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Tiefurt


Tiefurt
Stadt Weimar
Höhe: 202 m ü. NN
Fläche: 2,64 km²
Einwohner: 575 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1922
Postleitzahl: 99425
Vorwahl: 03643

Lage von Tiefurt in Weimar

Tiefurt ist ein Ortsteil der thüringischen Stadt Weimar. Er hatte am 31. Dezember 2010 575 Einwohner auf einer Fläche von 2,64 Quadratkilometern.

Lage

Tiefurt liegt an der Ilm, die das Straßendorf mit einer großen Schleife umfließt. Etwa zwei Kilometer südwestlich liegt das Stadtzentrum von Weimar, an das der Ort durch Stadtbuslinien angebunden ist. Weitere Nachbardörfer sind Kromsdorf im Nordosten und Süßenborn im Südosten.

Geschichte

Tiefurt wurde 1206 erstmals urkundlich erwähnt.[1] An der Stelle des späteren Kammergutes stand ein befestigter Herrensitz. Von da aus wurde wohl ein Flussübergang kontrolliert. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden Marschälle von Tiefurt genannt, die Vasallen der Orlamünder waren und wohl den Herrensitz besessen haben. Von diesem befestigten Sitz sind keine Spuren mehr erkennbar.[2] Tiefurt avancierte im 18. Jahrhundert zu einer Sommerresidenz der Weimarer Herzöge. Dazu wurde das Schloss Tiefurt ausgebaut und nördlich des Ortes an der Ilm ein weitläufiger Park angelegt. Schloss und Park sind heute Teil des Ensembles Klassisches Weimar, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Im Park befindet sich u. a. das Mozart-Denkmal Tiefurt, das 1799 aufgestellt wurde und das erste Denkmal für den Komponisten außerhalb des heutigen Österreichs war. Entlang der Ilm ist der Park über ein grünes Band mit dem Park an der Ilm in Weimar verbunden. Durch die Parkanlagen führt auch der Ilmradweg. So lebt der Ort heute hauptsächlich von den Tagesausflüglern, die in den Gaststätten bewirtet werden. Südlich von Tiefurt liegt etwas versteckt an der Ilm die Hauptkläranlage von Weimar.

Seit der Eingemeindung 1922 gehört Tiefurt zur Stadt Weimar. Ortsteilbürgermeister ist Jörg Rietschel.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Konrad Rietschel (* 20. Juni 1922; † 9. Mai 2014): Der alte Rietschel erzählt. Jugendstreiche und andere Begebenheiten aus Tiefurt. Herausgegeben von Ingeborg Stein, Weida 2004, ISBN 3-933358-68-X

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 286.
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 247/248.

Weblinks

 Commons: Tiefurt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort an der Ilm (Saale) | Stadtteil von Weimar | Ehemalige Gemeinde (Weimar) | Straßendorf

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefurt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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