Tokugawa Iemochi - LinkFang.de





Tokugawa Iemochi


Tokugawa Iemochi (jap. 徳川 家茂; * 17. Juli 1846; † 29. August 1866) war von 1849 bis 1858 der Daimyō des Wakayama-han und von 1858 bis 1866 der vorletzte Shōgun Japans.

1849 wurde der aus der Kishū-Linie der Tokugawa stammende Yoshitomi zum künftigen Erben des kinderlosen Shōguns Tokugawa Iesada eingesetzt und nahm den Namen Iemochi an. Nach dem Tod Iesadas gelangte Tokugawa Iemochi letztlich mit Unterstützung der Fudai an die Macht. Seine Regierungszeit fiel in die letzte Phase der Edo-Zeit, die von so vielen Umbrüchen gekennzeichnet ist, dass sie oft als eigene Zwischenepoche, als Bakumatsu bezeichnet wird. Der japanische Begriff bedeutet übersetzt „Ende des Shōgunats“. Sie begann unter seinem Vorgänger mit der Ankunft der „schwarzen Schiffe“ von Commander Perry 1853. Kurz vor Tokugawa Iemochis Regierungsantritt erfolgte die Unterzeichnung des Harris-Vertrags mit den Vereinigten Staaten.[1] 1861 ratifizierte Tokugawa Iemochi selbst in Edo den preußisch-japanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag. Während das deutsche Original der Urkunde heute in Verwahrung des Geheimen Staatsarchives Preußischen Kulturbesitzes in Berlin ist, ging das japanische Original beim großen Erdbeben des Jahres 1923 durch den Folgebrand verloren.[2]

Die scheinbare Nachgiebigkeit des Shōguns gegenüber dem Ausland führte zur Spaltung der Samurai: Während sich die einen für eine gewaltsame Vertreibung der Fremden einsetzten und für eine Reform des Herrscherhauses und der Gesellschaft eintraten, befürworteten andere die Beibehaltung des Bakufu und der bestehenden japanischen Feudalordnung. Sie war auch Ausgangspunkt für die oppositionelle Sonnō jōi-Bewegung („Verehrt den Kaiser, hinweg mit den Barbaren“). Unter Iemochis Nachfolger endete die Herrschaft der Shōgune mit der Rückgabe der Macht an den Tennō 1867, der sogenannten Meiji-Restauration.

Einzelnachweise

  1. D. Y. Miyauchi: Yokoi Shonan's Response to the Foreign Intervention in Late Tokugawa Japan, 1853–1862. In: Modern Asian Studies. Vol. 4, No. 3, 1970, ISSN 0026-749X , S. 269–290.
  2. Die Rheinpfalz : Hans-Ulrich Fechler, „Schicksalsgenossen“ , erschienen in der Ausgabe Nr. 257 am 5. November 2011


Kategorien: Daimyō | Shogun | Tokugawa | Gestorben 1866 | Geboren 1846 | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tokugawa Iemochi (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.