Timofejewka (Kaliningrad) - LinkFang.de





Timofejewka (Kaliningrad)


Siedlung
Timofejewka/Tammowischken (Tammau)
Тимофеевка
Flagge Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet {{#property:P571}}
Frühere Namen Tammow (1371),
Tammaw (nach 1540),
Thammau (um 1565),
Tammonischken (um 1736),
Groß Tammowischken (um 1818),
Tammowischken (bis 1938),
Tammau (1938–1946)
Bevölkerung 440 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238161
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 816 015
Geographische Lage
Koordinaten }

Timofejewka (russisch Тимофеевка, deutsch Tammowischken, 1938–1946 Tammau, litauisch Tamoviškiai ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Tschernjachowskoje gorodskoje posselenije (Stadtgemeinde Tschernjachowsk (Insterburg)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage

Timofejewka am Nordufer der Angerapp (russisch: Angrapa) liegt fünf Kilometer östlich des Stadtzentrums von Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die von der Rajonshauptstadt über Lesnoje (Dwarischken, 1928–1946 Eichenberg) nach Furmanowo (Stannaitschen, 1938–1946 Zweilinden) unweit von Gussew (Gumbinnen) führt. Die nächste Bahnstation ist die Stadt Tschernjachowsk. Vor 1945 war der Ort Bahnstation an der Bahnstrecke Insterburg–Krapuschken/Breitenstein (Ostpr) der Insterburger Kleinbahnen.

Geschichte

Das damalige Tammow[2] wurde bereits zur Ordenszeit im Jahre 1371 gegründet. Im Jahre 1874 wurde die Landgemeinde Teil des neu errichteten Amtsbezirks Pieragienen[3] (1930 bis 1945 „Amtsbezirk Angerlinde“, russisch: Mitschurino, heute nicht mehr existent) im Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Tammowischken 320 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 282 und betrug 1939 noch 279[5].

Am 3. Juni 1938 wurde Tammowischken in „Tammau“ umbenannt – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli 1938. Der neue Name sollte nicht lange währen. Als 1945 das Dorf mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion kam, erhielt es die russische Bezeichnung „Timofejewka“. Ein Jahr später wurde der Ort dem Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Krasnopoljanski selski sowjet (Dorfsowjet Krasnopoljanskoje (Groß Gaudischkehmen, 1938–1946 Großgauden)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Timofejewka heute mit seinen derzeit 440 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010 [1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) beschriebene Ortschaft im Verbund der Tschernjachowskoje gorodskoje posselenije (Stadtgemeinde Tschernjachowsk).

Kirche

Die Bevölkerung Tammawischkens resp. Tammaus war vor 1945 überwiegend evangelischer Konfession. Der Ort war in das Kirchspiel der Insterburger Lutherkirche eingepfarrt, die zum Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Timofejewka im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Tschernjachowsk (Insterburg), mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Persönlichkeiten

  • Alfred Lau (1898–1971), deutscher Journalist und Mundartdichter, verbrachte seine Jugend bei den Großeltern in Tammowischken[8].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1 , Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005):Tammau
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Pieragienen/Angerlinde
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad
  8. Лау Альфред - Alfred Lau bei prussia39.ru

Kategorien: Ort im Rajon Tschernjachowsk

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Timofejewka (Kaliningrad) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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