com. 27. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  4. Astana mit Aru und Nibali nach Frankreich. In: Radsport-news.com. 27. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  5. Felix Griep: Tour de France: BMC schickt mit Van Garderen und Porte eine gleichberechtigte Doppelspitze ins Rennen. In: live-radsport.ch. 22. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  6. Jörg Schröder: Tour de France: Bora benennt Tour-Aufgebot ohne Nerz / Werbung für Tourstart 2017. In: live-radsport.ch. 20. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  7. Felix Griep: Tour de France: Neuer Cannondale-Leader Rolland hat es auf Gesamtwertung und Etappensieg abgesehen. In: live-radsport.ch. 27. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  8. Felix Griep: Tour de France: Bouhanni fällt wegen Handverletzung aus – auch kranker Devenyns startet nicht. In: live-radsport.ch. 29. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  9. Felix Griep: Tour de France: Cofidis setzt voll auf Massensprints mit dem bisherigen Tour-Pechvogel Bouhanni. In: live-radsport.ch. 27. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  10. Felix Griep: Tour de France: Angriffslustiger MTN-Nachfolger Dimension Data hat mit Cavendish jetzt auch einen Topsprinter. In: live-radsport.ch. 27. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  11. Felix Griep: Tour de France: Coquard, der siegreichste Fahrer 2016, und zwei Oldies gehen für Direct Energie auf Etappenjagd. In: live-radsport.ch. 27. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  12. Felix Griep: Tour de France: Kittel, zwei Martins und Alaphilippe bieten Etixx-Quick Step Chancen auf allen Terrains. In: live-radsport.ch. 26. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  13. Felix Griep: Tour de France: Frankreichs Hoffnung Pinot bei FDJ mit Schweizer Unterstützung durch Reichenbach und Morabito. In: live-radsport.ch. 22. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  14. Felix Griep: Tour de France: Fortuneo-Vital Concept will viel angreifen und träumt vom ersten Tour-Etappensieg. In: live-radsport.ch. 29. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  15. Felix Griep: Tour de France: Giant-Alpecin hofft auf weitere Entwicklung von Barguil und Etappensiege u.a. durch Degenkolb. In: live-radsport.ch. 23. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
  16. Felix Griep: Tour de France: IAM tritt mit Doppelspitze Frank/Pantano und Jung-Sprinter Holst Enger an. In: live-radsport.ch. 21. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
  17. Felix Griep: Tour de France: Neben Rodriguez und Van Den Broeck nimmt Katusha auch Zakarin mit, und natürlich Kristoff. In: live-radsport.ch. 21. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
  18. Felix Griep: Tour de France: Costa und Meintjes führen Lampre-Merida an, Grmay als erster Äthiopier bei der Tour. In: live-radsport.ch. 21. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
  19. Felix Griep: Tour de France: Ohne Kapitän Gesink hofft LottoNL-Jumbo auf Etappensiege durch Kelderman und Groenewegen. In: live-radsport.ch. 22. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  20. Felix Griep: Tour de France: Lotto Soudal setzt natürlich wieder voll auf Greipel – 15. GT in Folge für Hansen. 23. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  21. Felix Griep: Tour de France: Starke Movistar-Helferriege um Valverde für den zweimaligen Tour-Zweiten Quintana. 27. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  22. Felix Griep: Tour de France: Yates, Matthews, Gerrans etc. – Orica-GreenEdge mit vielen Optionen für Etappensiege. 27. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  23. Felix Griep: Tour de France: Kwiatkowski fehlt im trotzdem gewohnt starken Sky-Kader, Froome peilt 3. Gesamtsieg an. 22. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  24. Felix Griep: Tour de France: Tinkoff-Kapitän Contador will noch einmal Gelb, Sagan vor allem endlich wieder Etappensiege. 29. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  25. Felix Griep: Tour de France: Cancellara und Rast Teil des Teams von Trek-Segafredo um Kapitän Mollema. 27. Juni 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  26. Die Favoriten der 103. Tour de France – Fünf Sterne für Froome und Quintana. 29. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  27. Kirsten Frattini: The kings of the sprints at the Tour de France. cyclingnews.com, 1. Juli 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
  28. Jean-Baptiste Duluc: Tour de France 2016 – Barguil, Kelderman ou Alaphilippe : Les favoris pour le maillot blanc. Tour de France 2016 – Barguil, Kelderman ou Alaphilippe : Les favoris pour le maillot blanc, 28. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
  29. Andreas Schulz: Tour de France 2016 – Trikots & Wertungen - Gelb, Grün, Bergtrikot - die Punktverteilung. radsport-news.com, 29. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  30. Andreas Schulz: Tour de France 2016 – Reglement & Prämien - Karenzzeit, Bergwertungen, Etappensiege. radsport-news.com, 29. Juni 2016, abgerufen am 30. Juni 2016.
  31. Tour de France 2016 to start from Manche. Amaury Sport Organisation, abgerufen am 25. November 2014 (english).
  32. Tour de France 2016 beginnt am Ärmelkanal. Heute kurz gemeldet. Sport Aktiv Media GmbH, 24. November 2014, abgerufen am 25. November 2014.
  33. Joachim Logisch: Froome begrüßt verkürzte Strecke – Ventoux-Etappe endet am Chalet Reynard. radsport-news.com, 13. Juli 2016, abgerufen am 14. Juli 2016.

Kategorien: Radrennen 2016 | Tour de France

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