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Tiki (Schnitzkunst)


Der Begriff Tiki existiert in den Sprachen verschiedener Völker Polynesiens und bedeutet ursprünglich Mann oder Mensch, mancherorts auch erster Mensch.

Als Tiki werden aus Holz geschnitzte oder in Stein gehauene Ahnenfiguren bezeichnet, die im Ahnenkult einiger Südseekulturen gleichbedeutend mit Götterfiguren sind.

In der Sprache der Māori Neuseelands bedeutet der Begriff Tiki allerdings den ersten Menschen. Sogenannte Hei-Tiki bezeichnen dort kleine Figuren, die häufig aus Pounamu (Greenstone, Neuseeland-Jade, Nephrit) geschnitzt und an einer Flachsschnur als Amulett um den Hals getragen werden.

In den 1950er- bis frühen 1960er-Jahren hatte die sogenannte Tiki-Kultur ihren Höhepunkt in den USA. Dabei handelte es sich um eine Modewelle, die in die Gestaltung von unzähligen Kunst- und Alltagsgegenständen, z. B. Cocktailbechern, Lampen, Körperschmuck, Skulpturen usw., sowie in die Wohnhaus-, Bar-, Restaurant- und Hotel-Architektur Eingang fand.


Kategorien: Kultur der Māori | Volkskunst

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